Ein Sieg und ein vierter Platz - für Neel Jani und das A1 Team Schweiz brachte das vierte Wochenende der diesjährigen A1GP Serie in Sepang das erhoffte Erfolgserlebnis. Im Sprintrennen konnte Neel Jani all seine Erwartungen perfekt umsetzen: Er feierte aus der Pole-Position einen perfekten Start-Ziel-Sieg. Im Featurerennen, dass bei strömendem Regen mit zehn Minuten Verspätung hinter dem Safety-Car gestartet wurde, machten Handlingprobleme - wahrscheinlich wegen eines defekten Stoßdämpfers - Jani zu schaffen. Trotzdem konnte er sich noch auf dem vierten Platz ins Ziel retten. Das bedeutete 13 Punkte für das Team an diesem Wochenende - und in der Gesamtwertung einen Sprung auf Platz neun mit jetzt 17 Zählern.

Neel Jani konnte vor allem am Vormittag jubeln: "Das Sprintrennen war einfach fantastisch. Ich habe vom Start bis ins Ziel geführt. Ich war so glücklich, wieder auf dem Podium zu stehen, ein toller Erfolg für unser neues Team. Im Gegensatz zu Beijing war das hier ein echtes Rennen... Und zurück zu kommen und gleich am ersten richtigen Rennwochenende wieder zu gewinnen, das ist ein tolles Gefühl."

Im Featurerennen herrschten dann völlig andere Bedingungen: Ein heftiger tropischer Regenguss hatte die Strecke quasi überflutet. Noch in der Startaufstellung baute das A1 Team Schweiz das Auto um, um Jani mit einer Regenabstimmung in das Rennen schicken zu können. Denn auch wenn sich die Wolken bereits wieder hoben - es regnete immer noch heftig.

"Wir sind hinter dem Safety-Car gestartet. Schon nach zwei Runden habe ich gemerkt, dass irgendwas mit dem Auto nicht stimmt, aber ich wusste nicht genau, was. Das Team untersucht jetzt, ob es ein Stoßdämpfer-Problem war. Als das Rennen nach vier Runden mit der grünen Flagge freigegeben wurde, hat mich Nico Hülkenberg in der dritten Kurve überholt. Ich bin dann auch noch 15 Runden vor Schluss einmal ins Kiesbett gerutscht und habe etwas Zeit verloren. Deshalb konnte mir Robbie Kerr, als er aus der Box kam, meinen zweiten Platz abjagen. Neun Minuten vor Schluss haben mich dann auch noch die Franzosen mit Nicolas Lappiere überholt. Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht, in einem Rennen, in dem ich aus der Pole gestartet bin, am Ende doch nicht aufs Podium gekommen zu sein. Aber ich bin sehr happy, heute 13 Punkte für das Team geholt zu haben."

Auch Teamchef Max Welti konnte zufrieden sein: "Für unser neues Team war das ein sehr positives Wochenende. 13 Punkte auf einmal zu holen und zu wissen, dass wir unseren Fahrer auf die oberste Stufe des Podests bringen können, das ist sehr wichtig, um unser Leistungsniveau einschätzen zu können. Wir haben jetzt bewiesen, dass wir ein Siegerauto haben."