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WRC - WRC will sich ab 2018 MotoGP zum Vorbild nehmen

Neue Teamstruktur angedacht

Die WRC soll zu einer Team- und keiner reinen Hersteller-Meisterschaft werden. Nach dem Vorbild der MotoGP könnte sich ab 2018 einiges ändern.
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Motorsport-Magazin.com - Die Team-Struktur in der WRC sorgte zur Saison 2017 für so viel Diskussionsstoff wie lange nicht mehr. Laut dem neuen Reglement dürfen nur Hersteller die neue Generation der Boliden einschreiben. Daher sah es zunächst danach aus, dass für Privatiers keine Einsätze in 2017er Autos möglich sind. M-Sport fand jedoch einen Weg, indem es die Boliden - etwa für Mads Östberg in Schweden oder Lorenzo Bertelli in Mexiko - unter seinem Namen einschrieb.

Wir sehen uns an, was wir ab 2018 machen können.
Jarmo Mahonen

Die ehemaligen Volkswagen-Piloten Sebastien Ogier und Andreas Mikkelsen hatten darauf gehofft, dass sie nach einer verspäteten Homologation den 2017er VW Polo auf ähnliche Weise einsetzen können. Das scheiterte jedoch an einem Veto gegen die Homologation und wäre auch insofern schwierig geworden, als Volkswagen das Auto offiziell hätte einschreiben müssen.

Derartigen Problemen will die WRC ab 2018 aus dem Weg gehen, kündigte FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen an. Das Ziel lautet, die Team-Struktur zu modernisieren und sich dabei die MotoGP mit ihren Werks-, aber auch Satellitenteams zum Vorbild zu nehmen. Die Hersteller sollen ihren Platz haben, jedoch nicht mehr so dominieren wie in den letzten Jahren. In der MotoGP beendeten die Satelliten-Fahrer Cal Crutchlow und Jack Miller 2016 mit drei Rennsiegen die Dominanz der Hersteller.

"Wir diskutieren seit zwei oder drei Jahren darüber, dass wir uns in Richtung einer Meisterschaft für Teams entwickeln müssen, in der auch Platz für Hersteller ist", erklärte Mahonen gegenüber Autosport. "Wir sehen uns an, was wir ab 2018 machen können." Laut Mahonen ist die Zeit für eine Modernisierung reif.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Satelliten-Teams, wie sie M-Sport im Grunde genommen mit dem DMACK WRT und dem Jipocar WRT ohnehin schon betreibt, sind eine interessante Option für die WRC. Die Hersteller wären mit mehr Autos vertreten und könnten sich auch mit den Lorbeeren ihrer Kundenteams schmücken. An Aufmerksamkeit würden sie also nichts einbüßen. Vielmehr hätten Toyota, Hyundai und Citroen die Möglichkeit, wie M-Sport junge Fahrer in B-Teams die Chance zu geben, sich zu entwickeln. Auch ein Andreas Mikkelsen, der für 2017 kein Cockpit fand, würde dann ohne Probleme einen Platz finden. Nicht vergessen sollte man auch Privatiers wie Henning Solberg, der mit Sprüchen und kuriosen Aktionen für Unterhaltung sorgt. Ein buntes, volles Feld tut der WRC in jedem Fall gut.


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