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WRC - Die Szenen der Rallye Schweden - Teil 1

Ein Mietwagen als Ersatzteillager

Teil 1 des Rückblicks auf die Rallye Schweden befasst sich mit einem unglücklichen Belgier, zwei kuriosen Norwegern und einem fliegenden Finnen.

Eine Rallye zum Vergessen

Thierry Neuville, bitte vortreten. Im Fall des unglücklichen Belgiers waren es allerdings sogar zwei Rallyes zum Vergessen. Nach der Misere bei der Rallye Monte Carlo, wo er am Samstagabend eine komfortable Führung verlor, erlebte Neuville in Schweden einen weiteren Schock - auf unheimliche Weise unter ähnlichen Umständen. Bei all der harten Arbeit und nach einem ziemlich harmlosen Schlag auf der Super Special ist es kaum möglich, nicht mit ihm zu fühlen. Mit dem Ausfall zahlte er sicherlich einen hohen Preis, aber diese Kopf-an-Kopf-Duelle haben schon manch anderen zu Fall gebracht - man frage nur Jari-Matti Latvala zur Rallye Polen 2009.

Der kleine Rempler, der zu Neuvilles Aus führte: (00:57 Min.)

Unglaublich, aber wahr

Henning Solberg gab bei der Rallye Schweden sein Saison-Debüt und zeigte schnell wieder seine Entertainer-Qualitäten. Im Ziel von WP11 startete er einen Aufruf nach einer neuen Windschutzscheibe, um die zersplitterte in seinem Skoda zu ersetzen. Als er gefragt wurde, wie es ihm während des gigantischen Flugs über Colin's Crest mit beschränkter Sicht ergangen sei, antwortete Solberg: "Ich habe keine Ahnung - ich habe nichts gesehen." Für die zweite Durchfahrt hatte Solberg eine neue Windschutzscheibe, die er sich vom Recce-Auto eines Konkurrenten 'lieh'. Die Windschutzscheibe hatte eine Halterung für einen Rückspiegel und einen Europcar-Aufkleber...

Flügellahmer Fiesta

Mads Östberg begann seine Saison ebenfalls in Schweden und fuhr zum ersten Mal im Wettbewerb den 2017er Ford Fiesta WRC. Alles lief gut - bis zur fünften Prüfung, auf der das Auto bei Vollgas im sechsten Gang den Heckspoiler verlor. Östberg bemerkte es erst, als er eine Delle in der Straße traf und das spoiler-lose Heck abhob. Die Front blieb unten und kippte so weit nach vorne, dass der Splitter durch die Straße pflügte. Östberg behielt die Nerven und hielt das Auto gerade, bis das Heck landete und ruhig war. Bestnoten für Coolness.

Der Wendepunkt

Am Samstagabend hatte Ott Tänak die Lücke zum neuen Rallye-Führenden Latvala auf gerade einmal 3,8 Sekunden verkleinert und seine Chancen, sich am Sonntag die Spitze zu schnappen, standen gut. Latvala gab später zu, dass sogar er dachte, er würde die Position verlieren. Auf der ersten Prüfung am Sonntag, WP16, wendete sich das Blatt jedoch nach einem massiven Angriff, der seinen Vorsprung auf 10,9 Sekunden vergrößerte. Latvala erklärte, dass ein Gespräch mit Teamchef Tommi Mäkinen ihm bei der erstaunlichen Zeit geholfen hatte, mit der er Tänaks Ziel außer Reichweite brachte.


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