WRC - Rallye Finnland: Stimmen nach dem Finale

Sieg fühlt sich doppelt so gut an

Bei der Rallye Finnland wurde bis zum letzten Kilometer gekämpft, am Ende sicherte sich Jari-Matti Latvala den Sieg. Die Stimmen der Fahrer in der Übersicht.

Motorsport-Magazin.com - Jari-Matti Latvala: "Der Sieg hier in Finnland ist ein ganz besonderer Moment für Miikka und mich. 2010 ist uns das zuletzt gelungen und nach dem mäßigen Ergebnis 2013 fühlt sich dieser Sieg gleich doppelt so gut an. Ich hatte vom Beginn der Rallye an ein sehr gutes Gefühl im Polo R WRC, der erneut perfekt eingestellt war. Ein großer Dank an mein Team für die hervorragende Arbeit, die es geleistet hat. Und natürlich auch ein Dankeschön an alle Fans, die Miikka und mich hier in Finnland durchweg unterstützt haben. Aber der Sieg war auch harte Arbeit. Am Samstagabend waren wir in einer schwierigen Situation, als wir eine der Bremsen am Auto nicht mehr einsetzen konnten. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben und weitergekämpft. Ich bin sehr, sehr glücklich über das Ergebnis."

Der Sieg hier in Finnland ist ein ganz besonderer Moment für Miikka und mich.
Jari-Matti Latvala

Sebastien Ogier: "Ich denke, diese Finnland Rallye werden die Fans und auch wir noch lange in Erinnerung behalten. Auch wenn ich nicht gewonnen habe, war es ein großartiges Finale mit einem tollen Kampf bis zur letzten Sekunde. Glückwunsch an Jari-Matti und Miikka, die diesen Sieg in ihrer Heimat wirklich verdienen. Sie waren dieses Mal einfach nicht zu schlagen. Ich wusste schon am Morgen, dass es sehr schwer wird, den knappen Rückstand wettzumachen. Wenn du fast die ganze Prüfung mit Voll-Speed unterwegs bist, sind selbst 3,4 Sekunden Rückstand kaum aufzuholen, wenn dem anderen kein Fehler unterläuft. Auf der vorletzten Prüfung haben Julien und ich noch mal alles riskiert, aber Jari-Matti hat mit dem gleichen Tempo gegengehalten. Insgesamt ein fantastisches Wochenende und mit den Punkten für Platz zwei in Finnland kann ich bestens leben."

Kris Meeke: "Dieses Podium ist noch besonderer als die anderen. Wir haben über die zwei Tage hinweg den Kontakt zur Spitze gehalten. Wir haben dann unsere Position abgesichert, aber haben die Rallye mit weniger als einer Minute Rückstand auf den Sieger beendet. Ich weiß, dass wir immer noch Arbeit vor uns haben, ehe wir wirklich um einen Sieg kämpfen können. Aber für den Moment bin ich mit dem dritten Platz und der Erfahrung für die Zukunft zufrieden. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr um ein noch besseres Ergebnis kämpfen kann!"

Kris Meeke freute sich über den dritten Podestplatz der Saison. - Foto: Sutton

Andreas Mikkelsen: "Finnland war erneut eine ganz besondere Rallye, die wegen ihres speziellen Profils zu den anspruchsvollsten Rallyes zählt, die die WRC zu bieten hat. Daher sind Ola und ich sehr zufrieden mit Platz vier. Seit Samstag waren wir in einer komfortablen Position im Gesamtfeld mit einem guten Zeitpolster als Abstand auf unsere Verfolger. Daher konnten wir den letzten Tag kontrolliert angehen, wollten auf der Powerstage aber auch noch einmal angreifen, um dort eventuell Zusatzpunkte für die Meisterschaft zu holen. Am Ende sind wir dort nur Vierte geworden, sind aber zufrieden mit unserer Gesamtleistung. Gratulation an Jari-Matti und Miikka zum Gewinn der Rallye Finnland. Ihr Sieg ist hochverdient."

Mikko Hirvonen: "Es war ein Auf und Ab und ich bin etwas enttäuscht, denn wir hatten uns zum Ziel gesetzt, um das Podium zu kämpfen. Es war zu Beginn der Rallye nicht so schlecht und am Freitag war ich wirklich zufrieden damit, wie wir gefahren sind und gekämpft haben. Aber dann haben wir einen kleinen Fehler gemacht und wenn das passiert, dann fängt man an zu zögern, wie ich es am Samstag gemacht habe, und dann verliert man viel Zeit. Man kann sich das hier einfach nicht leisten."

Juho Hänninen: "Das war eine sehr schöne Rallye und ich bin zufrieden mit dem sechsten Platz. Am Freitagmorgen hatten wir einige Probleme. Der Unfall hat uns zurückgeworfen, aber ab Freitagnachmittag hat sich der Hyundai i20 WRC sehr gut angefühlt und wir waren absolut konkurrenzfähig. Das gesamte Team hat wieder einmal einen perfekten Job gemacht."

Elfyn Evans fühlt sich durch die Rallye Finnland bestärkt. - Foto: Ford

Elfyn Evans: "Vor diesem Wochenende hatte ich die volle Distanz nur einmal in einem R2-Boliden bewältigt. Hier zum ersten Mal mit einem WRC-Boliden zu fahren, hat mir die Augen geöffnet. Es besteht kein Vergleich zwischen den beiden. Die Chance zu haben, so ein Auto auf diesen Prüfungen zu fahren, ist absolut unglaublich. Das hier ist so ein einzigartiges Event, dass es ein Element gibt mit speziellem Aufschrieb und einem speziellen Fahrstil. Alles, was wir dieses Wochenende gelernt haben, wird für die Zukunft wichtig sein und ich bin mir sicher, dass wir als Folge daraus viel stärker zurückkommen werden."

Hayden Paddon: "Das Ende war nicht das, was wir uns erhofft haben. Wir haben am gesamten Wochenende einen guten Job gemacht, aber diese schnellen Prüfungen in Finnland ohne Servolenkung zu fahre, ist absolut nichts, was man sich wünscht. Nach Wertungsprüfung 25 habe ich es schon deutlich in den Armen gespürt, deshalb sind wir zum Schluss etwas vorsichtiger zu Werke gegangen. Uns war klar, dass wir Rang sechs so nicht halten können, aber wir wollten auch nicht alles wegschmeißen. Ich habe mich absolut wohl gefühlt im Auto und das war sicher unsere beste Rallye bislang."

Robert Kubica: "Der Fehler am Freitag war nicht ideal, aber wir hatten dann drei Tage, an denen wir gut gefahren sind und damit bin ich zufrieden. Es ist nicht einfach, zum ersten Mal mit einem WRC-Boliden hierherzukommen und an zwei Tagen waren wir außerdem als Erste auf den Prüfungen, das mussten wir erst lernen. Eigentlich habe ich dieses Wochenende viel gelernt, was sehr gut ist. Ich verlasse Finnland wegen des Fehlers am Freitag etwas enttäuscht, aber mit so viel mehr Erfahrung, was entscheidend ist."


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