WRC - Sordo: Monte Carlo völlig unvorhersehbar

Es kann alles passieren

Für Hyundai tickt die Uhr. Nur noch ein paar Tage, dann wird der neue i20 erstmals in Monte Carlo gegen die starke WRC-Konkurrenz antreten. Die Spannung steigt.
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Motorsport-Magazin.com - Nicht mal eine Woche dauert es noch, bis der neue Hyundai i20 in Monte Carlo zum ersten Mal von der Startrampe fährt und für das Team das Abenteuer Rallye Weltmeisterschaft beginnt. Alle Augen werden dabei auf Thierry Neuville gerichtet sein. Der Belgier überzeugte 2013 als Vizeweltmeister - allerdings noch bei M-Sport. Nun ist er die Nummer eins der Neueinsteiger. Für den Anfang setzt sich Neuville aber gemäßigte Ziele. "Unser Ziel ist es, das Event zu beenden und Erfahrung und Kilometer zu sammeln, um den Hyundai i20 weiterzuentwickeln", erklärte der Belgier.

Ich kann nicht sagen, dass die Rallye Monte Carlo eines der Events ist, dass ich am meisten mag.
Thierry Neuville

Seine vorsichtige Herangehensweise ist nicht unbegründet, denn 2013 war für ihn bereits nach drei Prüfungen die 'Monte' beendet. "Du kannst nicht wirklich vorhersagen, was dich in den einzelnen Kurven erwartet", erinnert sich Neuville. Von Schnee über Eis bis hin zu völlig trockenen Streckenbedingungen ist alles möglich. Daher hält sich Neuvilles Liebe zum Auftaktevent in Grenzen. "Ich kann nicht sagen, dass die Rallye Monte Carlo eines der Events ist, dass ich am meisten mag", gab er ehrlich zu. "Es ist so schwierig, den richtigen Rhythmus zu finden und es ist sehr leicht, Zeit durch die falsche Reifenwahl zu verlieren."

Dani Sordo hingegen kommt mit sehr guten Ergebnissen zurück nach Monte Carlo. In den letzten beiden Jahren stand der Spanier - ein ausgewiesener Asphalt-Spezialist - jeweils auf dem Podest. "Bei diesem Event fühle ich mich wirklich wohl und ich verfüge über gute Erfahrungen auf diesen Strecken, obwohl die Rallye so unvorhersehbar ist", freute sich Sordo schon auf seine erste Dienstfahrt mit dem i20. Klar ist aber für ihn: "Alles kann passieren, je nachdem wie sich die Wetterverhältnisse entwickeln."

Bei diesem Event fühle ich mich wirklich wohl und ich verfüge über gute Erfahrungen auf diesen Strecken, obwohl die Rallye so unvorhersehbar ist.
Dani Sordo

Das oberste Ziel für den ehemaligen Citroen-Piloten ist, den Hyundai in einem Stück über die Ziellinie in Monte Carlo zu fahren und dem Team möglichst viel und gutes Feedback zu liefern. Obwohl das Team sowohl im Dezember als auch in dieser Woche noch vorbereitende Tests absolvierte, ist Sordo wohl bewusst, dass dem Team und dem Auto noch ein langer Weg bevorsteht. "Das Ziel dieser Tests war es, an erster Stelle das Auto so gut wie möglich kennenzulernen, aber gleichzeitig das bestmögliche Setup für dieses Event zu finden." Wie gut das dem Deutschland-Sieger von 2013 gelungen ist, werden wir in wenigen Tagen wissen.


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