WRC - Abbring trennt sich von Volkswagen

Keine Perspektive

Kevin Abbring sah in der Zusammenarbeit mit Volkswagen keine Perspektiven für die Zukunft. Nun bestreitet er sein letztes Event mit dem Team.
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Motorsport-Magazin.com - In den letzten beiden Jahren teilte sich der Niederländer Kevin Abbring das Volkswagen-Cockpit neben Sebastien Ogier mit Andreas Mikkelsen. Natürlich hatte Abbring auch darauf gehofft, 2013 Einsätze im Polo R WRC zu erhalten. Vor einiger Zeit wurde allerdings bekannt, dass Mikkelsen den Vorzug erhält und ab Portugal den dritten Werks-Polo pilotieren wird.

Kevin Abbring wollte mit Volkswagen hoch hinaus - Foto: Volkswagen Motorsport

Nun zog der Niederländer die Konsequenzen und löste seinen mehrjährigen Vertrag mit den Wolfsburgern auf. Einfach sei ihm diese Entscheidung aber nicht gefallen, gab der 24-Jährige zu. "Schließlich träumte ich immer davon, irgendwann einmal Weltmeister zu werden", so Abbring. Die Chancen dafür standen bei Volkswagen sicherlich nicht schlecht, wie Ogier mit seinem Sieg in Schweden demonstrierte.

Die WRC verlassen möchte Abbring aber nicht, sondern Erfahrungen sammeln und nicht aus den Köpfen der Verantwortlichen verschwinden. Dennoch bleibt Abbring realistisch und weiß, wie schwierig dieses Unterfangen werden wird, schließlich konnte selbst ein Weltmeister wie Petter Solberg keinen Platz mehr finden, obwohl er sich ohne Bezahlung anbot. "Das macht einen Fahrer wie mich, der noch nicht viel Erfahrung hat, schon nachdenklich", verriet der Niederländer.

Komplett ist das Kapitel Volkswagen für Abbring aber noch nicht vorbei. Am 16. Februar wird er gemeinsam mit Beifahrer Wolf-Dieter Ihle an der Legend Boucles de Spa in Belgien teilnehmen. Doch nicht nur der Golf II GTI, den er für diesen Auftritt nutzt, stellt ihn vor eine besondere Herausforderung. "Für diese Veranstaltung bin ich gezwungen, einen deutschen Aufschrieb zu machen. Das habe ich noch niemals zuvor getan", verriet der Niederländer, der sich sehr auf die Rallye freut. "Wenngleich es nicht das spektakulärste Auto sein wird, zeigte es seine Konkurrenzfähigkeit in der Vergangenheit. Ich freue mich darauf, wieder hinter dem Steuer eines historischen Rallye-Autos zu sitzen."


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