WRC - Sebastien Loeb im Portrait

Neun auf einen Streich

Sebastien Loeb hat sich in Frankreich zum neunten Mal zum Weltmeister der WRC gekrönt. Motorsport-Magazin.com blickt auf den Ausnahmekönner.
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Motorsport-Magazin.com - Der Größte Rallye-Fahrer aller Zeiten, der Star der WRC, der Unantastbare, der Unschlagbare, oder einfach: Sebastien Loeb. Mit seinem 75. Sieg in der WRC sicherte sich der Citroen-Pilot seinen neunten Weltmeistertitel in Folge und lässt nicht nur die Fans in seiner Heimat Frankreich jubeln.

Sebastien Loeb und Daniel Elena - ein unschlagbares Dreamteam - Foto: Citroen

Am 26. Februar 1974 wurde Sebastien Loeb in Haguenau geboren - 38 Jahre später holt er an gleichem Ort seinen neunten Titel. Bis dahin war es aber ein langer Weg, der zuerst in eine ganz andere Richtung zeigte. Seine sportliche Karriere startete der Elsässer als Kunstturner und feierte sogar nationale Erfolge. Seine Leidenschaft galt aber schon früh der Technik und so begann Loeb eine Ausbildung zu Elektrotechniker. Auch nach der Ausbildung arbeitete Loeb weiterhin in seinem Lehrbetrieb, bis das Rallye-Fahren sein täglich Brot wurde.

Die Anfänge machte Loeb in einem Renault 5 GT Turbo, mit dem er an lokalen Rallye-Veranstaltungen teilnahm. 1998 dann der Umstieg zu Citroen - der Beginn einer langen und erfolgreichen Zusammenarbeit. Seine ersten Gehversuche in der Rallye-Weltmeisterschaft in Katalonien endeten zwar punktelos, doch bereits die nächsten Auftritte in Korsika und San Remo beendete er als Sieger seiner Klasse. Ab 2001 war der heute neunfache Weltmeister bei Citroen als Werkspilot unter Vertrag und konnte in seiner ersten Rallye in einem Citroën Xsara WRC sofort den zweiten Platz einfahren.

2002 feierte Sebastien Loeb bei der Rallye Deutschland seinen ersten Sieg - Foto: Sutton

Sein größter Triumph sollte allerdings ein Jahr später folgen, als er seinen ersten Sieg in der WRC feierte. Die neu in den Kalender aufgenommene Rallye Deutschland sollte der Durchbruch für den damals 28-Jährigen werden. Alleine diese Rallye konnte Loeb - mit einer Unterbrechung 2011 - noch neun Mal in Folge gewinnen.

Mit seinem Sieg in Frankreich machte Loeb seinen 75. Triumph in der Weltmeisterschaft perfekt. Damit konnte er 46,3 Prozent aller Rallyes, an denen er teilnahm, für sich entscheiden. Nach der Rallye Frankreich stehen zudem 874 Bestzeiten auf seinem Konto. Gemeinsam mit seinem Beifahrer Daniel Elena stand der Elsässer 112 Mal auf dem Podest und war bei 23 unterschiedlichen Rallyes erfolgreich.

Nach der Saison 2012 wird sich Sebastien Loeb aus der Rallye-Weltmeisterschaft verabschieden und nur noch sporadische Einsätze gemeinsam mit Citroen bestreiten. Damit macht er den Weg frei für seine Nachfolger, seine Rekorde und die Person Sebastien Loeb werden in der WRC aber für immer einmalig bleiben.


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