Superbike - Aprilia: Viel Luft nach oben

Assen schwierig zu interpretieren

Aprilia hat nach dem Trainingsfreitag zum dritten Superbike-Wochenende 2014 in Assen noch viel Arbeit vor sich. Setup und Reifenabbau machen Probleme.
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Motorsport-Magazin.com - Das Aprilia-Superbike-Team liegt nach den ersten beiden Freien Trainings zum dritten Superbike-Lauf der Saison im niederländischen Assen lediglich im Mittelfeld des Zeitentableaus. Als Achter respektive Neunter fehlten Sylvain Guintoli und Marco Melandri am Freitag bereits knapp 1,3 Sekunden auf Spitzenreiter Davide Giugliano. Vor allem die Suche nach dem richtigen Setup sowie die Reduktion des Reifenabbaus auf die Distanz erwiesen sich dabei als große Hürde für den aktuell Zweiten der Konstrukteurswertung. Auch das Fahrverhalten der RSV4-Maschinen in Kurven verlief noch nicht nach Wunsch der Piloten.

Die Strecke in Assen ist verdammt schwierig zu interpretieren, denn sie besteht quasi aus zwei völlig verschiedenen Sektionen
Sylvain Guintoli

"Die Strecke in Assen ist verdammt schwierig zu interpretieren, denn sie besteht quasi aus zwei völlig verschiedenen Sektionen", verrät der WM-Dritte Sylvain Guintoli, der seine achtbeste Zeit des Morgens von 1:37.221 Minuten im zweiten Freien Training immerhin auf 1:36.670 Minuten verbesserte. Schwierig sei es dabei vor allem, herauszufinden, wo die besten Sektionen zum Pushen liegen, und wo es eher darum ginge, die Power der 1000ccm-Maschinen zu kontrollieren.

"Dieser Prozess braucht hier eben seine Zeit und das verschiedene Fahrverhalten hat natürlich auch unterschiedliche Auswirkungen auf die Reifen, was vor allem über die Renndistanz ein extrem wichtiger Faktor wird", konstatiert Guintoli. "Wir haben definitiv noch viel Arbeit vor uns, stehen jedoch sicherlich nicht vor unlösbaren Aufgaben."

Wir wissen nach der Arbeit von heute nun klar und deutlich, wo und wie wir uns verbessern wollen
Marco Melandri

Teamkollege Melandri ist sich sicher, die Schwachpunkte hinsichtlich Chassis- und elektronischem Setup identifiziert zu haben. Trotz lediglich neuntbester Tageszeit von 1:36.697 Minuten und der unsicheren Wetterlage für den Rest des Wochenendes gibt sich der Italiener optimistisch.

"Wir wissen nach der Arbeit von heute nun klar und deutlich, wo und wie wir uns verbessern wollen. Vor allem das Einlenkverhalten in die Kurven und das Handling der Maschine auf der Bremse waren bisher nicht ideal, aber mit den Trainingssessions morgen sollten wir das bis zum Qualifying auf alle Fälle hinbekommen", verrät Melandri, der am Morgen mit einem Rückstand von knapp 0,6 Sekunden immerhin noch Rang sieben belegt hatte.


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