MotoGP - Motegi: Strecke und Statistik

Stop and Go auf dem Twin Ring

Die MotoGP hält ihr Japan-Gastspiel auf dem Motegi Twin Ring ab. Die Strecke gehört zu den unbeliebtesten im Kalender.
von

Motorsport-Magazin.com - Motegi beheimatet zwar schon seit 18 Jahren die MotoGP. Den offiziellen Titel als Japan Grand Prix bekam die Strecke allerdings erst zugesprochen, als Suzuka nach dem tödlichen Unfall von Daijiro Kato im Jahr 2003 für nicht mehr sicher genug erachtet wurde.

Errichtet wurde die Strecke in der rund 120 Kilometer nördlich von Tokyo gelegenen Stadt Mitte der Neunzigerjahre von Honda. Der Fahrzeughersteller wollte mit dem Projekt eigentlich die IndyCars, für die Honda damals Motoren lieferte, nach Japan locken und errichtete daher gleich zwei Rennstrecken in dem Areal. Neben dem 4,8 Kilometer langen Rundkurs befindet sich auch ein 2,5 Kilometer langes Oval auf dem Gelände, der von der MotoGP auch zweimal unterfahren wird. Aufgrund der beiden Strecken hat der "Twin Ring" auch seinen Namen.

Motegi: Hier wird hart gebremst und oft beschleunigt - Foto: Yamaha

1998 für Rennveranstaltungen geöffnet, gastierte die Motorrad-WM 1999 zum ersten Gastspiel auf der Honda-Strecke, durfte einmal den Japan GP und anschließend vier Pazifik Grand Prix austragen. Da Motegi nicht gerade flüssig zu fahren ist, gehört der Kurs bei den Fahrern zu den unbeliebtesten im Kalender. "Motegi ist keine meiner Lieblingsstrecken", sagt etwa Valentino Rossi.

Die Strecke

Motegi ist der Prototyp einer Stop-and-Go-Strecke. Viele Geraden und scharfe Kurven zeichnen den Kurs aus, der viele harte Bremspunkte hat. Für die Fahrer ist Motegi daher sehr anstrengend. Schon die erste und zweite Kurvenkombination führt die Fahrer im ersten Sektor jeweils um 180 Grad nach rechts bzw. links. Ein weiterer scharfer Bremspunkt vor Turn 5 führt die Fahrer durch den etwas flüssigeren zweiten Abschnitt der Strecke, der je zwei aufeinanderfolgende Rechts- und Linkskurven umfasst. Die zehnte Kurve ist die langsamste Stelle der Strecke. Aus dieser Haarnadel wird auf die längste Gerade des Kurses, die 762 Meter misst, herausbeschleunigt.

Der letzte Sektor bietet mit einem scharfen Rechtsknick sowie der Schlusskurvenkombination Links-Links-Rechts eine der besseren Überholmöglichkeiten auf der Strecke, ehe es wieder auf die Start/Zielgerade geht. Insgesamt misst der Kurs 4,8 Kilometer und umfasst sechs Links- und acht Rechtskurven. Mit um die 310 km/h Höchstgeschwindigkeit ist Motegi allerdings eine der langsamsten Strecken im Kalender.

Die Statistik

Capirex gewann dreimal in Motegi - Foto: Ducati

Rekordsieger der bisherigen 15 Rennen auf dem Twin Ring sind Loris Capirossi und Jorge Lorenzo. Der Italiener gewann auf Ducati von 2005 bis 2007 dreimal in Folge. Lorenzo trug sich 2009, 2013 und 2014 in die Siegerlisten ein. Auch Dani Pedrosa war in Motegi dreimal siegreich, er stand 2011, 2012 und 2015 ganz oben auf dem Podium. Valentino Rossi (2001 und 2008) und Kenny Roberts jr. (1999 und 2000) konnten zweimal gewinnen, die Siegerliste komplettieren Casey Stoner (2010), Max Biaggi (2003), Alex Barros (2002) und Makoto Tamada, dessen Triumph 2004 der letzte Sieg eines Japaners in einem WM-Rennen der Königsklasse war.

KategorieRekord und Fahrer
Rekordsieger: Loris Capirossi, Jorge Lorenzo & Dani Pedrosa (3)
Rundenrekord: 1:43.790 (Jorge Lorenzo 2015)
Quali-Rekord: 1:43.790 (Jorge Lorenzo 2015)
Top-Speed: 314.3 km/h (Andrea Iannone 2015)

Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter