MotoGP - Bradl sieht sich als Opfer des Verkehrs

Hätte eigene Runde fahren sollen

Stefan Bradl musste im Qualifying zum Indianapolis-Grand-Prix mit Platz zehn eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Er sieht die Schuld beim starken Verkehr.
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Motorsport-Magazin.com - Der Samstag in Indianapolis hatte für Stefan Bradl ideal begonnen. Im dritten Freien Training am Vormittag ließ er die großen Stars hinter sich und fuhr die Trainingsbestzeit ein. Ein Resultat, das ihm Selbstvertrauen für das restliche Wochenende geben sollte, doch im Qualifying folgte umgehend die Ernüchterung. Bradl kam mit fast neun Zehnteln Rückstand auf Polesitter Marc Marquez nur auf den zehnten Startplatz und nimmt das Rennen am Sonntag somit aus Reihe vier in Angriff.

Der Verkehr heute war unglaublich.
Stefan Bradl

Den Grund für das enttäuschende Abschneiden hatte Bradl schnell gefunden. "Der Verkehr heute war unglaublich. Ich hätte einfach meine eigene Runde fahren sollen, aber am Ende ist man immer klüger", ärgerte er sich, wie viele andere Piloten auch, über den starken Verkehr am Indianapolis Motor Speedway.

Der Zahlinger sparte aber auch nicht mit Selbstkritik: "Ich war einfach nicht in der Lage, eine ideale Runde zusammenzubringen. Auch bei meinem schnellsten Versuch sind mir hier und dort ein paar Fehler unterlaufen, weshalb ich jetzt nur auf Startplatz zehn stehe." Für eine Platzierung ganz vorne hätte es aber wohl ohnehin nicht gereicht. "Uns fehlen einfach ein paar Zehntelsekunden, aber wir wissen, dass unsere Pace sicher besser ist als das Ergebnis zeigt. Unsere Pace im vierten Freien Training war ja auch nicht so schlecht. Wie auch immer, es ist jetzt nun einmal so, wie es ist. Wir müssen eben am Sonntag im Rennen unser Bestes geben", will Bradl den Kopf noch nicht in den Sand stecken.

So alleine war Bradl im Qualifying nie auf der Strecke - Foto: Honda

Medium oder Hard?

Der Grand Prix von Indianapolis könnte aufgrund des neuen Streckenbelages, der die Bridgestone-Slicks extrem beansprucht, auch zu einer Reifenschlacht werden. Viele Piloten spielen mit dem Gedanken, auf den härteren Slick am Vorderrad zu setzen, da die weichere Mischung ihrer Meinung nach zu schnell abbaut.

LCR-Honda-Pilot Bradl sieht das etwas anders: "Ich habe den härteren Vorderreifen nicht probiert, weil ich mit dem Medium sehr wohl gefühlt habe. Was den Hinterreifen betrifft, geht meine Tendenz eher in Richtung der harten Mischung. Wir müssen aber abwarten, wie sich die Streckentemperatur am Sonntag entwickelt und wie stark die Sonneneinstrahlung ist. Klarerweise wird sich auch die Strecke selbst noch einmal verbessern. Wir müssen also im Warm Up noch einmal unsere Vermutungen bestätigen.


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