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MotoGP - Hofmann: Marquez kann sich nur selber schlagen

Bradl muss nur kühlen Kopf bewahren

Alex Hofmann sieht nur wenig Chancen, dass der Sieger am Sonntag am Sachsenring nicht Marc Marquez heißt. Wie es dennoch klappen könnte.
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Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez beeindruckte am Sachsenring im Qualifying mit einem weiteren Rundenrekord. In 1:20.937 sicherte sich der Spanier nicht nur die Pole Position, sondern unterbot auch Casey Stoners Bestwert aus dem Jahr 2008 um exakt 0.130 Sekunden. Marquez ist damit der einzige Pilot, der je eine Runde unter 1:21 auf dem Sachsenring drehen konnte.

Kein Wunder, dass SPORT1-Experte und TV-Kommentator Alex Hofmann am Sonntag mit einem Sieg von Marquez rechnet. "Realistisch müssen wir sagen: Marc Marquez zu schlagen wird wieder schwierig. Er kann sich am Sachsenring wohl auch nur selber schlagen", ist der ehemalige MotoGP-Pilot im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com überzeugt.

Nur ein Fehler hilft der Konkurrenz

Für die Konkurrenten sieht er eigentlich nur eine einzige Chance, den neunten Sieg des WM-Leaders in Folge zu verhindern. "Vielleicht macht er doch einmal einen Fehler im Rennen oder vielleicht kann ihn jemand in einen solchen Fehler treiben", so Hofmann.

Irgendwann kommt dieser Fehler von Marquez, aber momentan muss er den Fehler wahrscheinlich selbst begehen.
Alex Hofmann

"Die anderen sollten einfach nicht aufgeben, versuchen dranzubleiben und dann können sie vielleicht etwas bewirken. Irgendwann kommt dieser Fehler von Marquez, aber momentan muss er den Fehler wahrscheinlich selbst begehen, damit die anderen eine Chance haben", macht er sich keine Illusionen. Nicht einmal Dani Pedrosa auf der baugleichen Honda könne im Moment etwas gegen den Seriensieger ausrichten.

Hofmann spricht Bradl Mut zu

Stefan Bradl rät er, am Sonntag einen kühlen Kopf zu bewahren: "Es wäre schön, wenn Stefan das fortsetzen könnte, was er bis jetzt hier gezeigt hat und den Fans und sich selbst ein Podium schenkt. Das wäre nicht nur für seine Zukunft verdammt wichtig, sondern auch schön für alle 230.000 Leute, die hier am Wochenende vorbeischauen."

Abschließend erklärte Hofmann auch noch, warum die meisten Fahrer den Sachsenring nicht wirklich mögen: "Das ist ein sehr langes Rennen. Eines dieser Rennen, bei denen du nach zehn Runden auf die Tafel schaust und denkst 'Jetzt muss das Rennen doch mal vorbei sein' und dann steht da: noch 22 Runden. Du bekommst am Sachsenring nie Ruhe. Ein MotoGP-Bike fährt hier fast nie Vollgas, Du hast permanent Arbeit und somit fühlt es sich extrem anstrengend an, weil du nie durchatmen kannst."


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