MotoGP - Yamaha kämpft um Anschluss an Hondas

Noch viel Arbeit am Motorrad

Will man die Weltmeisterschaft 2014 nicht schon in der ersten Saisonhälfte verlieren, muss man bei Yamaha nun schleunigst in die Gänge kommen.
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Motorsport-Magazin.com - Nach drei Saisonläufen geht das Duell der beiden großen Werksteams von Honda und Yamaha ganz klar an das erstgenannte. 131 zu 63 Punkten, 3 zu 0 Siege und 6 zu 2 Podiumsplatzierungen sprechen eine deutliche Sprache. Der Hauptgrund für den großen Performance-Unterschied zwischen dem Honda-Duo Marquez/Pedrosa und der Yamaha-Fahrerpaarung Lorenzo/Rossi scheint in ihrem fahrbaren Untersatz zu liegen.

Es gibt einige Schwachstellen an unserem Bike, die wir ausmerzen müssen um gegen die Hondas kämpfen zu können.
Valentino Rossi

"Das Motorrad ist nicht schlecht, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns. Es gibt einige Schwachstellen an unserem Bike, die wir ausmerzen müssen um schneller zu werden und gegen die Hondas kämpfen zu können", meint etwa Altmeister Valentino Rossi. Jorge Lorenzo sieht an sich selbst noch Verbesserungsbedarf, doch auch er fordert eine Leistungssteigerung an der Yamaha: "Ich muss meine physische Verfassung noch etwas verbessern, aber auch am Motorrad können wir noch einiges tun." Teamdirektor Massimo Meregalli will angesichts der ernsten Situation vollen Einsatz von allen Beteiligten sehen: "Wir wissen, dass unsere Konkurrenten derzeit auf Topniveau arbeiten, aber wir sind zuversichtlich, dass das bei uns von Freitag an auch der Fall sein wird."

Aufwärtstrend prolongieren

Kaum ein Ort könnte Rossi und Lorenzo für eine Trendumkehr so gelegen kommen wie Jerez. Rossi konnte in Jerez bereits acht Mal gewinnen, davon gleich sechs Mal in der Königsklasse. Sein Ziel für den Europaauftakt der MotoGP ist klar: "Unser Ziel ist es, uns weiter zu steigern und den Sprung auf das Podium zu schaffen." Auch sein Teamkollege erkennt Vorteile für sich und die M1. "Das Rennen wird klarerweise schwer für uns, weil beide Honda-Fahrer schon von Katar weg in sehr guter Form sind. Jerez sollte aber normalerweise ein guter Ort für die Yamaha sein", so Jorge Lorenzo.

Jorge Lorenzo durfte in Jerez schon mehrmals den Sieges-Champagner kosten - Foto: Milagro

Der Weltmeister von 2010 und 2012 stand in den vergangenen vier Jahren in Jerez immer auf dem Podium, zwei Mal sogar ganz oben. Für Meregalli ist daher die Marschrichtung beim Grand Prix von Spanien klar: "Sowohl Vale als auch Jorge sind vertraute Gesichter auf dem Podium von Jerez und wir wollen diese Tradition auch in diesem Jahr fortsetzen."

In Argentinien schaffte Lorenzo zuletzt erstmals in dieser Saison den Sprung auf das Treppchen. Nach dem katastrophalen Saisonstart mit nur sechs Zählern aus den ersten beiden Rennen war der dritte Platz Balsam für die Seele des Mallorquiners. "Das letzte Resultat hat mir so viel Selbstvertrauen gegeben und mich viel stärker gemacht. Es war wirklich toll in Argentinien nach den zwei schweren Rennen zu Beginn auf das Podest zu kommen. Nach meiner ersten Podiumsplatzierung in dieser Saison bin ich noch motivierter, vor den spanischen Fans zu fahren. In Jerez werde ich voll ans Limit gehen um ein weiteres starkes Ergebnis einzufahren", verspricht er seinem Heimpublikum.


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