MotoGP - Pedrosa: Zweitakter beste Schule für junge Fahrer

Du hattest den Motor in der Hand

Dani Pedrosa schwärmt von den alten Zweitaktern und ist überzeugt, dass sie die bessere Schule für junge Fahrer waren.
von

Motorsport-Magazin.com - 2011 war das letzte Jahr der Zweitakter. Als Nico Terol in Valencia 125ccm-Weltmeister wurde, war es das Ende einer Ära. Ab 2012 wurde die Klasse als Moto3 mit 250ccm-Viertaktmotoren ausgerufen. Die 250ccm-Zweitakter hatte es bereits früher erwischt. Sie wurden ab 2010 durch die Moto2-Viertakter mit 600ccm ersetzt. Angefangen hatte der Trend in der Königsklasse: 2002 ersetzen die MotoGP-Viertakter mit 990ccm die giftigen 500ccm-Zweitakter nach und nach. Repsol-Honda-Pilot Dani Pedrosa fuhr sowohl auf Zwei- als auch auf Viertaktern. Für ihn steht fest: "Die Zweitakter waren die beste Schule."

"Man lernte viele Dinge, die einen zu einem besseren Fahrer machten", so Pedrosa gegenüber Cycle World. "Du hattest den Motor in der Hand. Es war ein Kabel, keine Elektronik." Laut dem Spanier waren die Zweitakter viel variabler als die heutigen Viertakter: "Man konnte den Vergaser und das Getriebe verändern. Das Gewicht war anders. Das Gefühl auf dem Bike war anders", der zählt WM-Zweite auf. Die Zweitakter hätten wirklich den Unterschied zwischen den Fahrern gezeigt, meint Pedrosa.

Dani Pedrosa gewann drei WM-Titel auf Zweitaktern - Foto: Honda

Auch wenn sie ziemlich einfach aufgebaut waren, waren die Zweitakter schwierig zu fahren. "Das Limit eines Viertakters ist das Limit", so Pedrosa. "Aber auf den Zweitaktern war das Limit unbekannt - es war wertvoller. Nicht viele Fahrer konnten es erreichen." Der Spanier ist sich der Tatsache bewusst, dass die moderne MotoGP großartig für die Zuschauer ist, da viele Fahrer dem Limit nahekommen. Dennoch seien die Zweitakter lehrreicher gewesen.

"Sie [die Viertakter] sind komplizierte Motorräder", sagte Pedrosa in Austin. "Der neue Fahrstil mit dem tiefen Ellenbogen kommt von diesen Bikes. Ich war glücklich auf einem Zweitakter." Eine Erfahrung, die die jungen Nachwuchsfahrer nicht mehr machen können. "Heute fahren junge Fahrer in der Moto3 und der Moto2 sofort auf Viertaktern, aber das ist nicht das Gleiche", bedauert Pedrosa. "Für mich waren die Zweitakter die beste Schule."


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x