MotoGP - Rossis Crewchief vertraut dem Doktor

Feinfühliger als ein elektronischer Sensor

Silvano Galbusera zeigt sich mit der bisherigen Zusammenarbeit mit Valentino Rossi sehr zufrieden und lobt dessen technisches Verständnis.
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Motorsport-Magazin.com - Als Valentino Rossi am Ende der letzten Saison das Ende der Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Crewchief Jeremy Burgess bekannt gab und Silvano Galbusera als dessen Nachfolger präsentierte, ging ein Raunen durch das Fahrerlager. Ausgerechnet der Superstar der Szene und erfolgreichste Pilot der MotoGP entscheidet sich für einen Mann mit keinerlei Erfahrung in der Königsklasse. Das konnten viele Beobachter nicht verstehen und auch Galbusera war überrascht, als er von Rossi kontaktiert wurde: "Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was er damals in mir gesehen hat. Deshalb war ich auch etwas besorgt."

Doch die Zweifel bei Galbusera wichen schnell und er besann sich auf sein Wissen, das trotz mangelnder MotoGP-Erfahrung ein umfangreiches ist. "Ich habe zuvor schon zwölf Jahre bei Yamaha neben der MotoGP-Abteilung gearbeitet und wusste dadurch schon ein paar Dinge über das Bike. Außerdem habe ich schon viel Erfahrung in dem Job und weiß, was die Fahrer wollen. Deshalb war es für mich hauptsächlich wichtig konzentriert zu bleiben und gut mit dem Team zusammenzuarbeiten", erklärt er.

Glauben und Vertrauen

Valentino ist ein kluger Pilot und macht nichts zufällig.
Silvano Galbusera

Den Einstieg in die Königsklasse hab Galbusera auch Rossi selbst erleichtert, der über ein außergewöhnliches technisches Verständnis verfüge, so der 58-Jährige: "Valentino ist ein kluger Pilot und macht nichts zufällig. Er versteht sehr gut was das Motorrad macht. Sein Gefühl wird immer von den Daten bestätigt und das ist etwas, das nicht viele Fahrer können. Auch wenn er voll pusht schafft er es immer, einen Teil seiner Konzentration abzuzweigen um das Verhalten des Bikes zu analysieren."

Auf diese Analysen legt Galbusera sehr viel Wert. "Ich vertraue auf das war er sagt und glaube ihm. Valentinos Kommentare sind für mich das Allerwichtigste, denn die Daten sagen oft nicht alles aus. Ein Fahrer kann feinfühliger sein als ein elektronischer Sensor", meinte er gegenüber GPone. Der Italiener möchte seinem Landsmann mit der Nummer 46 noch einmal eine Rückkehr an die Weltspitze ermöglichen: "Mein Ziel ist es, ihm ein Motorrad zu geben mit dem er gegen die Spitzenpiloten kämpfen kann. Ich bin mir sicher, dass er dann das Maximum herausholen wird."


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