MotoGP - Suzuki kämpft sich zurück

Großer Aufholbedarf

Nach drei Jahre Pause kehrt Suzuki 2014 in die MotoGP zurück. Ein Comeback, das alles andere als einfach erscheint.
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Motorsport-Magazin.com - Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Zuletzt schaffte ein Suzuki-Pilot im Jahr 2008 den Sprung auf das Podium der ersten Drei, damals war es Loris Capirossi, der beim tschechischen Grand Prix in Brünn den dritten Platz belegte. Für den letzten Sieg muss man noch ein Jahr weiter in den Geschichtsbüchern zurückblättern. Chris Vermeulen feierte mit seinem Triumph im Regen von Le Mans 2007 nicht nur seinen einzigen Karriereerfolg, sondern fuhr gleichzeitig den einzigen Grand-Prix-Sieg für Suzuki in den letzten zwölf MotoGP-Saisons ein. Zuletzt konnte man sich im Jahr 2000 mit Kenny Roberts junior den Weltmeistertitel sichern. Leistungen, die in Verbindung mit der Weltwirtschaftskrise 2011 zum Ausstieg der japanischen Traditionsmarke führten.

Ich bin nicht der Boss von Suzuki, aber wenn sie schon bis 2015 warten, müssen sie vorher ein paar Rennen fahren.
Randy de Puniet

Doch nun will man 2015 den Sprung zurück in die Königsklasse des Motorradsports wagen. Ein Jahr später als ursprünglich geplant, doch dafür soll man dann umso konkurrenzfähiger sein. Ein Vorsatz, der nicht einfach zu verwirklichen scheint, wenn man auf die letzten Jahre seit dem Ausstieg Suzukis blickt. Die Konkurrenz, vor allem Honda und Yamaha, hat sich beträchtlich weiterentwickelt. Die Maschinen haben in puncto Leistung und Fahrbarkeit ein neues Niveau erreicht, von den unglaublich talentierten Piloten wie Marc Marquez oder Jorge Lorenzo, die sie bewegen, einmal ganz abgesehen.

Um eine Ahnung vom Rückstand auf die Spitze im Rennbetrieb zu bekommen, wären für Suzuki ein oder mehrere Wildcard-Einsätze in der kommenden Saison sinnvoll. Die Führungsetage sträubte sich aber bisher dagegen, auch wenn Testpilot Randy de Puniet mehrfach auf die Wichtigkeit des direkten Vergleichs hinwies: "Ich habe den Leuten bei Suzuki erklärt, dass man in Rennen viel mehr lernt als beim Testen. Ich bin nicht der Boss von Suzuki, aber wenn sie schon bis 2015 warten, müssen sie vorher ein paar Rennen fahren, denn das ist etwas völlig anderes als Testfahrten."

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