MotoGP - Rückblick: Team Aspar

Die Besten in der zweiten Klasse

Das Aspar-Team rüstete für 2012 von Ducati auf CRT um. Das war zwar kein Schritt nach vorne, brachte aber immerhin auch in der Königsklasse Erfolg.
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Motorsport-Magazin.com - Der Anspruch des Team Aspar ist es, in jeder Klasse zu den Besten zu gehören. Zahlreiche Titel in den kleineren WM-Kategorien sind der klare Beweis dafür. Nur in der MotoGP musste man als Ducati-Kunde immer relativ kleine Brötchen backen. Deswegen und auch aus rein finanziellen Gründen sattelte der Rennstall aus Valencia für 2012 um. Man trat als Claiming Rule Team mit zwei Fahrern an und setzte Aprilias ein.

Aleix Espargaro hat seinen Bruder Pol stolz gemacht - Foto: Milagro

Und damit konnte Aspar zumindest in der zweiten Klasse der MotoGP wieder einmal den Ton angeben. Aleix Espargaro und Randy de Puniet waren die beinahe unangefochtenen Könige - nur nach dem ersten Saisonrennen lagen sie nicht an der CRT-Spitze, da sich dort Colin Edwards den besten Platz auf einem Halb-Prototypen gesichert hatte. Danach war es ein Duell Spanien gegen Frankreich, das munter hin und her ging. Hatte zu Saisonbeginn Espargaro dank konstanterer Leistungen die Nase vorne, konnte De Puniet das Blatt zur Saisonmitte wenden, da er starke Ergebnisse einfuhr.

Vickers litt mit

Letztendlich lief alles auf einen Showdown der Teamkollegen zum Ende der Saison hinaus. Dass der dann nicht besonders spannend wurde, dafür sorgte De Puniet. Der Franzose stürzte wieder einmal zu oft, was seiner Verlobten Lauren Vickers regelmäßig die Sorgenfalten auf die Stirn trieb und Espargaro die Arbeit um einiges erleichterte. Zwar kam der Spanier nur mit elf Punkten Vorsprung zum Saisonfinale in Valencia, allerdings war bis dahin keinem CRT-Fahrer ein fünfter Platz gelungen, der den Vorteil hätte verschwinden lassen können.

Aleix kann mit seiner Leistung absolut zufrieden sein. Er fuhr eine unglaubliche Saison
Pol Espargaro

Ausgerechnet in Valencia hätten die schwierigen Bedingungen aber noch einmal alle Möglichkeiten geboten. Mit Michele Pirro wurde dort ein CRT-Pilot Fünfter, De Puniet konnte die Gelegenheit aber nicht nutzen. Zusammen mit Espargaro feierte dann das gesamte Team, denn man hatte gemeinsam nun auch in der höchsten Kategorie einen Titel eingefahren - auch wenn die Krone als bester CRT-Fahrer nicht allzu prestigeträchtig sein dürfte.

Stolze Familie

Lob bekam Espargaro für seinen Triumph dennoch, nicht zuletzt von seinem Bruder Pol Espargaro. Der sagte Motorsport-Magazin.com: "Aleix kann mit seiner Leistung absolut zufrieden sein. Er fuhr eine unglaubliche Saison. Es ist nicht immer einfach, ein neues Bike zu bekommen und es mit zu entwickeln. Das ist dem Team und ihm aber toll gelungen. Außerdem hat er sich im teaminternen Duell gegen Randy de Puniet durchgesetzt - das war keine einfache Herausforderung."


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