MotoGP - Ellison trauert Platz in der MotoGP nach

Hatte zumindest mit zwei Jahren gerechnet

James Ellison war überzeugt, noch ein Jahr in der MotoGP fahren zu dürfen. Nach der Absage von Paul Bird Motorsport sucht er nun verzweifelt nach Alternativen.
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Motorsport-Magazin.com - Der Brite James Ellison ist traurig, dass seine Arbeit in der MotoGP nach nur einer Saison wieder vorbei ist. Er war davon ausgegangen, zumindest zwei Saisonen für das CR-Team Paul Bird Motorsport (PBM) starten zu dürfen, doch sein Vertrag wurde nicht verlängert. Ellison war bereits von 2004 bis 2006 in der Königsklasse gefahren und hatte alles getan, um wieder zurückkommen zu können. "Das ist echt ein Schlag in die Magengrube und frustrierend, denn ich habe die letzten Jahre viele Opfer gebracht, damit ich in die Weltmeisterschaft komme, weil ich weiß, ich kann dort gut abschneiden", sagte er.

Ich hatte viel auf mich genommen und ich wollte das mindestens zwei Jahre machen
Jame Ellison

Seine besten Ergebnisse diese Saison waren neunte Plätze in Sepang und Valencia, früher im Jahr gab es aber Gerüchte, dass er wegen schlechter Ergebnisse vorzeitig abgelöst werden könnte. Zu Saisonbeginn hatte er noch optimistisch geklungen, da durch die CRTs und den Einsatz von Paul Bird die perfekte Kombination geschaffen schien. "Als wir das besprachen, sah es so aus, als wäre es langfristig, denn ich wollte nicht nur ein Jahr mitmachen, wenn meine Reputation auf dem Spiel steht. Ich hatte viel auf mich genommen und ich wollte das mindestens zwei Jahre machen", erklärte Ellison MCN.

Eine Frage der Leistung

Da Bird einen Vertrag mit Serienveranstalter Dorna für drei Jahre unterzeichnet hatte und später noch einen jungen Fahrer zusätzlich einsetzen wollte, ging Ellison auch davon aus, noch ein weiteres Jahr fahren zu dürfen. Nach seiner Ansicht waren seine Ergebnisse nicht so schlecht. "Wie jeder im ersten Jahr hatten wir Höhen und Tiefen, aber ich denke, es war genug, um bleiben zu dürfen. Aus welchem Grund auch immer will Paul einen anderen Fahrer." Nun will Ellison einen Platz in der britischen Superbike-Meisterschaft ergattern, wo es Interesse gibt. Allerdings müsste vieles zusammenpassen, damit etwas zustande kommt.

Ich sagte ihm schon vor ein paar Wochen, dass er nicht Teil unserer Pläne sein würde
Paul Bird

Sein Problem ist, er hatte lange geglaubt, weiter in der MotoGP bleiben zu können, weswegen er sich nicht anderweitig umsah. Bird meinte dazu, dass er schon nach dem Rennen in Misano im September Druck von der Dorna hatte, Ellison gegen einen schnelleren Fahrer auszutauschen. Bis Ende der Saison hielt er aber an ihm fest. "Er zeigte zu wenig, so einfach ist das. Ich musste mich das ganze Jahr auf seine Seite stellen, damit er bleiben kann. Er fuhr ganz OK und wir wussten, es würde ein hartes Jahr für ihn werden. Aber ich sagte ihm schon vor ein paar Wochen, dass er nicht Teil unserer Pläne sein würde. Ich war fair zu ihm und er hätte damals beginnen sollen, nach einem neuen Job zu suchen."

Die potentiellen Fahrer

Im kommenden Jahr möchte PBM mit zwei Fahrern in der MotoGP an den Start gehen, als Motorräder sollen eine Aprilia ART und eine Maschine mit einem von GPMS in Großbritannien entwickelten Chassis eingesetzt werden. Bereits vorige Woche hätte Yonny Hernandez als erster Pilot bekanntgegeben werden sollen, doch eine Bestätigung dazu blieb aus. Shane Byrne ist ein weiterer Kandidat, doch er zögert noch, ob er in die MotoGP kommen oder in der britischen Superbike-Meisterschaft bleiben soll. Für Byrne war nach Saisonende ein Test in Valencia vorgesehen, wegen des schlechten Wetters fuhr er aber nicht.


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