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MotoGP - Interview - Andrea Dovizioso

Ducati ist momentan nicht wichtig

Andrea Dovizioso unterhielt sich mit Motorsport-Magazin.com über die aktuelle Saison und seine Erwartungen für 2013.
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Motorsport-Magazin.com - Was würdest du gern auf dem Motorrad verbessern?
Andrea Dovizioso: Ich habe während dieser Saison versucht, mein Gefühl am Kurveneingang zu verbessern, die Bremse früher loszulassen, aber das ist wirklich schwierig. So wie Lorenzo fährt, ist die Richtung, in die ich mich verbessern muss, aber das ist nicht leicht, denn um diesen Weg einzuschlagen, muss ich meinen Stil ein bisschen verbessern. Es ist also nicht leicht und ich bin an diesem Punkt nicht wirklich stark.

Zu Beginn der Saison sind die Satelliten-Bikes meist genauso gut wie die Werks-Yamaha. Was ändert sich im Laufe eines Jahres?
Andrea Dovizioso: Den genauen Unterschied vom Werksbike kenne ich nicht. Es war von Anfang an etwas anders, der Unterschied war aber vielleicht am Beginn schon sehr klein. Während der Saison kann der Unterschied größer oder kleiner werden. Im Werk arbeiten sie an jedem Wochenende und bei jedem Test. Manchmal bekommen sie neue, bessere Teile, die wir nach ein paar Wochen aber auch ab und an erhalten. Es kann sich während der Saison also ändern, aber ich denke nicht, dass der Unterschied allzu groß ist.

Ich könnte mir natürlich auch jetzt schon viele Gedanken darüber machen, wie sich das Motorrad fahren wird, aber das ist momentan nicht wichtig
Andrea Dovizioso

Freust du dich schon auf den ersten Ducati-Test nach dem letzten Rennen in Valencia?
Andrea Dovizioso: Natürlich denke ich darüber nach. Ich weiß, dass ich mein zukünftiges Bike nach dem Rennen in Valencia testen werde. Ich bin sehr gespannt darauf, es zu fahren, denn bevor man es nicht getestet hat, kann man die guten und schlechten Seiten noch nicht einschätzen. Ich könnte mir natürlich auch jetzt schon viele Gedanken darüber machen, wie sich das Motorrad fahren wird, aber das ist momentan nicht wichtig.

Wird es für dich leichter, in einem italienischen Team unterzukommen?
Andrea Dovizioso: Nein, weil die Beziehungen hier bei Tech 3 untereinander sind wirklich sehr gut und dabei spielt es keine Rolle ob sie Italiener, Franzosen oder Engländer sind. Es wird wichtig, eine gute Leidenschaft für die Arbeit aufzubringen, die Nationalität spielt dabei keine Rolle.

Machst du dir Sorgen um die Leitung der Ducati?
Andrea Dovizioso: Sicherlich sehen die Ergebnisse von Ducati und den Fahrern in den letzten Jahren nicht gut aus. Ich könnte mir ein paar Sorgen machen, aber ich muss die wahre Situation erst einmal selbst einschätzen.

Schielst du in einem Training trotzdem ab und an schon mal auf die roten Bikes?
Andrea Dovizioso: Wenn man den Ducati-Fahrern auf der Strecke begegnet, versucht man sicherlich schon einmal, zu verstehen, was sie auf dem Bike machen. Ich habe in der Vergangenheit aber bereits den Fehler mit Yamaha gemacht und es hat nicht funktioniert. Man versteht es erst, wenn man auf dem Motorrad sitzt.


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