Moto2 - Deutsche und Schweizer überzeugen

Cortese als Bester auf Rang drei

Zwei Deutsche und zwei Schweizer mischten in den beiden Trainings in Katar ganz vorne mit. Andere hingegen hatten Probleme.
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Motorsport-Magazin.com - In der Moto2 könnte 2014 Deutsch zur Leitsprache werden, denn im Tagesklassement des Trainings-Donnerstags landeten nicht weniger als zwei Deutsche und zwei Schweizer in den Top-10: Sandro Cortese (3.), Dominique Aegerter (5.), Tom Lüthi (6.) und Jonas Folger (9.).

Es wäre zum Schluss sogar noch etwas mehr möglich gewesen, aber da hing ich im Verkehr fest.
Sandro Cortese

"Ich war etwas erstaunt, dass die Zeiten so schnell waren und wir sind nicht ganz mit dem Setup hinterhergekommen. Es wäre zum Schluss sogar noch etwas mehr möglich gewesen, aber da hing ich im Verkehr fest. Aber ich denke, wir können sehr, sehr zufrieden sein", lautete das Fazit von Cortese, dem auf die Tagesbestzeit von Takaaki Nakagami 0.147 Sekunden fehlten.

Rechtzeitig in Form zeigte sich Aegerter. "Vor einer Woche war ich bei den Tests noch fünf Zehntel hinter den Schnellsten, jetzt sind es nur noch etwas mehr als drei Zehntelsekunden", freute sich der Schweizer, der auf den Renneinsatz brennt. "Körperlich fühle ich mich fit, die Schulter schmerzt nicht mehr, auch wenn es mir in der linken Körperhälfte noch etwas an Beweglichkeit fehlt. Beim Bremsen und in den Kurven habe ich sicher kein Handicap, auf den Geraden hingegen schon."

Kleine Probleme bei Lüthi und Folger

Lüthi bemängelte kleinere Schwierigkeiten: "Heute waren kleine Probleme da, mit dem Reifengrip und dem Einlenkverhalten. Das Vorderrad bleibt nicht auf der Linie und trägt mich in den Kurven nach außen, ein Punkt, an dem wir noch arbeiten." Zufrieden war der ehemalige 125cc-Weltmeister dennoch: "Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden mit dem sechsten Platz – vor allem, weil der Rückstand zur Spitze au dieser langen Strecke nur 0,38 Sekunden beträgt. Es ist alles okay."

Während der zweiten Session war ich schneller als in der ersten, aber ich fühlte mich plötzlich müde.
Randy Krummenacher

Nach seiner neuntschnellsten Tageszeit zeigte sich Jonas Folger wie auch Lüthi sehr zufrieden, fand jedoch ebenso Ansatzpunkte zur Verbesserung: "Das erste Rennwochenende hat nahezu perfekt begonnen. Während dem ersten Training hat alles wunderbar funktioniert und ich bin auf Anhieb auf starke Rundenzeiten gekommen. Das hat natürlich Appetit auf mehr gemacht." Leider war ihm ein rundum perfekter Tag jedoch nicht vergönnt.

"Zu Beginn von FP2 hat ein fehlerhafter Hinterreifen leider viel Zeit gekostet. Deshalb konnte ich erst spät auf die Piste gehen und ich merkte gleich, dass sich zusätzlich ein paar Probleme eingeschlichen hatten", verrät Folger. "Es war viel Chattering vorhanden und ich bin wild herumgerutscht. Um die Ursachen genau zu erforschen und aus der Welt zu schaffen war nicht genügend Zeit vorhanden. Es war nicht möglich mein Gefühl für das Motorrad zu verbessern." Für das dritte Freie Training zeigt er sich jedoch optimistisch und hofft auf weitere Verbesserungen vor dem ernsten Teil des Wochenendes.

Schweizer Duo und Schrötter mit größeren Schwierigkeiten

Im Gegensatz zu Lüthi lief es für zwei weitere Schweizer hingegen noch nicht nach Plan. Randy Krummenacher (28.) und Mulhauser (33.) landeten nur im hinteren Viertel des Klassements. "Während der zweiten Session war ich schneller als in der ersten, aber ich fühlte mich plötzlich müde und konnte mich nicht so stark verbessern wie erhofft. Wir haben uns auch dafür entschieden, keinen zweiten Satz weicher Reifen mehr anzufahren", erklärte Krummenacher, der für den Freitag eine Verbesserung erwartet. "Mein Gefühl sagt mir, dass ich an diesem Wochenende einen wesentlichen Schritt machen kann. Am Freitag haben wir nur ein Training, was mir bestimmt entgegenkommt. Ich werde versuchen mich so gut wie möglich auszuruhen und ich bin mir sicher, dass dann morgen mit frischen Reifen einiges drinnen ist."

Der Sturz war harmlos, aber es ist eben wertvolle Zeit verloren gegangen. Danach ging die Katastrophe mit dem Chattering quasi quasi weiter
Marcel Schrötter

Rookie Mulhauser meinte: "Für mich ist es in erster Linie eine Entdeckungsreise: neue Strecke, neue Bedingungen, und ich bin noch nie unter Flutlicht gefahren. Ich bin mit meinen Fortschritten zwischen dem ersten und zweiten Training zufrieden. Und ich weiß, dass ich noch mindestens eine Sekunde Reserve habe."

Marcel Schrötter war mit seinem durchwachsenen Auftakt nicht zufrieden. "Kein guter Start. Große Probleme! Ich hoffe morgen auf einen besseren Tag", twitterte der Bayer. So hatte Schrötter neben einem folgenfreien Sturz zudem mit 'mysteriösen' Vibrationen an seiner Mistral 610 zu kämpfen, deren Ursache er im Verlauf des Tages mit seiner Crew nicht ausfindig machen konnte. "Der erste Trainingstag hat gleich mit einem dummen Fehler begonnen, als mir bereits in der zweiten Runde über eine Bodenwelle das Vorderrad eingeklappt ist. Der Sturz war harmlos, aber es ist eben wertvolle Zeit verloren gegangen. Danach ging die Katastrophe mit dem Chattering quasi quasi weiter", zeigt er sich frustriert.

Auch in der zweiten Session wurde es jedoch nicht besser - ganz im Gegenteil: Nach einer aufgrund von Modifikationsarbeiten mehr oder weniger komplett verlorenen Trainingseinheit läuft Schrötter am Auftakt-Wochenende rapide die Zeit davon. "Das zweite Training war im Großen und Ganzen für die Katz. Ich bin ständig rein- und rausgefahren, ohne eine sinnvolle Reihe von Runden am Stück zusammenzubringen. Erst in der Schlussphase bin ich trotz der Schwierigkeiten draußen geblieben und habe versucht auf anständige Rundenzeiten zu kommen."


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