Formel 1 - Ex-Toyota-Leute beschuldigen Howett

Die falschen Leute

Nach dem Ausstieg von Toyota bezieht John Howett Prügel ehemaliger Toyota-Mitarbeiter. Er sei der falsche Mann für den Job gewesen.

Motorsport-Magazin.com - Toyota und die Formel 1 gehen getrennte Wege. Während die rund 650 Mitarbeiter in der Fabrik in Köln-Marsdorf um ihre Zukunft bangen, meldeten sich einige ehemalige Toyota-Teammitglieder zu Wort. Für Norbert Kreyer und Richard Cregan ist klar, dass man auf die falschen Führungskräfte gesetzt hat.

"Es gibt einen Weg wie man Motorsport auf diesem Level betreiben sollte", sagte der ehemalige Teammanager Cregan dem Guardian. "Wenn man diesen ignoriert, macht man das auf die eigene Verantwortung." Das Team habe nicht früh genug bemerkt, dass man auf dem Holzweg war. "Für Außenstehende, die wissen wie das Business läuft, war das jedoch abzusehen."

Der ehemalige Entwicklungschef Kreyer, der Ende 2004 entlassen wurde, geht sogar noch weiter: "Die Japaner haben den falschen Leuten vertraut", sagte er und fügte mit Blick auf Teampräsident John Howett hinzu: "Warum gaben den Job einem Bürokraten, der nichts von Motorsport verstanden hat?"




7 Leser-Kommentare

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am 09. November 2009 um 17:21 Uhr
Panic: @1gk
Genau meine Meinung.Ohne den Sekundenschlaf einiger Fahrer wäre Kubica gar nicht als WM Kandidat zu zählen gewesen.Der BMW war ja manchmal nur für achte Plätze gut.Das reicht niemals um Weltmeister zu werden.Vor allem nicht wenn man zusätlich die letzten Rennen nicht mehr vor´m Teamkollegen ins Ziel kommt.Toyota vermisse ich jedenfalls nicht.Sie sind das VW Japans und vermitteln zumindest in der F1 keine Emotionen.Zu denen passt vllt besser RallyWM.
am 09. November 2009 um 15:22 Uhr
1gk: Theissen mit Howett zu vergleichen...
empfinde ich als eine Beleidigung. Einzig die falsche Einschätzung der KERS-Angelegenheit kann ich ihm ankreiden. Und wenn Ihr Euch (oder Theissen sich)auf den Kopf gestellt hättet, Kubica wäre 2008 nicht WM geworden, dafür war die Pace von BMW über die Saison zu weit weg.
am 09. November 2009 um 13:39 Uhr
Formulaone:
Tja, Howett hat sich dieses Jahr ständig lächerlich gemacht. Die Personalpolitik von Toyota war absolut katastrophal. 2007 hat ein gewisser Ralf Schumacher als Toyota-Fahrer den Wunsch geäussert, dass man Ross Brawn als Teamchef verpflichten soll. Leider hat man nicht au ihn gehört und nun die Quittung dafür bekommen. Was meine Vorredner da zu BMW sagen, sehe ich etwas anders. 2008 hätte man den Titel eh nicht holen können, da McLaren und Ferrari einfach schneller waren. Und Kubica hat zuletzt auch nachgelassen und Fehler gemacht. Und er glaubt, dass der Einsatz von KERS eine Entscheidung von Theissen persönlich gewesen ist, der hat keine Ahnung. Soetwas wird bei einem Konzern wie BMW woanders entschieden. Im Vorstand, denn soetwas kostet sehr viel Geld und KERSs sollte eigentlich eine zukunftsweisende Technologie werden. Theissen hat lediglich den gewünschten Kurs seiner Bosse umgesetzt. Das Problem beim BMW-KERS war, dass man den falschen Lieferanten bei den Batterien hatte. Der Lieferant von Mercedes hat einfach bessere Batterien geliefert, weniger Gewicht usw. Ich behaupte, dass Toyota mit seinen finanziellen Mittel und einem Mario Theissen als Boss wesentlich erfolgreicher gewesen wäre. Denn Howett hatte von der Formel 1 soviel Ahnung wie Angela Merkel von Erotik.
am 09. November 2009 um 12:42 Uhr
thomaster: @ Zoyd
Finde deinen Kommentar auch sehr passend! @ Panic: Das Auto war sehr wohl in der ersten Hälfte gleichauf mit Ferrari und McLaren. Als der erste Sieg eingefahren war, hat man seine Aufgaben für 2008 vollständig erfüllt und die Entwicklung für das Jahr auf das Minimum heruntergefahren. Dies hat sich in den letzten Rennen sehr deutlich gezeigt. Kubica musste in der zweiten Saisonhälfte mit stumpfen Waffen kämpfen. Da sage ich nur: Mit Brawn als Teamchef wäre das nicht passiert.
am 09. November 2009 um 12:27 Uhr
Panic: Theissen nicht Howett
Also ehrlich,Kubica hatte letztes Jahr keine richtige Chance auf den Titel.Das Auto war halt ne halbe Sekunde zu langsam,trotz Zufallssieg.Das man sich mit Kers verzettelt hat kann passieren.Hätte es geklappt würde niemand meckern.Bei Toyota sieht das schon anders aus.Im Gegensatz zu BMW war nie ne Steigerung zu erkennen und wenn doch wussten weder Fahrer noch Techniker warum das Auto auf einmal schnell ist.Howett ist halt kein F1 Teamchef.Wie konnte Toyota bloß auf einen "richtigen" Teamchef verzichten???Selber schuld!
am 09. November 2009 um 11:43 Uhr
Rig: @Zoyd:
Deinen Kommentar bezüglich BMW und Dr. Theissen finde ich sehr treffend und kann dem nur zustimmen.
am 09. November 2009 um 10:10 Uhr
Zoyd: Na, warum wohl
Man gibt einen solchen Job einem Bürokraten, weil das in der Logik eines Autokonzerns liegt. So auch bei BMW: Hier leitet ein Ingenieur ein Team, der gar nicht merkt, dass man die einmalige Chance hat, Weltmeister zu werden, weil das noch gar nicht auf seinem Aufgabenblatt steht. Wäre ein MAnn wie Berger, Lauda, etc. am Ruder gewesen, hätten die 2008 alles in Bewegung gesetzt, um Kubica zum Weltmeister zu machen. Aber Theissen musste ja mal KERS ausprobieren. Die einzige Firma, die's vernünftig gemacht hat, war Mercedes: Einkauf in ein bestehendes Team inklusive der Entscheidungsstrukturen und das Motorsportprogramm wird von einem PR Mann gemacht.

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