Formel 1 - Mercedes-Hilfe für Honda? Wolff dementiert nicht

Force-India-Teamchef: Würde uns nicht gefallen

Honda kriselt immer stärker. Ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Hilft Mercedes den Japanern aus der Patsche? Toto Wolff verzichtet auf ein Dementi.
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Motorsport-Magazin.com - Wie geht es weiter bei Honda? Nach einem bislang absolut verkorksten Jahr mit reihenweise Motorschäden gibt es immer häufiger Gerüchte, McLaren hätte die Nase voll und könnte eine Trennung vollziehen. Eine Rückkehr zu Mercedes steht im Raum. Über den Gerüchte-Status ist dieses Szenario aber bislang nicht hinausgekommen.

Eine weitere Variante, die sich in den letzten Wochen bei Radio Fahrerlager etabliert hat, sieht mögliche Hilfestellungen seitens Mercedes für die angeschlagenen Japaner. Auf den ersten Blick wäre dies natürlich wenig nachvollziehbar. Warum sollte Mercedes einem Konkurrenten helfen? Hat man plötzlich die Solidarität gefunden, um möglichst viele Gegner zu haben? Natürlich strebt Mercedes nach maximalem Erfolg, aber auch nach einer attraktiven Plattform.

Honda ist wichtig für die Formel 1.
Toto Wolff

Honda als Automobilhersteller von - eigentlich - Weltruf trägt dazu bei. Das stellte auch Toto Wolff klar. "Honda ist wichtig für die Formel 1. Es ist ein massives und sehr erfolgreiches Unternehmen und ich habe keinen Zweifel, dass sie bald dort sein werden, wo sie sich selbst erwarten." Trägt Mercedes zu diesem Weg bei? Wolff wurde genau das auf der Pressekonferenz gefragt. Seine Antwort: "Das möchte ich derzeit nicht kommentieren." Das ist alles andere als ein Dementi!

McLaren-Boss Zak Brown, Leidtragender der Honda-Misere, fordert von den Japanern ohnehin einen Kurswechsel. "Es ist essentiell, dass Honda die Vorgehensweise ändert, um mehr Power und Zuverlässigkeit zu generieren, und ich bin sicher, dass sie hart daran arbeiten", so Brown. Gehört dazu auch Hilfe aus Brixworth? "Alles, was etwas mit Honda zu tun hat und was sie unternehmen wollen, lassen wir Honda kommentieren."

Force India wäre nicht erfreut über Mercedes-Hilfen für Honda - Foto: Sutton

Force India not amused

Nun wird es wohl kaum offiziell kommuniziert werden, sollte es tatsächlich zu derartigen Hilfestellungen kommen, schließlich hat Honda kein Interesse, eigenes Versagen und - noch schlimmer - die Unfähigkeit der Korrektur einzugestehen. Auf Gegenliebe bei den eigenen Kunden dürfte Mercedes aber wohl nicht hoffen, wenngleich sie sich kaum wehren können.

Robert Fernley, stellvertretender Teamchef von Force India, würde die Stärke auf Motorenseite nur ungerne teilen. "Als Team, das für die Motoren nicht nur bezahlt, sondern auch zur Entwicklung beigetragen hat, wäre ich schon etwas verstimmt, wenn diese Technologie mit einem unserer Konkurrenten geteilt werden würde", stellte Fernley seine Sicht der Dinge klar. Oder auch mit zweien? Denn kommende Saison fährt bekanntlich Sauber mit Honda-Motoren.


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