Formel 1 - Dritter Fahrer: Mercedes weitet Juniorprogramm aus

George Russell folgt Wehrlein und Ocon

Mercedes weitet sein Juniorprogramm aus: Nach Pascal Wehrlein und Esteban Ocon wird nun auch George Russell gefördert.
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Motorsport-Magazin.com - Der 18-jährige Brite George Russell wird ab sofort der dritte Fahrer im Mercedes Junior-Programm. Das Team verkündete am Donnerstag, dass der Drittplatzierte der abgelaufenen Formel-3-Saison das Team um Pascal Wehrlein und Esteban Ocon erweitern wird.

"George hat in den Nachwuchsklassen beeindruckende Leistungen abgeliefert. Deshalb haben wir schon seit einer Weile ein Auge auf ihn geworfen", sagte Toto Wolff in der Pressemitteilung. "Es ist noch früh in seiner Karriere, aber wir sehen großes Potential in ihm."

Geroge Russell wird 2017 GP3 fahren - Foto: Mercedes

2017 startet Russell für ART Grand Prix in der GP3. Damit hat Mercedes in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. "Die GP3 wird für ihn eine gute Bewährungsprobe für die Zukunft darstellt. Wir haben schon bei Esteban erlebt, wie effektiv diese Serie in der Ausbildung sein kann. Zudem ist es die Meisterschaft, die Valtteri in die Formel 1 katapultiert hat. Entsprechend werden wir die Fortschritte von George mit großem Interesse verfolgen", verspricht Wolff.

Die Erweiterung des Junior-Programms kommt zu einem etwas ungünstigen Zeitpunkt. Weil Mercedes in dieser Saison lieber Valtteri Bottas in das vakante Silberpfeil-Cockpit setzt, als die Formel-1-erfahrenen Junioren Wehrlein oder Ocon zu befördern, kommen vermehrt kritische Stimmen auf.

Vor allem Red Bull Motorsportberater Dr. Helmut Marko, der den 17-jährigen Max Verstappen in die Formel 1 brachte und 2016 ins A-Team von Red Bull beförderte, kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. "Bei uns wäre das anders gewesen! Bei uns wäre ein Junior zum Zug gekommen", sagte Marko zu Motorsport-Magazin.com.

Russell schon im Formel-1-Simulator

Russell tauscht derzeit GP3-Auto gegen Formel-1-Simulator - Foto: Mercedes

Aktuell sitzt Russell schon in Brackley und dreht seine Runden im Formel-1-Simulator. Bis er zum ersten Mal tatsächlich im Formel-1-Boliden platznehmen darf, wird noch etwas Zeit vergehen. "Mir ist klar, dass mir diese Leute helfen können, um mich als Rennfahrer und Person weiterzuentwickeln. Natürlich liegt mein Hauptaugenmerk darauf, in der kommenden GP3-Saison meine Aufgaben zu erledigen", weiß auch Russel selbst. "Darauf bin ich voll konzentriert. Aber es ist eine riesige Motivation, diese Gelegenheit zu erhalten. Ich freue mich auf die anstehenden Herausforderungen. Dieses Jahr sollte sehr spannend werden."

George Russell wurde am 15. Februar 1998 in King's Lynn, Norfolk in Großbritannien geboren. 2014 feierte er den Meistertitel in der britischen Formel 4, 2015 wechselte er in die Formel 3 Europameisterschaft. Sein Debüt-Jahr beendete er auf Rang sechs, in seiner zweiten Saison wurde er hinter Lance Stroll und Maximilian Günther auf Platz drei.


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