Formel 1 - Rosberg: Bottas ist etwas mehr die sichere Karte

Kein Rat von Ex-Mercedes-Motorsportchef Haug

Nico Rosberg glaubt, dass Valtteri Bottas für Mercedes ein geringeres Risiko bedeuten würde als Youngster Pascal Wehrlein.
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Motorsport-Magazin.com - Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg wurde am Samstagabend in München auf der ADAC SportGala als ADAC Motorsportler des Jahres 2016 ausgezeichnet. Rosberg stellte sich für zahlreiche Fotos mit anderen Rennfahrern wie Mick Schumacher, Maximilian Günther und Sophia Flörsch zur Verfügung und stand zudem Rede und Antwort.

Nico Rosberg posierte mit WM-Pokal und Mick Schumacher - Foto: ADAC Motorsport

Ein Thema durfte dabei nicht fehlen: Sein Nachfolger im Mercedes-Cockpit. Nach Rosbergs überraschendem Rücktritt wollte Mercedes schnell einen Ersatz benennen. Vor wenigen Tagen teilte das Team allerdings mit, dass es erst im neuen Jahr eine Bekanntgabe geben wird. Derzeit sieht es nach einem Duell zwischen Mercedes-Junior Pascal Wehrlein und Williams-Pilot Valtteri Bottas aus.

Rosberg will sich in die Suche nach seinem Nachfolger nicht einmischen und nannte daher keinen konkreten Wunschkandidaten, sondern vielmehr ein Profil. "Ich wünsche mir, dass er einen wirklich guten Job macht und hoffe, dass sie einen guten und kompetenten Fahrer finden und da sind jetzt grade ja ein paar Gute auf der Liste", sagte er auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com.

Bei Bottas weiß man ein bisschen mehr, was man hat.
Nico Rosberg

Rosberg sieht im Duell Wehrlein gegen Bottas den Finnen vorne, da Mercedes mit ihm auf Nummer sicher gehen würde. "Beide sind sicher super Fahrer. Pascal ist eine deutsche Hoffnung für die Zukunft und auch durch den ADAC gefördert. Bei Bottas hingegen weiß man ein bisschen mehr, was man hat. Er ist etwas mehr die sicherere Karte", erklärte er auf der Bühne der ADAC SportGala. "Aber beide wären eine gute Lösung."

Interview: Was Nico Rosberg nicht an der F1 vermissen wird...: (2:35 Min.)

Auch der ehemalige Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug wollte sich nicht festlegen, auch wenn er große Stücke auf Wehrlein hält. "Ich habe Pascal damals in die DTM geholt. Wenn ich ihm nicht zugetraut hätte, dass er das Potenzial hat, hätte ich das auch nicht gemacht", sagte er gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Er hat sich sicher weiterentwickelt. Aber er muss jetzt von denen, die ihn zu beurteilen haben, beurteilt werden. Es nutzt nichts, wenn ich das tue."

Haug hält sich demnach mit Ratschlägen für seinen Nachfolger Toto Wolff zurück. "Die Verantwortlichen - Toto Wolff und sein Team - werden das richtig machen. Sie werden ganz genau evaluieren, wer in Frage kommt und sicher die richtige Entscheidung treffen", meinte er.


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