Formel 1 - Alonso erhält Strafversetzung für Malaysia-GP

Lieber hier als in Suzuka

Fernando Alonso wird in Sepang wie vor einigen Wochen in Spa vom Ende des Feldes ins Rennen gehen. Der McLaren-Pilot bleibt dennoch gelassen.
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Motorsport-Magazin.com - Die Reifen der Formel-1-Autos haben noch nicht einmal den neuen Asphalt in Sepang berührt, und doch weiß Alonso bereits, dass er am Sonntag ganz weit hinten in die Startaufstellung rollen wird. Honda hat für den Grand Prix von Malaysia zwei Token in die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors und der Auspuffanlage gesteckt und stattet den Spanier für das 16. Saisonrennen mit den neuen Teilen aus. Konkret bedeutet das eine Strafversetzung von 30 Positionen. Für Alonso jedoch ein Wechsel nach Plan und längst kein Grund, die Hoffnung zu verlieren.

In Spa war ich nach fünf Runden Vierter oder Fünfter. Vielleicht habe ich dieses Wochenende auch Glück.
Fernando Alonso

"Wir hatten den Plan schon zur Saisonmitte, welche Rennen die besten Möglichkeiten darstellen, eine Strafe in Kauf zu nehmen", so Alonso. Die Gründe, das neue Teil in Malaysia zu bringen, sind laut dem McLaren-Fahrer vielzählig: "Dieser hier ist einer der besten Orte, da die Bedingungen sich hier häufig ändern und es regnen könnte. Außerdem ist Suzuka das nächste Rennen, und da wollen wir normalerweise einen guten Job abliefern, da es unser Heimrennen ist."

Erst nach der Sommerpause musste Alonso in Spa-Francorchamps eine horrende Strafversetzung hinnehmen, die ihn ans Ende der Startaufstellung beförderte. Doch das Rennen entwickelte sich für den zweifachen Weltmeister schon nach wenigen Runden zu einem Erfolg und endete mit einem soliden siebten Rang. "In Spa war ich nach fünf Runden Vierter oder Fünfter. Vielleicht habe ich dieses Wochenende auch Glück", zeigt er sich für das anstehende Wochenende optimistisch.

In Spa-Francorchamps fuhr Alonso vom letzten auf den siebten Platz - Foto: Sutton

Honda noch unschlüssig

Ich weiß es noch nicht. Ich denke nicht, dass wir in Japan keine Strafversetzung hinnehmen werden.
Jenson Button

Ziel der letzten Weiterentwicklung ist eine Verbesserung der Zuverlässigkeit und der Langlebigkeit der japanischen Power Unit. Gleichzeitig soll auch die Performance verbessert werden, indem Gewicht beim Motorblock eingespart wurde. Die Neuteile werden zunächst nur Alonso zur Verfügung stehen. Wann Teamkollege und Jubilar Jenson Button die Entwicklungsstufe einsetzen kann, ist noch unklar. "Ich weiß es noch nicht. Ich denke nicht, dass wir in Japan keine Strafversetzung hinnehmen werden", so der Brite.

Bei Alonso ist momentan aber noch nicht sicher, ob er die aktuelle Ausbaustufe über das 1. Freie Training am Freitag hinaus in Malaysia einsetzen wird. Sollten die Teile nicht die gewünschte Performance bringen, kann es sein, dass Alonsos Auto für den Samstag auf die vorherige Spezifikation zurückgebaut wird.

Nach dieser Weiterentwicklung hat Honda für den Rest der Saison nur noch ein Token übrig, um die Power Unit ein letztes Mal weiterzuentwickeln. Ob die Japaner in den acht Wochen bis zum Saisonfinale in Abu Dhabi allerdings noch eine weitere Ausbaustufe bringen können, ist fraglich.


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