Formel 1 - Italien GP: Die Strategievorschau

Ein Stopp erwartet

Monza ist das schnellste Rennen des Jahres. Motorsport-Magazin.com verrät, welche Faktoren die Teams bei der Planung ihrer Rennstrategie beachten müssen.
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Motorsport-Magazin.com - Monza ist die schnellste Strecke im Formel-1-Kalender und der Kurs mit dem höchsten Speed auf den Geraden. Aufgrund des reduzierten Downforces und Luftwiderstands werden in diesem Jahr Geschwindigkeiten von rund 360 km/h erwartet.

Pirelli bringt die härtesten Reifenmischungen - Foto: Sutton

Pirellis Reifenwahl für den Italien GP fiel auf die mittlere und harte Mischung. Diese Kombination gab es bereits in Malaysia, Spanien und Großbritannien. Monza ist nicht besonders hart zu den Reifen, weil es abgesehen von der Parabolica keine Kurven gibt, die hohe Energie durch die Pneus leiten.

Jedoch handelt es sich um eine Strecke mit geringem Downforce, sodass die Reifen mehr rutschen, speziell beim Herausbeschleunigen aus den langsamen Schikanen, was den Verschleiß erhöht. Außerdem ist es keine Seltenheit, dass beim Anbremsen von Kurve eins aus 360 km/h auf 75 km/h ein Vorderreifen blockiert.

Besonderes Augenmerk müssen die Teams auf die Streckentemperatur richten. Das Rennen findet im Spätsommer statt, sodass Wolken ein rasches Absinken der Temperaturen zur Folge haben können, während direkte Sonneneinstrahlung den Asphalt schnell aufheizt.

Aufholjagd durch Reifenwahl

In Monza versuchen die Teams zumeist, nur einmal zu stoppen, was an der langsamen Boxengasse liegt, in der man rund 25 Sekunden verliert, während die Autos auf der Strecke mit vollem Tempo vorbeirasen. Auch in diesem Jahr dürfte diese Strategie die bevorzugte Wahl sein, allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass wegen starken Reifenverschleißes im Rennen auf zwei Stopps umgeschwenkt werden muss.

Perez legte 2012 eine Aufholjagd hin - Foto: Sutton

Obwohl die meisten Teams auf nur einen Stopp setzen werden, können sich unterschiedliche Strategien ergeben, hervorgerufen durch die Reifenmischung, auf der man ins Rennen startet. 2012 fuhr Sergio Perez vom zwölften Startplatz auf den zweiten Rang nach vorne, weil er den Grand Prix auf den harten Pneus begann und im zweiten Stint auf die schnelleren mittleren Reifen wechselte, wodurch er zahlreiche Überholmanöver setzen konnte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Safety Car in Monza zum Einsatz kommt, ist gering und liegt lediglich bei 43%, wie aus dem UBS Strategy Report hervorgeht. Auch das Wetter sollte das Rennwochenende nicht über Gebühr beeinflussen, es werden spätsommerliche Temperaturen von 27 bis 29 Grad erwartet, die Regenwahrscheinlichkeit ist gering.


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