Formel 1 - Punkte für Button, Strafe für Magnussen

Freud und Leid bei McLaren

Weil Kevin Magnussen in Spa nachträglich aus den Top-10 fliegt, rückt Jenson Button auf und belegt den sechsten Platz.
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Motorsport-Magazin.com - Als Kevin Magnussen die Ziellinie in Spa als Sechster überquerte, wusste er noch nicht, dass er am Ende des Tages nicht das zweitbeste Ergebnis seiner Formel-1-Karriere feiern, sondern ohne Punkte dastehen würde. Der Däne lieferte sich in der Schlussphase des Rennens einen harten Zweikampf mit Fernando Alonso - für die Stewards zu hart, weshalb sie Magnussen mit einer Zeitstrafe von 20 Sekunden belegten.

Obwohl ich nach dem Rennen bestraft wurde, habe ich das Wochenende genossen
Kevin Magnussen

Damit fiel der McLaren-Pilot auf den zwölften Platz zurück und musste Belgien ohne Punkte verlassen. "Obwohl ich nach dem Rennen bestraft wurde, habe ich das Wochenende genossen", ließ sich Magnussen die Enttäuschung zumindest äußerlich nicht anmerken. "Ich hatte heute Nachmittag viel Spaß - ich war in ein tolles Rennen auf einer unglaublichen Strecke involviert."

In den letzten Runden des Grand Prix' hatte sich einen Vierergruppe gebildet, der neben Magnussen und Alonso auch sein Teamkollege Jenson Button angehörte. "Es war eine harte Herausforderung, weil alle um mich herum etwas frischere Reifen hatten und sie alle tolle Fahrer sind", schilderte Magnussen. "Es ist nicht so leicht, sie hinter sich zu halten, daher habe ich versucht, meine Position so gut ich konnte zu verteidigen." Einen Fehler habe er dabei aber nicht gegangen, betonte der Rookie: "Es war fair."

Button hat Spaß

Button war letztlich einer der Profiteure von Magnussens Bestrafung und wurde als Sechster gewertet. "Ich hatte heute viel Spaß, vor allem am Racing mit Kevin, Sebastian und Fernando am Ende", genoss der routinierte Brite den Fight. Beinahe wäre Button von Magnussen berührt worden, als sich dieser mit Alonso beharkte, doch der Champion von 2009 konnte gerade noch vom Gas gehen und die Kollision verhindern. "Es ist eine solch fantastische Strecke, hier zu fahren fühlt sich immer gut an."

Teamchef Eric Boullier zeigte sich erfreut darüber, dass seine Piloten in der Lage waren, mit Red Bull und Ferrari auf Augenhöhe zu kämpfen. "Beide sind extrem gut gefahren und haben zweifelsfrei Kühnheit bewiesen und sich, obwohl sie Rad an Rad gefahren sind, nie berührt", lobte der Franzose. McLaren liegt in der Konstrukteurs-Wertung nun wieder vor Force India auf dem fünften Platz, der Vorsprung beträgt allerdings nur zwei Punkte.


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