Formel 1 - Renault: Motor 2015 nicht gravierend anders

Neuer Motor schon auf dem Prüfstand

Renault hat diese Woche bereits den 2015er Motor auf dem Prüfstand getestet. Viel wird sich aber nicht zum diesjährigen Modell ändern.
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Motorsport-Magazin.com - Es war die Geschichte zu Beginn der neuen Turbo-Ära und ist es eigentlich noch immer: Renault. Die Franzosen liefern in diesem Jahr eine Power Unit, die weder standfest, noch besonders leistungsstark ist. Auch die Fahrbarkeit lässt zu wünschen übrig. Kurzum: Die Energy F1-2014 ist ein Sorgenkind.

Sie ist nicht viel anders, die Basis ist ziemlich ähnlich.
Taffin über die Power Unit 2015

Dass sich in diesem Jahr nicht mehr gravierend viel daran ändern wird, damit mussten sich die Kundenteams bereits abfinden. Die Homologation verhindert das. Doch für die nächste Saison dürfen 48 Prozent der Bauteile verändert werden. Der Motor kann fast neu konstruiert werden.

Doch eine gänzlich andere Power Unit dürfen Red Bull und Co. nicht erwarten. Renault hat die Energy F1-2015 bereits in dieser Woche erstmals auf dem Prüfstand in Viry laufen lassen. "Sie ist nicht viel anders, die Basis ist ziemlich ähnlich", verrät Renault Motorenchef Remi Taffin.

Doch der Franzose relativiert: "Wenn wir uns die V8-Motoren ansehen: Der letzte V8 war jenem sechs oder sieben Jahre zuvor sehr ähnlich. Aber tatsächlich waren 90 Prozent der Teile anders. Aber insgesamt waren sie sich recht ähnlich." Diese Entwicklung erwartet Taffin auch für die neue Turbo-Ära. "Natürlich wird man ein paar Unterschiede sehen. Aber 2015 keine dramatischen Änderungen." Im Klartext: Im Detail wird es überall Verbesserungen geben, das Gesamtkunstwerk wirkt ähnlich.

Turbo-Kompressor-Splitting?

Die offiziellen Renderings zeigen nicht die Wahrheit, hier sind Turbo und Verdichter hinten - Foto: Mercedes-Benz

Die Konkurrenz von Mercedes sorgte mit einem Kniff für Aufsehen: Die Power Units aus Brixworth haben Turbolader und Kompressor nicht auf einer Seite. In der Mitte des V6-Motors befindet sich die MGU-H. Auf der einen, der hinteren Seite, befindet sich der Abgasturbolader, vorne ist der Verdichter. Beide liegen mit der MGU-H auf einer Welle.

Bei Renault hingegen befinden sich Turbo und Verdichter hinten. Das soll nicht nur beim Packaging Nachteile bringen, sondern auch für die thermischen Verhältnisse nicht ideal sein. Ob Renault diesen möglichen Konstruktionsfehler 2015 beheben wird? Taffin lässt es offen: "Wir schauen uns verschiedene Lösungen an." Doch jener Motor, der bereits auf dem Prüfstand lief, ist ohnehin nur eine erste Version.


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