Formel 1 - Vettel: Die ganze Zeit im Auto gelacht

Hat Ferrari Spiegel mit HD-Auflösung?

Sebastian Vettel kann Fernando Alonsos Vorwürfe gegen ihn nicht nachvollziehen und trauert einem Podium in Silverstone nach.
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Motorsport-Magazin.com - Von Platz zwei gestartet nur als Fünfter ins Ziel gekommen - das hatte sich Sebastian Vettel anders vorgestellt. Sein Start sei schon "ziemlich bescheiden" gewesen, räumte er ein, er sei auf der rechten Seite nicht gut weggekommen. "Ich habe vier Plätze verloren, was die Strategie beeinflusst hat. Wir haben die Reifen gewechselt und sind auf hart weitergefahren. Wir hätten eine andere Strategie wählen sollen", konstatierte er.

Es war extrem eng, aber wir haben beide Respekt voreinander.
Sebastian Vettel

Neben der Strategie war aber vor allem sein harter Zweikampf mit Fernando Alonso das Thema seines Rennens. Er sei nach seinem Stopp direkt vor ihm wieder auf die Strecke gekommen und es habe etwas gedauert, ehe die Reifen auf Temperatur waren. "Ich habe mich so gut wie möglich gewehrt, kam aber aus Kurve sieben nicht so gut raus und er hat den Platz gutgemacht, denn uns fehlt ein bisschen was, was die Beschleunigung angeht", berichtete er. "Wäre ich direkt vorbeigekommen, hätte ich vielleicht einen Platz mehr gemacht."

Zwischen Vettel und Alonso passte während ihres sprichwörtlichen Rad-an-Rad-Duells in den folgenden Runden kaum ein Blatt Papier. "Es war extrem eng, aber wir haben beide Respekt voreinander", betonte Vettel, fügte jedoch hinzu: "Aber man weiß, dass Fernando manchmal ein bisschen zu hart ist."

Wenn ich da nicht zurückstecke, fliegen wir beide raus.
Sebastian Vettel

Nach der ersten DRS-Zone wollte er außen am Ferrari-Piloten vorbei, erinnerte sich Vettel. "Zwei Mal hat er mich fast von der Strecke geschoben. Ich hatte die Nase vorne und darf Tempo und Richtung bestimmen. Wenn ich da nicht zurückstecke, fliegen wir beide raus." Bereits über Funk hatte sich der amtierende Weltmeister über seinen Kontrahenten beschwert, der bei seiner Crew wiederum Gleiches tat.

DRS in Kurve 9? Unmöglich!

Vor allem das Thema Streckenbegrenzungen und DRS kam dabei zur Sprache. "Ich habe die ganze Zeit im Auto gelacht, als ich die Warnung bekam wegen Strecke verlassen, dann hat er das gefunkt. Ich habe die bessere Position oder Ferrari hat Spiegel mit HD-Auflösung, dass er das alles so gut sieht", stichelte Vettel. Alonso hatte auch nach dem Rennen kundgetan, dass Vettel seiner Beobachtung nach oftmals abseits der Streckenbegrenzung unterwegs war.

Zudem berichtete Alonso von einem Heckflügel, der nicht hätte offen sein dürfen, es seiner Ansicht nach jedoch war. "Kurve 9? Da kann man doch gar kein DRS benutzen", schüttelte Vettel ob der Vorwürfe den Kopf. "Vielleicht hat er in seine Spiegel geguckt und sein DRS gesehen. Es ist unmöglich, in Kurve 9 DRS zu verwenden."

Es sei schwierig gewesen, zu überholen, da seinem Red Bull die Leistung fehlte, mit der Brechstange habe es dann jedoch geklappt. "Es ist bitter, weil das Podium heute drin war."


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