Formel 1 - Hülkenberg: Jäger des verlorenen Podiums

Können Williams schlagen

Nico Hülkenberg scheint 5. Plätze abonniert zu haben. In seiner Position ist dies ein starkes Ergebnis. Aber der Force-India-Mann möchte mehr.
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Motorsport-Magazin.com - Wie in einem Horrorfilm kratzen die Fingernägel am Podest entlang. Nur Griff finden sie keinen. Nico Hülkenberg schlitterte auch in seiner vierten Formel-1-Saison bislang am ersehnten ersten Podiumsplatz vorbei. "In Bahrain haben wir gezeigt, dass wir es schaffen können", verriet er Motorsport-Magazin.com kürzlich. "Dort habe ich es leider persönlich verpasst, weil ich mir im Qualifying einen kleinen Fehler geleistet habe."

Vielleicht sind sie hier also nicht so stark. Wir haben eine Chance, sie zu schlagen.
Nico Hülkenberg

Stattdessen stand sein Teamkollege Sergio Perez auf dem Podium. Ein Ergebnis, dass der Mexikaner in Kanada beinahe wiederholt hätte. Für Hülkenberg war ein Podestplatz für sein Force India Team nur bei diesen beiden Rennen im Bereich des Möglichen. "Es hängt noch viel vom Streckentyp ab", sagt der Deutsche.

Vor allem langsame Kurven wie in Bahrain liegen dem VJM07. "Dort war unser Auto wirklich stark", erinnert sich Hülkenberg. Silverstone ist hingegen eine schnelle Strecke mit vielen High-Speed-Passagen. "Dieses Wochenende könnte für uns also etwas hart werden", gibt Hülkenberg gegenüber der offiziellen F1-Website zu. "Wir haben aber schon einige Male gezeigt, dass wir auf Strecken im Rennen gut waren, die auf den ersten Blick nicht zu unseren Favoriten zählten."

Nico Hülkenberg jagt dem Podium hinterher - Foto: Sutton

Dafür verantwortlich ist die Stärke des Teams im Umgang mit den Reifen. Das macht Force India vor allem über eine Renndistanz zu einem gefährlichen Herausforderer. In Kanada konnte Perez so mit einem Stopp weniger auskommen. "Wir verstehen die Reifen relativ gut und haben gute Ingenieure, die wissen, wie wir die Reifen anzupacken und zu behandeln haben", erklärt Hülkenberg.

Wie Williams, das Überraschungsteam des letzten Rennens in Spielberg, setzt auch Force India auf ein Mercedes-Kundentriebwerk. Mehr Power auf den Geraden kann sich ein Team in dieser Saison nicht wünschen. "Williams war in Österreich sehr schnell, aber jetzt ist es eine ganz andere Strecke und Situation", betont Hülkenberg. "Vielleicht sind sie hier also nicht so stark. Wir haben eine Chance, sie zu schlagen."

Klappt es also dann doch mit dem erhofften Podiumsplatz? Und das ausgerechnet wenige hundert Meter entfernt von der Teamfabrik... "Ob wir in diesem Jahr noch einmal die Möglichkeit erhalten, weiß ich nicht - das steht noch in den Sternen", sagte Hülkenberg gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Ich hoffe es aber natürlich."


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