Formel 1 - Interview - Frederico Gastaldi

Stärken des E22 besser ausspielen

Lotus-Teamchef Frederico Gastaldi findet für seine beiden Fahrer lobende Worte. In Silverstone soll das passende Ergebnis folgen.

Motorsport-Magazin.com - Hat Lotus in Österreich irgendwelche Berge erklommen?
Frederico Gastaldi: Ich würde sagen, dass wir den halben Berg geschafft haben. Pastor hat mit Sicherheit sein bestes Rennen in dieser Saison gezeigt. Er hat bewiesen, dass er um Punkte mitfahren kann - unglücklicherweise kam es an dem Wochenende nicht dazu. Es würde zu weit gehen zu behaupten, dass wir absolut zufrieden sind, aber Pastor hat ohne Zweifel das Maximum in Österreich herausgeholt. Daher können wir Positives mitnehmen. Nach einem schwierigen Rennen in Kanada hat das Team in Österreich seinen Spirit unter Beweis gestellt und sich zurückgekämpft. Hoffentlich gelingt es uns in Silverstone unsere Ziele zu erreichen.

Nach einem schwierigen Rennen in Kanada hat das Team in Österreich seinen Spirit unter Beweis gestellt
Frederico Gastaldi

Waren Sie von Romains Hartnäckigkeit trotz Start aus der Boxengasse beeindruckt?
Frederico Gastaldi: Ja, das war ich. Nach einem technischen Rückschlag wie diesen ist es nicht einfach die Motivation hochzuhalten. Romain hat in Österreich seinen Kampfgeist gezeigt, für den er so bekannt ist und für den er vom Team hoch angesehen wird. Er hat die Autos, die vor ihm lagen, spielend überholt. Im Rennen bekam er dann Bremsprobleme wie viele andere auch. Trotzdem hat er länger durchgehalten als manch andere.

Silverstone ist ein schneller, technischer Kurs. Was kann man sich von Lotus erwarten?
Frederico Gastaldi: Auf einer Strecke wie Silverstone sollten wir die Stärken des E22 besser ausspielen können. Auch das Power Unit-Paket von Renault sollte auf diesem Kurs helfen.

Unsere Motivation ist immer gleich hoch
Frederico Gastaldi

Ist es von Vorteil, dass das Rennen in der Nähe der Fabrik stattfindet?
Frederico Gastaldi: Natürlich ist Silverstone für uns ein ganz spezielles Rennen. Durch die Nähe zu unserer Fabrik ist es für uns ein Heimrennen. Wir kriegen dort immer sehr viel Unterstützung. Zudem ist Silverstone eine geschichtsträchtige Strecke, die seit Beginn der F1-Weltmeisterschaft 1950 nahezu jedes Jahr im Rennkalender war. Silverstone hat eine Historie wie Monza oder Monaco. Was die Motivation des Teams angeht, spielt es aber keine Rolle, wo wir fahren. Unsere Motivation ist immer gleich hoch. Allerdings wollen wir natürlich unseren Leuten in der Fabrik in Enstone etwas bieten, damit sie am Montag nach dem Grand Prix mit Freude zur Arbeit erscheinen.

Zum Schluss...für ihr Heimatland Argentinien läuft es in der Fußball-Weltmeisterschaft ganz gut. Können Sie einen Tipp abgeben?
Frederico Gastaldi: Nein. Im Moment läuft es ganz gut, aber Argentinien hat noch drei Spiele vor sich bis das Finale ansteht. Das Achtelfinale findet genau am Silverstone-Wochenende statt und ich befürchte, dass keine Zeit bleibt, um sich das Spiel anzusehen. Natürlich hoffe ich, dass Argentinien gewinnt.


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