Formel 1 - Vettel nach Aufholjagd: Noch nicht über den Berg

Elf Plätze gut gemacht

Zwei Tage lang machten Defekte Sebastian Vettel in Barcelona zu schaffen. Am Sonntag konnte er endlich voll durchstarten.
von

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel hatte beim Spanien GP alle Hände voll zu tun. Der Vierfach-Weltmeister ackerte sich vom 15. Startplatz durch das halbe Feld und kam als Vierter ins Ziel. "Es ist toll, dass wir so viel rausholen konnten", freut sich Vettel nach dem Rennen.

Dabei hatte es nach zwei defektbehafteten Tagen in Katalonien für Vettel auch im Rennen nicht gut begonnen. "Der Start war bescheiden und ich musste sogar einen Platz abgeben", ärgerte sich der Red-Bull-Pilot. "Ich konnte dann aber noch in der ersten Runde zwei Autos überholen. Dann wurde es allerdings schwierig im Verkehr. Die Reifen bauten ab und man rutschte viel."

Wir hatten dann auch zwei Stopps überlegt, aber ich war bis dahin sehr aggressiv und es war richtig nochmal reinzugehen.
Sebastian Vettel

Doch die Drei-Stopp-Strategie half Vettel bei diesem Problem. "Vor allem der zweite Stint, in dem wir auf den harten Reifen den Anschluss halten konnten, war wichtig. Wir hatten dann auch zwei Stopps überlegt, aber ich war bis dahin sehr aggressiv und es war richtig nochmal reinzugehen."

Starke Leistung in zweiter Rennhälfte

In der zweiten Hälfte des Rennens konnte Vettel an der Box etwa Fernando Alonso überholen, seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen schnappte er sich wenig später auf der Strecke. Auch Valtteri Bottas fiel Vettel zwei Runden vor Schluss noch zum Opfer. "Ich weiß gar nicht, wen ich heute alles überholt habe", sagte der Weltmeister.

Um ehrlich zu sein hatten wir Probleme mit dem Spritsparen und ich musste am Ende mehr vom Gas gehen als gewollt.
Sebastian Vettel

Dass er sich Bottas nicht früher schnappte, erklärte Vettel so: "Um ehrlich zu sein hatten wir Probleme mit dem Spritsparen und ich musste am Ende mehr vom Gas gehen als gewollt. Ich habe ihn mir dann eine Runde lang eingeteilt und am Ende des zweiten Sektors in der Spitzkehre überholt. Dort habe ich mich auf der Bremse besonders wohl gefühlt und konnte den einen oder anderen ärgern."

Noch nicht über den Berg

Auf den Podiumsplatz seines Teamkollegen Daniel Ricciardo fehlten am Ende aber 27 Sekunden. Ob es für Vettel demnächst wieder mit einem Marsch zur Siegerehrung klappen könnte? "Wir sind noch nicht über den Berg", warnte er. "Aber die Dinge, die wir seit dem letzten Rennen geändert haben, waren sehr sinnvoll.. Es ist noch viel drin und das Auto hat Potenzial", war sich Vettel sicher.

"Hoffentlich bekommen wir das nächste Mal mehr Runden und sehen nicht erst am Sonntag, wo wir stehen", meinte er abschließend.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x