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Formel 1 - Interview - Lopez: Lotus drittbestes Auto im Feld

Werden wieder ums Podium fahren können

Nach den ersten Punkten der Saison für Lotus beim Spanien GP zeigt sich Teamchef und Besitzer Gerard Lopez optimistisch. Die Krise sei endgültig überwunden.
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Motorsport-Magazin.com - Glückwunsch zu den ersten Punkten...
Gerard Lopez: Danke! Wie immer, wenn wir ein Interview haben (lacht). Wir wussten, dass wir ab hier besser stehen würden und haben jetzt meiner Meinung nach das drittbeste Auto, wobei das was Mercedes da hat ja eigentlich nicht mehr als Auto bezeichnet werden kann. Wir sind gerade am Checken, was mit Romain gegen Mitte des Rennens passiert ist und anscheinend hatte er wieder Motorenprobleme für ein paar Runden, weswegen Ferrari uns mit beiden Autos überholt hat. Ansonsten wäre für uns heute schon Platz fünf möglich gewesen.

Es wird in der Formel 1 leider alles immer schnell übertrieben, aber wir wissen klar, wie wir intern mit der Sache und unseren Fahrern umgehen müssen
Gerard Lopez

Sie haben Mercedes angesprochen - inklusive Kimi Räikkönen auf Platz sieben haben die das gesamte Feld überrundet...
Gerard Lopez: Glückwunsch an Mercedes, denn sie haben einfach ein perfektes Paket. Der Motor ist perfekt, aber eben auch das Auto drum herum, zudem verfügen sie über zwei absolute Topfahrer. Da kann man einfach nichts sagen. Sie haben einfach gute Arbeit geleistet.

Grosjean ist ein solides Rennen gefahren, bei Maldo war es hingegen eher ein Wochenende zum vergessen...
Gerard Lopez: Auch für Maldonado war es bis zum Qualifying ein gutes Wochenende, aber nach seinem Fehler in Q1 war das Rennen auf dieser Strecke sowieso schon gelaufen. Heute hat er zudem nach dem Rempler gegen Ericsson eine 5-Sekunden-Strafe beim ersten Reifenwechsel aufgebrummt bekommen. Danach war dann auch die letzte Chance auf ein anständiges Ergebnis vertan.

Geht es Nach Gerard Lopez, blickt Lotus in eine positive Zukunft - Foto: Sutton

In den Medien kursierten bereits Schlagzeilen, ob Maldonado eine Belastung für das Team ist...
Gerard Lopez: Ach, das hat man doch vor zwei Jahren auch über Romain Grosjean gelesen und seht euch an, wo er jetzt steht. Es wird in der Formel 1 leider alles immer schnell übertrieben, aber wir wissen klar, wie wir intern mit der Sache und unseren Fahrern umgehen müssen.

Lotus hat nach einem äußerst schwierigen Start aber bereits gute Sprünge nach vorne gemacht...
Gerard Lopez: Wir haben womöglich das drittbestes Auto und es war in meinen Augen sowieso die ganze Zeit völlig übertrieben, also dass wir kein Auto mehr bauen können und was weiß ich was - da musste ich echt lachen. Aber es war erst ein Anfang und wir müssen das Niveau natürlich bestätigen. Heute hatten wir ja auch nur ein Auto in den Punkten und wir müssen uns soweit steigern, auch unter den ersten 3-4 Plätze landen zu können.

Aber das ist eben die Formel 1: Wenn man vier schlechte Rennen macht, ist man gleich untendurch und hat eine Gurke gebaut
Gerard Lopez

Welche Baustellen gibt es aktuell noch am Auto?
Gerard Lopez: Natürlich gibt es auch bei uns welche, aber die beheben wir schon noch. Wenn Renault auch endlich den fertig funktionierenden Motor liefert, sollte es noch weiter nach vorne gehen.

Eine Frage noch: Letztes Jahr war Lotus konstant stark und auch regelmäßig auf dem Podium. Wie würden Sie den Fans den Leistungsrückfall erklären?
Gerard Lopez: Also in meinen Augen ist das bei uns kein Leistungsrückfall. Wir werden natürlich nicht Mercedes schlagen können, aber vielleicht können wir ja ab und an Red Bull noch ärgern. In meinen Augen hatten wir trotz der bisher schwachen Ergebnisse aber keinen wirklichen Rückfall. Den ersten Test haben wir ja verpasst, aber danach der Filmtag lief ja gut. Bei den restlichen Tests ging ein Motor nach dem anderen kaputt, aber das Setup hat stets gepasst. Wir haben ja vom letzten Jahr nur geupdated und kein neues Auto gebaut. Aber das ist eben die Formel 1: Wenn man vier schlechte Rennen macht, ist man gleich untendurch und hat eine Gurke gebaut. Aber ich bin mir sicher, dass wir immer noch um die Plätze drei, vier mitfahren können.


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