Formel 1 - FIA führt Maldonado-Flagge für China ein

Gelb in der Boxeneinfahrt

Vor dem China GP führt die FIA eine gelbe Flagge in der Boxeneinfahrt ein. Die Stelle ist nicht ohne.
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Boxeneinfahrt und Strecke sind weit voneinander getrennt - Foto: Sutton

Eigentlich gehört es zur eher langweiligen Routine eines Formel-1-Journalisten, die Auflistung der Event-Notizen durchzulesen. Öffnungszeiten der Waagen in der Boxengasse, genaue Platzierung der Feuerlöscher und Co. sind in der Regel nicht besonders spannend. Ein kleiner Zusatz, der erst am Samstagvormittag ins Protokoll aufgenommen wurde, sorgte dann aber für leichter Erheiterung.

Nachdem Pastor Maldonado im zweiten Freien Training in der Boxeneinfahrt in den Reifenstapel einschlug, sah sich die FIA dazu veranlasst, auch im Rennen eine solche Situation zu berücksichtigen. Sollte erneut ein Pilot sein Auto unfreiwillig in der Boxeneinfahrt abstellen, wird die gelbe Flagge nur an genau diesem Streckenabschnitt geschwenkt.

Der Linksknick, der auf die Start- und Zielgerade führt, bleibt dann davon unberührt. Heißt: Die Piloten dürfen auch bei Zwischenfällen in der Boxeneinfahrt Sektorbestzeiten setzen, ohne mit einer Strafe rechnen zu müssen. Ist nur die Boxengasse von der Gelb-Phase betroffen, wird die entsprechende Flagge am Eingang auf der rechten Seite geschwenkt.

Boxeneinfahrt nicht ohne

Lewis Hamilton verlor seine Weltmeisterschaft in der Boxeneinfahrt - Foto: Sutton

Bereits mehrere Piloten mussten bereits unliebsame Bekanntschaft mit der Boxeneinfahrt des Shanghai International Circuits machen. "Ich war ein wenig zu optimistisch, und die Auslaufzone ist ziemlich kurz, aber so ist es nun einmal. Das ist ein kniffliger Teil der Strecke und dort haben wir schon früher Zwischenfälle gesehen", erklärte Maldonado sein Malheur am Freitag.

2007 gelangte der kleine Fleck Kiesbett zu Berühmtheit, als Lewis Hamilton dort seine schon sichergeglaubte Weltmeisterschaft wegschmiss. Hamilton flog bei abtrocknenden Bedingungen mit abgefahrenen Intermediates ab und blieb im Kies hängen. Doch auch im Trockenen ist die Stelle nicht ohne: Weil der Knick schnell und eng ist, gleichzeitig aber deutlich weniger Grip als die Strecke bietet, übertreiben es Piloten dort oft.


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