Formel 1 - Force India Vorschau: China GP

Wir dürfen nicht abheben

Nico Hülkenberg und Sergio Perez visieren in China den nächsten großen Wurf an, um die guten Positionen in der WM zu halten oder auszubauen.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Hülkenberg erlebt aktuell das Hoch seiner Karriere. Zwar stand er bisher noch nicht auf dem Podest nach einem Rennen, denn dritten Rang in der Fahrer-WM hat er momentan aber inne. "Wenn mir jemand bei den Wintertests gesagt hätte, dass ich in dieser Position sein würde, hätte ich das sofort unterschrieben", lachte er. Nun geht es beim kommenden Rennen in China darum, so viele Punkte wie nur möglich einzufahren, um diese Position auch zu halten.

Nico Hülkenberg möchte endlich aufs Podest - Foto: Sutton

Hülkenberg ist überzeugt: Das Paket des Force India stimmt und auch in Shanghai erhofft er sich Großes. "Wir haben auf den bisherigen Kursen immer gute Leistungen gezeigt und deren Charakteristiken waren unterschiedlich. Demensprechend optimistisch können wir sein, dass das Auto auch in China gut performt", überlegte der Deutsche. Ein weiteres Indiz für die Leistungsstärke des VJM07 ist der zweite Platz bei den Konstrukteuren - direkt hinter Mercedes.

Nach den Testfahrten in Bahrain erhofft sich Hülkenberg zusätzliche Power bei seinem Boliden und geht mit klaren Ambitionen in das Wochenende. "Dementsprechend muss die Zielsetzung ein weiteres gutes Wochenende sein, aus dem wir wieder Punkte mitnehmen."

Für Sergio Perez ist nach seinem Podest in Bahrain klar: Das nächste darf sofort kommen. Allerdings ist sich der Mexikaner darüber im Klaren, dass dies nur mit weiteren Verbesserungen möglich ist, denn die Konkurrenz schläft nicht. "Wir dürfen nicht abheben, denn wir wissen, wie umkämpft die Formel 1 ist und wie schnell sich die Dinge ändern können", warnte Perez vor zu vielen Erwartungen beim vierten Saisonrennen auf dem Shanghai International Circuit.

Force India: Shanghai Bilanz

Force India in Shanghai: Unglaublich, aber wahr: Force India holte in der Vorsaison zum allerersten Mal in China Punkte. Paul di Resta, der mittlerweile in der DTM unterwegs ist, brach als Achter die lange Negativserie.

Nico Hülkenberg in Shanghai: Ob mit Williams, Force India oder Sauber - wirklich rund lief es für den Deutschen in Shanghai bisher noch nicht. Belegte Hülkenberg 2010 und 2012 jeweils den enttäuschenden 15. Platz, holte er im Vorjahr als Zehnter immerhin ein Pünktchen.

Sergio Perez in Shanghai: Der Mexikaner gab 2011 sein China-Debüt, das jedoch nicht erfolgreich verlief - der damalige Sauber-Pilot fiel vom zwölften Startplatz auf Rang 17 zurück. In den vergangenen beiden Jahren lief es mit zwei elften Plätzen nur bedingt besser. Perez' Punktekonto ist also noch leer.

Redaktionskommentar:

Motorsport-Magazin.com meint: Force India ist das Team der Stunde. Zweiter hinter Mercedes bei den Konstrukteuren, Dritter hinter den beiden Silberpfeil-Piloten in der Fahrer-WM. Und die bisherigen 44 Punkte aus drei Rennen kommen nicht von Ungefähr. Während viele nach den Testfahrten mit Williams rechneten, scheint Force India aktuell der erste Verfolger von Mercedes zu sein. In China, wo erneut zwei lange Geraden warten, kann die Mannschaft ihre Mercedes-Power sowie die gute Beschleunigung aus den Kurven erneut in die Waagschale werfen. Warum sollte also kein weiterer Podestplatz drin sein? Marion Rott


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