Formel 1 - Pirelli: So liefen die Experimental-Tests

Nicht besonders aufregend

Reifen, Karkassen und Co.: Pirelli schöpfte bei den Testfahrten in Bahrain aus den Vollen. Hat's mit Blick auf 2015 geholfen? Lewis Hamilton war genervt.
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Motorsport-Magazin.com - Pirelli im Glück: Endlich durfte der Reifenhersteller die Teams per Reglement dazu verdonnern, mit aktuellen Autos Reifen-Tests für zukünftige Generationen durchzuführen. Die Premiere stieg in Bahrain, direkt nach dem Rennwochenende in der Wüste. Caterham am Dienstag sowie Mercedes und Williams am Mittwoch probierten den ganzen Tag lang Prototypen für Pirelli aus. Insgesamt kamen im Verlauf der zwei Tage auf dem Bahrain International Circuit acht neue Reifenkonstruktionen und sechs neue Mischungen zum Einsatz.

Hamilton beim Reifentest am Mittwoch - Foto: Sutton

Der Reifenlieferant hatte 250 Experimental-Reifen im Gepäck, alle ohne die ikonische Farbmarkierung an der Flanke. Alle Reifen wurden mit Blick auf die Saison 2015 konstruiert. Die Fahrer wechselten ständig zwischen Runs auf aktuellen Reifen und Prototypen hin und her, um einen Vergleich zu haben und Pirelli Feedback geben zu können. Die Daten-Ausbeute konnte sich sehen lassen: Die Teams, repräsentiert durch Lewis Hamilton, Robin Frijns und Felipe Nasr, spulten 110 Runden respektive knapp 600 km ab.

Wunsch erfüllt

"Wir haben uns immer gewünscht, mit den aktuellen Autos testen zu können", sagte Pirellis Motorsportchef Paul Hembery. "Es war sehr wichtig, dass dies für dieses Jahr in den Regeln aufgenommen worden ist. Im Verlauf der beiden Tage haben wir gute Fortschritte erzielt. Wir werden nun die Daten analysieren, um die beste Entwicklungsrichtung für den nächsten Test unter der Saison zu finden."

Ich bin froh, wenn ich so einen Test nicht mehr machen muss.
Lewis Hamilton

Die nächsten Testfahrten finden direkt nach dem Spanien Grand Prix in Barcelona statt. Sauber, Toro Rosso, Force India und McLaren werden sich dann die Experimental-Reifen umschnallen und auf Datenjagd gehen.

Hamilton genervt

Vielleicht sollten sich die Fahrer der jeweiligen Teams vorher nicht mit Hamilton über das Pirelli-Programm austauschen, sonst könnte ihnen schnell die Lust vergehen. "Das war jetzt nicht besonders aufregend und ich muss gestehen, dass ich froh bin, wenn ich so einen Test nicht mehr machen muss", erklärte der Mercedes-Pilot am Mittwoch nach seinem Einsatz.

Dabei dürfte Hamilton eine Spaßmach-Mischung von Pirelli erwischt haben. Auf dem Experimental-Reifen erzielte der Brite in 1:34.136 Minuten die absolute Testbestzeit - 1,5 Sekunden schneller als Teamkollege Nico Rosberg am Vortag mit der Soft-Mischung.


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