Formel 1 - Malaysia GP: Die Fahreranalyse

Mercedes unschlagbar

Der Hitze-Grand-Prix in Malaysia ist geschafft. Motorsport-Magazin.com analysiert das Abschneiden der Piloten.
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Motorsport-Magazin.com - Das vermutliche anstrengendste Formel-1-Saison ist geschafft. Bei einer Tropenhitze und unnormalen Luftfeuchtigkeit war Mercedes in Malaysia nicht zu schlagen. Sebastian Vettel ist zurück an der Spitze und Ferrari sucht weiterhin den Anschluss. Motorsport-Magazin.com wirft einen Blick auf die Leistungen der Formel-1-Piloten in Sepang.

Lewis Hamilton: Fehlerlose Vorstellung des Mercedes-Piloten! Mit einem lupenreinen Start-Ziel-Sieg machte Hamilton beim Großen Preis von Malaysia seine Ambitionen auf den WM-Titel deutlich. Der Brite kontrollierte das Rennen von Beginn an und ließ zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen. Perfekter hätte der Auftritt in Sepang nicht laufen können.

Note: 1

Rosberg bleibt WM-Leader - Foto: Sutton

Nico Rosberg: Nach kleinen Problemen am Mercedes sicherte sich der WM-Leader weitestgehend ungefährdet seinen zweiten Podestplatz der aktuellen Saison. Eine Chance auf den Sieg hatte Rosberg aber nicht. Aufgrund von leichten Problemen mit Untersteuern war ein Angriff auf Hamilton an der Spitze nie eine Option.

Note: 1

Sebastian Vettel: Nach dem enttäuschenden Auftakt in Australien, hatte der Red-Bull-Pilot in Sepang wieder Grund zum Lachen. Obwohl er gegen die Mercedes-Piloten keine Chance hatte, meldete sich der Weltmeister mit einem Podestplatz und einer nahezu perfekten Leistung zurück. Einziges Manko: Beim Start verlor Vettel seine zweite Position an Nico Rosberg.

Note: 1

Fernando Alonso: Wie schon in Melbourne fehlten dem Spanier auch in Sepang mehr als 30 Sekunden auf den Rennsieger. Kein Wunder, dass sich Alonso auch nach dem zweiten WM-Lauf noch unruhig zeigt. Nach dem Qualifying machte er sich noch Hoffnungen, die Red Bull aus eigener Kraft zu schlagen, nach dem Rennen ist klar: Ferrari hat weiterhin Nachholbedarf.

Note: 2

Nico Hülkenberg: Der Force-India-Pilot zeigte ein fantastisches Rennen und lieferte sich ein rundenlanges Duell mit Fernando Alonso um den vierten Rang. Zwar zog Hülkenberg am Ende den Kürzeren, doch mit einem, im Vergleich zu den Top-Teams, unterlegenen Auto auf den fünften Rang zu fahren, ist eine starke Leistung.

Note: 1

Hülkenberg zeigte eine starke Performance - Foto: Sutton

Jenson Button: Mit seinem sechsten Platz in Sepang kann der McLaren-Pilot mehr als zufrieden sein. Zwar musste Button einsehen, dass er selbst gegen Nico Hülkenberg im Force India chancenlos war, doch immerhin konnte er sich den Angriffen der beiden Williams-Piloten erwehren. Als Grund für das eher mittelmäßige Abschneiden machte der Brite vor allem die tropische Hitze verantwortlich.

Note: 3

Felipe Massa: Das Duell der beiden Williams-Piloten sorgte in Malaysia für Aufsehen. Die Aufforderung, seinen Teamkollegen nicht aufzuhalten, hatte Felipe Massa scheinbar überhört. Der Brasilianer will sich nicht noch einmal als Nummer-2-Fahrer abhandeln lassen und fuhr seinen siebten Platz souverän ins Ziel. Der Zoff bei Williams ist vorprogrammiert.

Note: 3

Ärger bei Williams? - Foto: Sutton

Valtteri Bottas: Der Finne hing gegen Ende des Rennens lange Zeit hinter seinem Teamkollegen fest. Ob Bottas eine bessere Platzierung eingefahren hätte, wenn Massa ihn vorbeigelassen hätte, ist fraglich. Sicher ist aber: Mit den Positionen sieben und acht fuhr Williams zwei Punkteplatzierungen ein und machte deutlich, dass man den Traditionsrennstall in diesem Jahr im Auge behalten sollte.

Note: 3

Kevin Magnussen: Der Däne sammelte mit dem neunten Rang zwar zwei WM-Punkte, war aber dennoch unzufrieden. Schon in Kurve eins berührte Magnussen Kimi Räikkönens rechtes Hinterrad und machte damit das Rennen des Finnen und sein eigenes zunichte. Der McLaren verlor einen Teil des Frontflügels, später kassierte Magnussen auch noch eine Stop-and-Go-Strafe für seine Aktion. Ein erneutes Podest, wie noch vor zwei Wochen in Australien, war somit nicht möglich.

Note: 3

Daniil Kvyat: Der junge Russe weiß zu überzeugen. Nach seiner Punkteplatzierungen in Australien, sammelte Kvyat in Sepang erneut WM-Zähler. Zu Beginn des Rennens kämpfte der Toro-Rosso-Pilot sogar gegen Williams und McLaren, musste diese aber schließlich doch ziehen lassen, weil der STR9 auf den Geraden nicht schnell genug war. Dennoch: Der Russe sollte in diesem Jahr im Auge behalten werden.

Note: 2

Romain Grosjean: Obwohl der Franzose mit dem elften Rang ohne Punkte blieb, herrschte große Freude: Lotus feierte die erste Zielankunft der Saison. Mit einer Drei-Stopp-Strategie und einem fehlerlosen Rennen machte Grosjean das missglückte Qualifying wieder wett. Allerdings erwies sich der E22 erwartungsgemäß als nicht stark genug.

Note: 3

Kimi Räikkönen: Der Ferrari-Pilot erlebte ein enttäuschendes Rennen. Schon nach wenigen Metern wurde Räikkönen von Magnussen getroffen und erlitt einen Reifenschaden, der ihn bis ans Ende des Feldes zurückwarf. Trotz einer Aufholjagd war nicht mehr als der zwölfte Platz möglich.

Note: 3

Caterham war in Malaysia gut in Form - Foto: Sutton

Kamui Kobayashi: Nach dem Ausfall in Melbourne konnte der Japaner in Malaysia wieder einmal eine Zielankunft feiern. Und das nicht schlecht: Kobayashi erreichte als 13. das Ziel. In der Gesamtwertung rutschte Caterham daher wieder an Marussia vorbei.

Note: 3

Marcus Ericsson: Für den Schweden war es die erste Zielankunft in der Formel 1 überhaupt. Auch er war zufrieden, immerhin wurde er bei seinem zweiten Grand Prix 14 und verhalf Caterham damit, sich in der Konstrukteurswertung wieder vor Konkurrent Marussia zu schieben.

Note: 3

Max Chilton: Der Brite fuhr ein unauffälliges Rennen am Ende des Feldes. Gegen die Caterham-Piloten hatte Chilton allerdings keine Chance, obwohl er gegen Rennende noch einen Angriff auf Marcus Ericsson startete und letztlich nur 0,1 Sekunden hinter dem Schweden ins Ziel kam.

Note: 4

Daniel Ricciardo: Der Australier erlebte ein Rennen zum Vergessen. Bis zu seinem letzten Boxenstopp in Runde 40 lief alles wie geplant. Dann wurde zunächst ein Reifen nicht richtig montiert, wenig später beschädigte sich Ricciardo mit dickem Hals den Frontflügel. Nur neun Runden später gab der Red-Bull-Pilot das Rennen vorzeitig auf.

Note: 4

Esteban Gutierrez: Der Mexikaner fuhr ein unauffälliges Rennen im Mittelfeld, Punkte waren außer Reichweite. Als er in der 35. Runde zum Reifenwechsel hineinkam, nahm das Rennen ein vorzeitiges Ende. Gutierrez blieb in der Box stehen, als er nach dem Reifenwechsel den ersten Gang nicht mehr einlegen konnte.

Note: 4

Der Stopp von Ricciardo ging in die Hose - Foto: Sutton

Adrian Sutil: Der Sauber-Pilot erlebte ein frustrierendes Rennen. Nachdem sich Sutil ohnehin schon im hinteren Mittelfeld befand, musste er sein Fahrzeug wenig später sogar abstellen. So verlor Sutil in Runde 33 zunächst Leistung, ehe sich das Auto auf der Strecke komplett ausschaltete, da die komplette Stromversorgung ausfiel.

Note: 4

Jean-Eric Vergne: Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen, der erneut in die Top-Ten fuhr, blieb Vergne in Malaysia punktelos. Noch vor Rennhalbzeit musste der Franzose seinen Toro Rosso mit einem technischen Defekt in der Box abstellen.

Note: 4

Jules Bianchi: Das vorzeitige Rennende des Marussia-Piloten nahm schon in der vierten Kurve seinen Lauf. Bei einer Kollision mit Maldonado, für die Bianchi im Anschluss an das Rennen eine 2-Punkte-Strafe erhielt, beschädigte er sich das Auto. Zunächst konnte der Franzose das Rennen noch fortsetzen, musste den Boliden wenige Runden später allerdings vorzeitig abstellen.

Note: -

Maldonado wurde beim Start abgeräumt - Foto: Sutton

Pastor Maldonado: Bereits nach wenigen Kurven wurde der Lotus-Pilot von Jules Bianchi unsanft aus dem Weg geräumt. Zwar konnte der Venezolaner das Rennen zunächst fortsetzen, wurde jedoch wenige Runden später vom Team an die Box geordert - verfrühtes Rennende, um den Motor zu schonen.

Note: -

Sergio Pérez:Für den Mexikaner war das Rennen beendet, bevor es überhaupt begonnen hatte. Ein Problem an der Hydraulik verhinderte ein Start des Force-India-Piloten.

Note: -


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