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Formel 1 - China GP: Die Tops und Flops

Silber mit seinem Schuss Rot

Der vierte Formel-1-Saisonlauf ist Geschichte. Motorsport-Magazin.com präsentiert die Tops und Flops aus Shanghai.
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Motorsport-Magazin.com - Neben strahlenden Siegern gab es auch einige enttäuschte Gesichter im Fahrerlager von Shanghai. Motorsport-Magazin.com präsentiert die Tops und Flops des China-Wochenendes.

Top: Hamiltons Hattrick

Lewis Hamilton ist der Mann der Stunde - Foto: Sutton

Malaysia, Bahrain, China. Lewis Hamilton gewann in Shanghai zum dritten Mal in Folge und untermauerte damit seine Ambitionen in Sachen Weltmeisterschaft. Es war der insgesamt 25. Rennsieg des Silberpfeil-Piloten, der in der ewigen Bestenliste mit seinem Chef Niki Lauda gleichzog. Seit Samstag ist Hamilton auch der erfolgreichste britische Pole-Setter. Er hält nun bei 34 Qualifying-Bestzeiten und überflügelte damit seinen Landsmann Jim Clark. Wie überlegen Mercedes derzeit ist, beweist der Umstand, dass Nico Rosberg trotz fehlender Telemetrie auf den zweiten Platz fuhr und in der Gesamtwertung gegenüber seinem Teamkollegen noch immer die Nase vorne hat. Mittlerweile fehlen Hamilton aber nur mehr vier Punkte auf den Platz an der Sonne.

Top: Ferraris Auferstehung

Ferrari gelang der Befreiungsschlag - Foto: Sutton

Ferrari feierte am Ostersonntag die Auferstehung, denn Fernando Alonso gelang mit Platz drei endlich der heiß ersehnte Sprung auf das Podium. Damit bescherte der Spanier seinem neuen Teamchef Matteo Mattiacci einen perfekten Einstand, auch wenn sich dessen Anteil am Aufschwung in Rot wohl im überschaubaren Rahmen hielt. "Wir waren erstmalig in dieser Saison gegen die Spitzengruppe so wirklich konkurrenzfähig", freute sich Alonso, der seinen Podestplatz Mattiaccis Vorgänger, dem zurückgetretenen Stefano Domenicali, widmete.

Top: Ricciardo hat Vettel im Griff

Vettel musste Ricciardo passieren lassen - Foto: Sutton

Was sich am Freitag bereits angedeutet hatte, setzte sich am Samstag und Sonntag fort: Daniel Ricciardo hatte seinen Red-Bull-Teamkollegen Sebastian Vettel klar im Griff. Der regierende Weltmeister, der mit deutlich höherem Reifenverschleiß zu kämpfen hatte, wurde von der Box sogar angewiesen, Ricciardo vorbei zu lassen, damit dieser Jagd auf Fernando Alonso machen konnte. Vettel ließ seinen Stallgefährten schlussendlich passieren, wenn auch nur widerwillig. Im Ziel trennten die Stallgefährten mehr als 20 Sekunden womit Vettel spätestens jetzt bewusst sein dürfte, dass er einen Widersacher in den eigenen Reihen hat, der keineswegs zu unterschätzen ist.

Top: Versöhnung mit Sachertorte

Hält der Burgfriede zwischen Red Bull und Mercedes? - Foto: Sutton

In den vergangenen Wochen wurde zwischen Mercedes und Red Bull viel Porzellan zerschlagen, vor allem die Forderung der Silberpfeile, das Weltmeisterteam wegen der Fuel-Flow-Affäre für drei Rennen zu sperren, ließ die Wogen hochgehen. Um für Entspannung zu sorgen, tauchte Niki Lauda am Samstagmorgen mit einer Wiener Sachertorte bei Red Bull auf - quasi ein österliches Geschenk. "Ich habe Horner und Marko die Torte mitgebracht, damit sie ihr Leben nach all den Querelen um Fuel Flow wieder versüßen können", schilderte der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende mit einem Grinsen im Gesicht. Ob damit wieder Frieden zwischen den beiden Teams einkehrt?

Flop: Massas Pannen-Stopp

Massa verlor an der Box alle Chancen - Foto: Sutton

Boxenstopps sind in der modernen Formel 1 Hochpräzisionsarbeit, die Piloten werden in der Regel in weniger als drei Sekunden abgefertigt. Umso ärgerlicher ist es, wenn beim Reifenwechsel etwas schief geht, kann man das Rennen dann doch zumeist abhaken. Genau so erging es Felipe Massa. Der Brasilianer lief in Runde elf an der sechsten Position liegend die Williams-Box an, um sich frische Pneus abzuholen, als das Unheil seinen Lauf nahm. Die Crew hatte das linke mit dem rechten Hinterrad vertauscht und brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um die Reifen wieder richtig zu sortieren. Als Massa endlich wieder auf der Strecke war, fand er sich am Ende des Feldes wieder. "Daran müssen wir auf jeden Fall arbeiten um sicherzustellen, dass so etwas nicht mehr passiert", erklärte der frustrierte Brasilianer.

Flop: Sutils kurzes Rennen

Sutil schied erneut aus - Foto: Sutton

Adrian Sutil erlitt im vierten Saisonrennen den dritten Ausfall. Bereits in der Formationsrunde machte sich ein Motorproblem bemerkbar, weshalb der Sauber-Pilot beim Start bis ans Ende des Feldes zurückfiel. "Im Laufe der ersten Runde hat man gesehen, dass wir auf der Geraden nur mehr bis 240 km/h kamen", klagte er. Weil sich rasch herausstellte, dass das Gebrechen nicht zu beheben war, stellte Sutil seinen C33 an der Box ab. Die Hoffnungen des Gräfelfingers ruhen nun auf den neuen Teilen, die in drei Wochen in Barcelona zum Einsatz kommen sollen. "Es wird besser, ich verliere nicht die Geduld", übte er sich einmal mehr in Zuversicht.

Flop: McLaren außer Form

McLaren hatte meistens das Nachsehen - Foto: Sutton

Die gute Frühform ist Geschichte. Galt McLaren nach der doppelten Podiumsfahrt in Melbourne noch als Geheimfavorit auf die Weltmeisterschaft, ist das Team mittlerweile wieder dort angekommen, wo man schon in der Vorsaison war. Zum zweiten Mal in Folge schafften weder Jenson Button noch Kevin Magnussen den Sprung in die Punkteränge. "Ich denke schon, dass wir ein gutes Auto haben, aber wir kriegen die Reifen einfach nicht zum Arbeiten und das ist in diesen Tagen ein immenses Problem", schilderte Button den Schwachpunkt des MP4-29. Mittlerweile hat sich im McLaren-Lager eine gefährliche Ratlosigkeit breit gemacht. "Ich habe keine Ahnung, was wir machen sollen. Das Ergebnis ist unglaublich enttäuschend."

Flop: Maldonados Horror-Wochenende

Maldonado erlitt am Freitag Schiffbruch - Foto: Sutton

Pastor Maldonado will das China-Wochenende 2014 vermutlich so schnell wie möglich aus seiner Erinnerung streichen. Am Freitag flog der Lotus-Pilot im Training von der Strecke und demolierte seinen Wagen erheblich, während er am Samstag wegen Problemen mit dem Motor gar nicht erst am Qualifying teilnehmen konnte. Verhältnismäßig unspektakulär verlief da schon der Rennsonntag: Maldonado war so gut wie nie im Bild, was im Zweifelsfalle für den Venezolaner spricht, und klassierte sich auf dem 14. Platz. "Heute war nicht mein bestes Rennen, aber immerhin bin ich ins Ziel gekommen", versuchte er das Positive zu sehen.


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