Tipp

Formel 1 - Bahrain-Testfahrten: Die Tops & Flops

#LOLotus

Die Tops und Flops der ersten Tests in Bahrain - mit einem üppig behangenen Wäschemodel, Känguru-Max, lahmen Fahrer-Präsentationen und Monsieur Totalschaden.
von

Motorsport-Magazin.com - Die ersten von zwei Testfahrten in Bahrain sind Geschichte - und haben auf und abseits der Strecke mehr oder weniger kuriose Geschichten geschrieben. Motorsport-Magazin.com präsentiert die Tops und Flops aus der Wüste mit einem Augenzwinkern.

Top: Michibata überstrahlt alles Jessica Michibata ist sowieso schon eine Augenweide im Fahrerlager, doch in Bahrain präsentierte sich Jenson Buttons Freundin noch glänzender. Ein dicker Ring an ihrer linken Hand verriet: Die beiden haben sich verlobt! Ein Highlight im sonst eher trostlosen Fahrerlager - da sagen wir doch: Herzlichen Glückwunsch, J&J! Jenson, ganz Gentleman, machte dem japanischen Dessous-Model seinen Antrag am Valentinstag. Ein bisschen Romantik in der rauen Welt der Formel 1 ist einfach mal eine schöne Abwechslung. Lewis Hamilton würde twittern: #blessed.

Mr. Button, you lucky bastard... - Foto: Sutton

Top: Känguru-Max: Hoch, höher, Chilton! Der Marussia-Pilot sorgte am Freitag für das High-light des Tages, als sein Auto auf der Strecke stehen blieb und leicht am Heck dampfte. Chilton sprang geistesgegenwärtig im hohen Bogen aus dem Cockpit heraus und stellte damit den kürzlich gebrochenen Rekord im Stabhochsprung ein - ohne Stab. Findige Photoshopper nutzten die Steilvorlage, um Max alle möglichen Dinge an den Körper zu basteln. Flügel, Jetpack, Skier, Hexenbesen. Alles dabei. Damit tritt Chilton gleichzeitig die Social-Nachfolge von Mario Balotelli an, der nach seiner Protzpose ebenfalls beliebtes Photoshop-Modell war. Max Chill-ton: Er stellte eine Collage der besten Chilton-Shops zusammen und veröffentlichte sie bei Twitter.

Top: Flaggen-Kunde Rote Flaggen sind böse Flaggen. In Bahrain sahen Streckenposten und Fahrer ziemlich häufig rot, immer wieder rollte eines der effizienten Turbo-Autos auf der Strecke aus. Das spart zwar Sprit - Stichwort: grüne Formel 1 - ist als Ausrede aber ziemlich blöd. Aber die Teams sind ja kreativ und (er-)fanden alle möglichen Gründe, warum einer ihrer Fahrer für rote Flaggen sorgte. Highlights: "E22 red flag test simulation complete" von Lotus nach Maldonados Ausfall sowie "Dafür sind Tests da... wir haben gerade getestet, ob die Streckenposten wach sind. Test bestanden, sie waren es!", von Mercedes als Antwort auf Hamiltons Stehenbleiben. Wir sind gespannt, ob die Teams auch so lustig drauf sind, wenn so etwas im Rennen passiert...

Top: Turbo-Power Die neuen Turbo-Autos sind nicht nur hässlich, sondern auch lahm - die Formel 1 musste sich vor den Testfahrten allerhand Kritik gefallen lassen - und gab die richtige Antwort in Bahrain auf der Strecke. Die V6-Boliden sind wesentlich schneller als zunächst befürchtet. Das stellte Nico Rosberg am Samstag eindrucksvoll unter Beweis, als er in 1:33.283 Minuten die schnellste Runde der Testfahrten drehte. Zum Vergleich: Rosbergs Pole-Zeit in Bahrain 2013 war eine 1:32.330, also nicht einmal eine Sekunde schneller. Klingt erst einmal nicht sonderlich beeindruckend, aber: Die Turbo-Autos waren bei den Tests im Wüstenstaat aerodynamisch noch lange nicht ausgereift und die Fahrer hüteten sich, voll ans Limit zu gehen und möglicherweise den Boliden ins Kiesbett zu setzen. Da ist also noch eine Menge Luft nach oben und bei uns keimt neue Hoffnung auf.

Flop: Gähn-Präsentationen: Endlich in der Formel 1 - der Traum eines jeden Rennfahrers. Seit Samstag gehört Felipe Nasr dieser seltenen Gattung an. Der Brasilianer ist neuer Testfahrer bei Williams. Was normalerweise groß gefeiert wird, handelte das Team mit einer Pressemitteilung ab. Um 01:30 Uhr nachts deutscher Zeit. Danke auch dafür. Na ja, dafür durfte Felipe Masr am Samstag gleich mal ins Auto steigen und Runden drehen. Später wechselte er sich mit Teamkollege Felipe Nassa ab. Moment. Wie heißen die beiden nochmal?!

Eine Fahrervorstellung voller Glanz und Glamour... - Foto: Sutton

Egal, bei Lotus war die Fahrerpräsentation nicht weniger unspektakulär. Donnerstagmittag, Boxengasse Bahrain: Plötzlich stehen da ein paar Typen im Lotus-Rennoverall vor dem Auto, das eh nicht fährt. Zwei davon kannte man, Grosjean und Maldonado. Und wer waren die anderen beiden? Der eine ohne Rasierer und der andere mit etwas düsterer Miene? Ah ja, Charles Pic hat wieder einen Job in der F1! Der Ex-Caterham-Pilot ist neuer Ersatzmann bei Lotus. Der andere heißt Marco Sörensen, jetzt auch Lotus-Testfahrer, und hatte sich seinen F1-Einstand bestimmt etwas glamouröser vorgestellt. Wir haben den jungen Dänen der Fairness halber dann doch mal etwas genauer vorgestellt...

Flop: Renaults Sorglosigkeit Denken wir dieser Tage an Renault, haben wir ein ganz bestimmtes Lied im Ohr: "Don't worry, be happy". Die Sorglos-Hymne von Bobby McFerrin würde gut zu Motorenchef Remi Taffin passen, der elfengleich durchs Fahrerlager schwebte und krampfhaft versuchte, gute Laune zu verbreiten. "Die können morgen locker 60 bis 70 Runden fahren", hatte der Renault-Mann nach den ersten beiden Tagen gesagt, an denen es bei Lotus katastrophal lief. Ergebnis am dritten Tag: Maldonado kam auf 26 Runden. Bisschen weniger als von Renault angesagt... Überhaupt erweckt es den Eindruck, als sei Renault ganz zufrieden mit der Performance der eigenen Kunden-Teams. Ja, hier und da ginge mal ein kleines Teil kaputt, hieß es seitens der Franzosen - aber alles kein Weltuntergang. Wie lange sich Red Bull und Co. die Beschwichtigungen wohl noch gefallen lassen? Zeit, um über ihre Motoren-Zukunft nachzudenken, hatten die Teams zur Genüge. In der Box.

Zumindest die Kinder haben bei Lotus ihren Spaß - Foto: Sutton

Flop: Auto kaputt, Flieger futsch Früher hat Romain Grosjean das eine oder andere auf der Strecke kaputtgemacht, heutzutage geht alles um ihn herum in die Brüche. Als ob es nicht gereicht hätte, dass er in Bahrain mit dem Lotus-E22 kaum fahren konnte - nur 26 Runden - machte auch noch sein Flugzeug schlapp, als er in London auf seinen Anschlussflug nach Moskau warten musste. Pannen-Grosjean! Monsieur Totalschaden! Le grand malheur, der aggressive leader von Lotus hat es wirklich nicht leicht...

Flop: Lotus An dieser Stelle kein Anflug von Kreativität. Lotus war in Bahrain einfach nur ein Flop auf ganzer Linie. Kaum Runden, komische Fahrerpräsentation, Fragezeichen in den Gesichtern der Fahrer, kein richtiger Teamchef - Lotus, das war nix! Dabei hatte sich das Team in Jerez noch großspurig über die Konkurrenz lustig gemacht. Wie wäre es denn mit diesem hashtag: #LOLotus


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x