Formel 1 - Jerez III: RBR flucht, McLaren erneut on top

Rot dominierte wieder

Rauchende Räder, rauchende Motoren und Autos, die einfach stehen bleiben - auch der dritte Testtag stand im Zeichen der Farbe rot.
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Motorsport-Magazin.com - Pleiten, Pech & Pannen - der Testfluch bei Red Bull Racing geht auch am dritten Testtag weiter. Wie bereits Sebastian Vettel am ersten Testtag kam sein Neo-Teamkollege Daniel Ricciardo nicht über drei Runden hinaus. Red Bull soll sich mit ähnlichen Schwierigkeiten wie schon am Vortag herumgeplagt haben: ein Hardware-Fehler am Energiespeicher innerhalb der komplizierten Power Unit. Auf Twitter versuchte es Red Bull mit Humor: "RB10 wird langsamer...das ist alles Taktik und zwar die weniger-ist-mehr Taktik." Doch wie Motorsport-Magazin.com erfuhr, sind Teamchef Christian Horner und Designgenie Adrian Newey am Nachmittag bereits Richtung Milton Keynes abgereist.

Vergne blieb gleich zwei Mal liegen - Foto: Sutton

Die Zwischenfälle: Insgesamt fünf Mal wurde am dritten Testtag die rote Flagge geschwenkt. Neben Daniel Ricciardo, der seinen RB10 wegen eines rauchenden Hecks auf der Installationsrunde abstellen musste, blieb auch Fernando Alonso auf der Strecke liegen. Zumindest hatte der Ferrari-Pilot zu diesem Zeitpunkt bereits 26 Runden abgespult. Als der Force India von Nico Hülkenberg stehen blieb, hatte der Deutsche erst sechs Runden auf dem Buckel.

Landsmann Adrian Sutil crashte in Kurve fünf und beschädigte sich dabei das linke Vorderrad und den Frontflügel. Danach brauchte es rund 20 Minuten, um die Reifenstapel an dieser Stelle zu reparieren. Gleich zwei Mal innerhalb kürzester Zeit sorgte Jean-Eric Vergne für eine Testunterbrechung. Beim ersten Mal musste er seinen Toro Rosso am Ende der Start/Ziel-Geraden abstellen. Am linken Vorderrad des STR9 rauchte es und die Marshals mussten zum Löschen antanzen. Beim zweiten Mal kam er nicht einmal aus der Boxengasse. "Via Twitter teilte Caterham-Pilot Robin Frijns sein Leid mit: "Zahlreiche Elektronikprobleme, das Team arbeitet daran."

Die Zeiten: Kevin Magnussen, der am Nachmittag das Cockpit von seinem Teamkollegen Jenson Button übernahm, fand sich auf der Zeitenliste ganz oben wieder. In 1:23.276 Minuten war der McLaren-Rookie knapp vier Zehntel schneller als Williams-Pilot Felipe Massa und sechs Zehntel als Lewis Hamilton. Sein Teamkollege hatte als Vierter bereits 1,7 Sekunden Rückstand. Alonso, der erstmals im F14 T Platz nahm, fuhr in 1:25.495 Minuten auf Rang fünf. Die Top-8 komplettierten Nico Hülkenberg (Force India), Vergne (Toro Rosso) und Adrian Sutil. Letzteren beiden fehlten auf die Magnussen-Bestzeit bereits über sechs Sekunden.

Marussia: Kurz vor 15 Uhr war es endlich soweit: Marussia ließ seinen neuen Renner auf die Strecke. Max Chilton absolvierte einige Installationsrunden, um die Systeme zu checken. "Applaus auf der Tribüne als Max seine fünfte und letzte Runde im MR03 absolvierte ... gutes Debüt", twitterte der Rennstall. Als letztes Team präsentierte Marussia am Donnerstag - und damit mit zwei Tagen Verspätung - den neuen Boliden für die Saison 2014. Technische Probleme hatten Marussia dazu gezwungen, länger als geplant in der heimischen Fabrik am Auto zu arbeiten.

Einsatzplan Testfahrten, Jerez:

Team Donnerstag Freitag
Red Bull Ricciardo Ricciardo
Mercedes Hamilton Rosberg
Ferrari Alonso Alonso
McLaren Button/Magnussen Magnussen
Force India Hülkenberg Juncadella
Sauber Sutil Sutil
Williams Massa Massa
Toro Rosso Vergne Kvyat
Marussia Chilton Bianchi
Caterham Frijns Kobayashi

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