Formel 1 - Sutil: Sauber-Premiere endet mit Unfall

Das wird eine lange Nacht

Adrian Sutil beendet sein Sauber-Debüt in Jerez mit einem ordentlichen Knall. Der Neuzugang erklärt, wie es zum Unfall am vorletzten Testtag kommen konnte.
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Motorsport-Magazin.com - Rund eine Stunde vor dem Ende des dritten Tages der Testfahrten in Jerez knallte es in Kurve 5. Adrian Sutil hatte die Kontrolle über seinen neuen Sauber verloren und war in einen Reifenstapel eingeschlagen. Das Resultat: vorzeitiger Feierabend, Frontflügel zerstört und linkes Vorderrad verbogen. Nicht das Ende, wie es sich Sutil bei seinem ersten offiziellen Einsatz für den neuen Arbeitgeber aus Hinwil vorgestellt hatte.

Für unser derzeitiges Paket sind die Reifen viel zu hart.
Adrian Sutil

"Gegen Ende der Session fuhren wir ein paar Installationsrunden", klärte der ehemalige Force-India-Pilot auf. "Auf der letzten Runde verlor einer der Reifen stark an Temperatur. Das traf mich überraschend als ich aus der Kurve herausbeschleunigte, auf der Geraden vom dritten in den vierten Gang schaltete, das Auto ausbrach und ich von der Strecke rutschte. Für unser derzeitiges Paket sind die Reifen viel zu hart." Das Sauber-Team dürfte in der Nacht auf Freitag allerhand zu tun haben, um den C33-Boliden wieder zu reparieren. Sutil: "Man kann alles wieder richten, aber es wird eine lange Nacht. Wir haben nicht so viele Teile dabei, aber für Morgen bekommen wir es hin."

Sutil nimmt am abschließenden Testtag auf dem Circuito de Jerez erneut im Sauber Platz, um sich mit dem Turbo-Feeling vertraut zu machen. Unterschiede zum alten V8-Sauger fielen dem Deutschen sofort auf. "Es ist ziemlich anders zu fahren, denn das Auto hat wesentlich mehr Drehmoment und klingt anders", schilderte Sutil seine ersten Eindrücke nach 34 Runden. "Es ist sehr leise, aber die Power ist auf jeden Fall vorhanden."

Feierabend für den Sauber - Foto: Sutton

Während der ersten Testtage des neuen Jahres liegt der Fokus der Teams vor allem darauf, die größten Probleme auszuräumen. Sauber bildete da keine Ausnahme, auch bei der Truppe aus Hinwil hakte es noch etwas. "Es ist noch früh, da arbeiten die Systeme noch nicht ganz so wie sie sollten", machte sich Sutil keine größeren Sorgen. "Wir konnten aber ein paar ordentliche Runs abspulen. Unser größtes Problem war das brake-by-wire-System, daran müssen wir noch arbeiten."

Effektiv musste der 31-Jährige komplett auf den Einsatz des Bremsassistenten verzichten - Sauber hat seit einigen Tagen Schwierigkeiten, das brake-by-wire-System korrekt ans Laufen zu bekommen. "Jede Kurve stellte ein Problem dar", erklärte Sutil. "Ohne dieses System ist das Auto ziemlich unfahrbar, wenn man am Limit ist." Er war nicht sicher, ob das Team das System rechtzeitig zum letzten Tag in Jerez einsatzfähig bekommt. Sutil: "Hoffentlich klappt es, dann können wir auch einmal über das Setup reden." Sauber schickte den C33 eher als Rollout-Version nach Spanien, die Aerodynamik rückte stark in den Hintergrund. Bis zum zweiten Test in Bahrain soll sich noch eine Menge am Boliden tun.


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