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Formel 1 - Die tragischsten Verluste der F1-Geschichte

Lost Generation - Tom Pryce

Die F1 sah in der Geschichte viele Tragödien. Motorsport-Magazin.com widmet sich jenen, die den Heldentod auf der Strecke fanden. Heute: Tom Pryce.
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Motorsport-Magazin.com - Kyalami, 5. März 1977. Im Windschatten von Hans-Joachim Stuck rast Tom Pryce mit 280 km/h in Richtung 'The Kink' - eine Bergkuppe mit leichtem Rechtsknick - als vor ihm plötzlich zwei Streckenposten auf der Strecke auftauchen. Die beiden Helfer waren ausgerechnet in Richtung seines Shadow-Teamkollegen, Rene Zorzi, unterwegs, dessen Motor wegen einer defekten Benzinleitung in Flammen stand.

Lost Generation: Tom Pryce: (5:00 Min.)

Das Sprichwort "zur falschen Zeit am falschen Ort" war in der Geschichte der Formel 1 nie zutreffender als während des Großen Preises von Südafrika. Während sich der erste Streckenposten um Haaresbreite retten konnte, wurde der zweite Streckenposten von Pryce Boliden erfasst. Der 19-jährige Frederick Jansen Van Vuuren war sofort tot. Fatalerweise flog beim Zusammenprall der Feuerlöscher des Streckenpostens ungehindert in das Gesicht von Pryce.

Der Engländer war ebenfalls auf der Stelle tot, doch sein Fuß blieb auf dem Gaspedal. Führerlos raste der Shadow-Bolide die Start-Ziel-Gerade entlang als Jacques Laffitte zum Überholen ansetzte - ohne zu wissen, dass sein Gegner tot ist. Die beiden Boliden krachten in der Crowthorne-Kurve ineinander, kamen von der Strecke ab und schlugen in die Streckenbegrenzung ein. Der Grand Prix in Kyalami wurde trotz der bizarren Szenen in Runde 22 fortgesetzt. Bis heute gilt Tom Pryce als der beste und erfolgreichste walisische Pilot in der F1-Geschichte.


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