Formel 1 - Red Bull von Ferrari-Sticheleien genervt

Am Ende gewinnt immer Vettel

In Graz äußerten sich Sebastian Vettel und Dr. Helmut Marko über die Sticheleien von Ferrari und das Nachspiel, das der Brasilien GP mit sich brachte.
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Motorsport-Magazin.com - Die FIA bestätigte am Freitag, dass Sebastian Vettel keine Konsequenzen für das umstrittene Überholmanöver an Jean-Eric Vergne in Runde vier des Brasilien GP befürchten muss. Es war das Ende einer Saison, die von vielen sportliche Höhen und Tiefen - aber auch von einigen Sticheleien der Konkurrenz geprägt war.

Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass da links ein Streckenposten war, der die grüne Flagge geschwenkt hat.
Sebastian Vettel

"Was soll ich dazu sagen? Ich habe einen Anruf von Christian Horner bekommen, der meinte, Ferrari ist nicht zufrieden und will ein Überholmanöver unter gelber Flagge in Runde vier noch mal untersuchen lassen", erklärte Sebastian Vettel am Samstagvormittag im Rahmen des Grazer Showruns. Zunächst wäre sich der frischgebackene Dreifachweltmeister nicht sicher gewesen, um welche Situation es sich genau gehandelt haben soll, jedoch habe er speziell in diesem Rennen besonders auf die Flaggen geachtet.

Nach kurzer Bedenkzeit rief Vettel seinen Teamchef am nächsten Morgen zurück und schilderte ihm die Szene: "Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass da links ein Streckenposten war, der die grüne Flagge geschwenkt hat." Im ersten Moment sei es nach einem so turbulenten Rennen schwer gewesen, sich an Einzelheiten zu erinnern, aber nachdem er eine Nacht darüber geschlafen hatte, wäre für ihn alles klar gewesen, so Vettel.

Spanischer Widersacher nicht auf der Höhe der Zeit

Auch Dr. Helmut Marko äußerte sich in seiner Heimatstadt zu den Sticheleien aus Maranello. Bei Red Bull habe man immer gewusst, das Sebastian Vettel sehr wohl über gute Überholfähigkeiten verfüge, aber dem Anschein nach gebe es verschiedene Wissensstände über die Qualitäten von Sebastian Vettel. Diesbezüglich sei Fernando Alonso nicht auf dem aktuellsten Stand, so Dr. Marko.

Von den Newey-Autos sind zwei am Start, letztendlich gewinnt aber immer Vettel.
Dr. Helmut Marko

In Dr. Markos Augen gehört Alonso gemeinsam mit Sebastian Vettel und Lewis Hamilton zu den gegenwärtig besten Formel-1-Piloten, aber bei Niederlagen neige dieser zu politischen Äußerungen. Besonders die Aussage, dass Alonso ein Rennen gegen Neweys Auto und nicht gegen Vettel fährt, missfiel dem gebürtigen Steirer: "Von den Newey-Autos sind zwei am Start, letztendlich gewinnt aber immer Vettel", schoss er auch ein wenig in Richtung Mark Webber.

Dr. Marko nutzte diese Gelegenheit auch, um noch einmal auf die Qualitäten des Dreifachweltmeisters hinzuweisen. Mit einem unglaublichen Selbstvertrauen schaffe es Vettel, das gesamte Team zu motivieren. Und besonders die Leistungen nach der Sommerpause lobte der Le Mans Gewinner von 1971: "Seit 2009 ist es schon so, dass es nach der Sommerpause nochmal bergauf geht. Das ist inzwischen eine Konstante." Mit unglaublicher körperlicher Fitness und mentaler Stärke gelänge es Vettel, trotz allen Rückschlägen zuzulegen, damit am Ende der Titel stehe.


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