Formel 1 - Interview - Frank Williams

Valtteri wird sehr hoch eingeschätzt

Williams-Teamchef Frank Williams sieht Valtteri Bottas bestmöglich auf seine erste Formel-1-Saison vorbereitet, die dennoch seine härteste werden wird.

Motorsport-Magazin.com - 2013 bilden Pastor Maldonado und Valtteri Bottas die Fahrerpaarung beim Williams F1 Team. Wie denken Sie werden die beiden sich als Fahrer ergänzen?
Frank Williams: Beide Fahrer sind an sich stark und ich bin gespannt, was sie nächstes Jahr erreichen können. Pastor hat diese Saison gezeigt, dass er einer der schnellsten Fahrer in der Formel 1 ist und hat einige ausgezeichnete Qualifying-Leistungen an den Tag gelegt. Valtteri hat bereits in der geringen Zeit im Auto, die er hatte, gezeigt, dass er schnell bei der Pace ist. Also sollten wir zwei Fahrer haben, die das meiste aus dem unbestrittenen Potential des Autos herausholen können. Man kommt auch gut mit ihnen aus, was immer dabei hilft, ein gutes Verhältnis zu den Ingenieuren aufzubauen und das Auto zu entwickeln.

Valtteri hat bereits in der geringen Zeit im Auto, die er hatte, gezeigt, dass er schnell bei der Pace ist.
Frank Williams

2013 wird Pastor Maldonados dritte Saison für Williams - was hat Sie an ihm am meisten beeindruckt, seitdem er zum Team stieß?
Frank Williams: Pastor hat eine unglaubliche Grundpace, er hat die Fähigkeit, alles aus dem Auto herauszuquetschen und Speed zu finden, wo andere es nicht tun würden. Er zeigt mehr und mehr Reife mit jedem Rennen und sein dominanter Auftritt beim Spanien GP hat gezeigt, dass er mit Druck umgehen und ein tadelloses Rennen fahren kann. Mit einer weiteren Saison auf dem Buckel kann er nächstes Jahr sicherlich seine Position als einer der Top-Fahrer festigen.

Valtteri Bottas wird als einer der heißesten Kandidaten der Formel 1 angesehen. Welche Qualitäten haben Sie in ihm gesehen, dass sie ihn vom Test- zum Stammfahrer befördert haben?
Frank Williams: Valtteri ist seit drei Jahren Teil der Williams-Familie und ich weiß, dass er von unseren Renningenieuren und anderen im Paddock sehr hoch eingeschätzt wird. Seine Fähigkeit, Informationen schnell aufzunehmen, ist hervorragend und er hat 2012 während der Freitagseinsätze gezeigt, dass er auf einer neuen Strecke schnell auf Tempo kommt. Das wird nächstes Jahr wichtig sein, denn die erste Saison ist immer die härteste, vor allem beim Kaliber der anderen Fahrer.

Glauben Sie, dass die Tatsache, dass Valtteri seit 2010 bei Williams ist, eine große Rolle dabei spielen wird, dass er sich in seiner ersten Formel-1-Saisons schnell zurechtfindet?
Frank Williams: Das ist definitiv ein großer Vorteil. Er verbringt viel Zeit in der Fabrik und hat so gute Beziehungen aufgebaut und weiß, wie wir gerne vorgehen. So wissen wir auch, wie er gerne arbeitet, was bei der Entwicklung des Autos über die gesamte Saison entscheidend ist, weil sie eine gute Kommunikation in beide Richtungen erfordert. Einen Fahrer zu haben, der drei Saisonen lang das Auto getestet und ausführlich im Simulator gearbeitet hat, bedeutet, dass er so gut auf seine erste Saison vorbereitet ist wie nur irgend möglich.

Natürlich war der Sieg in Spanien denkwürdig und hat gezeigt, dass wir siegfähige Autos bauen können.
Frank Williams

Wir würden Sie die Saison 2012 für Williams als Ganzes bewerten?
Frank Williams: Der FW34 war ein starkes Auto und im Ganzen haben wir das Gefühl, dass wir uns mit der Ausstattung, die wir hatten, besser hätten schlagen müssen. Unsere Longrunpace war konstant stark und während wir unsere Qualifyingpace verbessern müssen, waren wir auf bestimmten Strecken in der Lage, es den Top-Teams über eine Runde nicht einfach zu machen. Natürlich war der Sieg in Spanien denkwürdig und hat gezeigt, dass wir siegfähige Autos bauen können. Der Entwicklungsgrad, den wir über das Jahr 2012 gezeigt haben, war sehr ermutigend und ich bin zuversichtlich, dass wir mit den Leuten, die wir haben, 2013 weiter nach vorne kommen.

Mit was wären Sie zu dieser Zeit im nächsten Jahr in Bezug auf das Williams F1 Team zufrieden?
Frank Williams: Es ist immer gefährlich, Vorhersagen zu machen, besonders wenn man die Unvorhersehbarkeit der Saison 2012 zu Grunde legt. Nichtsdestotrotz werden wir danach streben, auf 2012 aufzubauen und ein Auto zu bauen, das konstant auf einer großen Bandbreite an Strecken in die Punkte fahren und zudem das Podium angreifen kann.


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