Formel 1 - Sauber bekam die Reifen nicht auf Temperatur

Eine große Enttäuschung

Kamui Kobayashi und Sergio Perez blieben im Qualifying von Austin hinter den Erwartungen zurück, weil die Reifen nicht mitspielten.
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Motorsport-Magazin.com - Das Sauber Team erlitt im Qualifying von Austin im Kampf um den fünften Rang in der Konstrukteurs-Wertung einen Rückschlag. Während Konkurrent Mercedes mit Michael Schumacher einen Piloten ins finale Qualifying-Segment brachte, klassifizierten sich Sergio Perez und Kamui Kobayashi lediglich auf den Rängen 15 und 16 und hatten große Probleme, ihre Pirelli-Reifen auf die optimale Betriebstemperatur zu bekommen.

Ich hoffe, dass wir keine Probleme haben und werde versuchen, Punkte zu machen
Kamui Kobayashi

"Es war nicht einfach", gab Kobayashi zu. "Wir haben das Beste versucht, aber es hat nicht funktioniert." Der Japaner vermutete die Gründe für das schwache Abschneiden der schweizerischen Privatmannschaft in den großen Temperaturunterschieden zwischen dem dritten Freien Training und dem Qualifying, das am Nachmittag stattfand. "Ich fand das Aufwärmen der Reifen am Nachmittag zwar etwas einfacher, aber ich habe trotzdem nicht den Punkt gefunden, an dem die Reifen richtig gut funktionieren", führte er aus. "Leider war das Auto zu schwierig zu fahren, um eine gute Rundenzeit zu erreichen."

Dennoch wollte Kobayashi den Kopf noch nicht in den Sand stecken, denn immerhin wäre es nicht das erste Mal, dass er sich vom hinteren Teil des Feldes den Weg nach vorne bahnt, zumal es am Sonntag einfacher sein sollte, die Pneus auf Temperatur zu kriegen. Zudem könnte ihm womöglich die neue Strecke in die Karten spielen. "Es könnte viel Action geben", spekulierte der 26-Jährige. "Ich hoffe, dass wir keine Probleme haben und werde versuchen, Punkte zu machen."

Unterstützung für Perez

Auch Teamkollege Perez klagte darüber, dass er sich im Vergleich zum Vormittagstraining verschlechtert habe und Probleme hatte, die Reifen aufzuwärmen sowie unter Untersteuern litt. "Vielleicht haben wir auf die veränderten Streckenbedingungen nicht richtig reagiert", mutmaßte er.

Die Mexikaner stürmen Austin - Foto: Sutton

Der Mexikaner wird in Texas lautstark von zahlreichen Landsleuten unterstützt, denen auch sein Dank galt. "In meinem Land reist man immer mit der ganzen Familie, und mir ist bewusst, wie teuer das ist", gab er zu Protokoll. "Ich wünschte, ich hätte heute ein besseres Ergebnis holen können. Morgen werde ich alles geben, um diesen Menschen ein gutes Rennen zu bieten. Wie schwierig es auch sein mag, ich werde um Punkte kämpfen."

Teamchefin Monisha Kaltenborn bezeichnete das Ergebnis als eine große Enttäuschung für ihre Mannschaft. "Wir verstehen noch nicht wirklich, was schief gegangen ist", gab die Wienerin zu. Es sei nun die Aufgabe der Ingenieure, die Probleme für das Rennen in den Griff zu bekommen. Giampaolo Dall´Ara, der leitende Ingenieur an der Rennstrecke, erklärte, dass das Team seinen Piloten mehr Runden als geplant zubilligte, um die Reifen auf Temperatur zu bekommen, doch diese Maßnahme habe nicht gefruchtet. "Das Rennen wird eine eigene Geschichte, aber natürlich sind unsere Startplätze ein großer Nachteil", blickte er in Richtung Sonntag.


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