Formel 1 - Massa: Webber hätte bestraft werden müssen

Das Urteil ist komplett falsch

Felipe Massa erlebt in Abu Dhabi ein schwieriges Rennen. Das Auto macht Probleme, Mark Webber schießt ihn ab - und kommt auch noch straffrei davon.
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Motorsport-Magazin.com - Von Platz neun gestartet, als Siebter über die Ziellinie gefahren: Rein vom Ergebnis betrachtet dürfte Felipe Massa mit dem Rennen in Abu Dhabi zufrieden sein. Doch der Brasilianer trauerte nach den 55 turbulenten Runden auf dem Yas Marina Circuit vor allem den verpassten Chancen nach. "Das ist schade. Ich wäre auf jeden Fall vor Kobayashi ins Ziel gekommen", sagte der Ferrari-Pilot. "Immerhin ist es mir gelungen, ein paar wichtige Punkte fürs Team zu holen, so dass wir uns in der Team-WM von McLaren absetzen konnten." Ansonsten konnte Massa an seinem Rennen allerdings nicht viel Gutes finden. Als Schlüsselszene machte der 31-Jährige den Zusammenstoß mit Mark Webber aus.

Ich finde, das Urteil ist komplett falsch.
Felipe Massa

"Das Duell mit Webber war der entscheidende Moment", meinte er. "Ich habe in der wichtigsten Phase des Rennens viele Plätze verloren." Die Schuldfrage war für ihn eindeutig. "Er hat versucht, außen an mir vorbeizufahren, und wir haben uns berührt", berichtete Massa. "Dann hat er in der Schikane abgekürzt, kam wieder rüber und hat mich zu einem Dreher gezwungen, damit ich nicht ihn ihn hineinfahre." Die Entscheidung der Rennleitung, Webber für den Zwischenfall nicht zu bestrafen, konnte er deshalb nicht nachvollziehen. "Ich finde, das Urteil ist komplett falsch", sagte der Vize-Weltmeister von 2008. "Aber es ist nicht das erste Mal, dass die Stewards nicht die richtige Entscheidung treffen."

Aber nicht nur mit der Leistung der Jury, auch mit der Performance seines Boliden war Massa nicht zufrieden. "Speziell auf den weichen Reifen war es ein Kampf", erzählte er. "Der Verschleiß war höher als wir erwartet haben." Hinzu kam, dass die Pace des Autos im Rennen bei weitem nicht so gut gewesen sei, wie er es nach den Trainingseindrücken gehofft hatte. "Am Freitag sah der Longrun viel besser aus", meinte der WM-Siebte. "Wir müssen herausfinden, was sich in den letzten zwei Tagen verändert hat." Vor allem die Balance habe ihm über die gesamte Renndistanz Probleme bereitet. "Ich hatte Untersteuern in den schnellen und Übersteuern in den langsamen Kurven", erläuterte Massa.


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