Formel 1 - Stuck kritisiert Hamilton-Wechsel

Nicht nachvollziehbar

Hans-Joachim Stuck kann es nicht nachvollziehen, sollte die Trennung von Michael Schumacher von Mercedes ausgegangen sein.
von

Motorsport-Magazin.com - DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck hat nach dem aus von Michael Schumacher und der Verpflichtung von Lewis Hamilton harsche Kritik an Mercedes geübt. "Wenn die Entscheidung wirklich von Mercedes ausging, den Vertrag von Michael Schumacher nicht zu verlängern, ist das für mich nicht nachvollziehbar. Ich finde Schumacher hat eine absolute Berechtigung im Mercedes-Team zu sein", betonte Stuck.

Schumacher hat Rosberg Paroli geboten. Er hat ihn geschlagen und ist in diesem Jahr in Monaco, auf der schwierigsten Strecke im Rennkalender, auf die Pole Position gefahren.
Hans-Joachim Stuck

Die Leistungen Schumachers würden für eine Vertragsverlängerung sprechen. "Schumacher hat Rosberg Paroli geboten. Er hat ihn geschlagen und ist in diesem Jahr in Monaco, auf der schwierigsten Strecke im Rennkalender, auf die Pole Position gefahren", geriet der Deutsche regelrecht ins Schwärmen. Sollte sich Mercedes dennoch gegen dem Rekordchampion entschieden haben, sei dies ein "unverdienter Lohn für Schumachers Arbeit".

Auch das Argument seitens Mercedes, mit zwei jungen Piloten in die Zukunft gehen zu wollen, lässt Stuck nicht gelten. "Sie haben schon einen. Ich fand die Konstellation perfekt." Anders als die Fahrerpaarung für Hamilton/Rosberg. "Rein taktisch ist es unklug, einen Hamilton und einen Rosberg zu paaren. Die werden sich schwer an die Karre gehen", meinte Stuck gegenüber Spox. Hamilton ist zwar ein schneller Fahrer, dem jedoch die Konstanz fehlt.

Es ist immer noch Motorsport. Dass da einer dem anderen in die Karre fährt, liegt in der Natur der Sache.
Hans-Joachim Stuck

Auch die jüngsten Vorkommnisse in Singapur sind für Stuck kein Grund für die regelrechte Hetzjagd auf Schumacher. "Zu fragen, ob er zu alt zum Rennen fahren sei oder eine Brille brauche, ist eine Unverschämtheit", stellte er klar. "Der Unfall war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Es ist immer noch Motorsport. Dass da einer dem anderen in die Karre fährt, liegt in der Natur der Sache.

Auch zur Zukunft des Rekordweltmeisters hat Stuck eine klare Meinung. Sauber hält er für das falsche Team. "Ich wünsche Michael von Herzen, dass er in einem ordentlichen Auto sitzt. Da muss man einfach sagen, dass Sauber nichts für ihn ist, obwohl sie sicher einen super Job machen", sagte Stuck. Alternativen gibt es allerdings nur wenige. "Zum einen ist da Ferrari, was ich aber bezweifle. Die andere Möglichkeit wäre Lotus, danach wird die Luft aber schon verdammt dünn."


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x