DTM - Interview - Mattias Ekström: Zeit für die schwedische Hymne

Punkte wichtiger als Statistiken

Mattias Ekström wird in Moskau Zweiter. Der Audi-Pilot spricht über das Rennen und seine Titelambitionen.

Motorsport-Magazin.com - Hätten Sie gedacht, dass der erste Sieg in der Rallycross-WM so schnell kommt?
Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viele Stunden Arbeit in dieses Projekt investiert und so manche Zweifel beiseite geräumt. Mit dem Sieg beim Heimspiel haben wir uns selbst belohnt - aber das ist nur der erste Schritt. Für die ganze Mannschaft war es eine tolle Belohnung und die beste Motivation für die Zukunft.

Jetzt wird es Zeit, dass am Sonntag endlich wieder einmal die schwedische Nationalhymne gespielt wird
Mattias Ekström

Der Erfolg scheint Sie auch in der DTM zu beflügeln: In Moskau standen Sie zum dritten Mal in diesem Jahr auf dem Podium - so oft wie kein anderer Pilot.
Wichtiger als diese Statistiken sind die Punkte, die wir geholt haben. Zur Halbzeit des Jahres liegen wir in Schlagdistanz zum Tabellenführer - das ist das, was zählt. Natürlich freue ich mich über jeden Pokal, aber jetzt wird es Zeit, dass am Sonntag endlich wieder einmal die schwedische Nationalhymne gespielt wird.

Sie entwickeln sich immer mehr zum "Aufholjäger" in der DTM. Was ist Ihr Erfolgsrezept, um regelmäßig aus dem Mittelfeld ganz nach vorn zu fahren?
Harte Arbeit. Wir verbringen viel Zeit mit unseren Ingenieuren, um aus allen Daten die optimale Abstimmung für unseren Audi RS 5 DTM herauszufinden und daraus eine perfekte Strategie zu gestalten. Das macht viel Spaß - besonders, wenn man damit am Renntag erfolgreich ist. Trotzdem werden wir künftig auch alles daran setzen, von weiter vorn ins Rennen zu gehen. Das Ziel bleibt ein Sieg.

Was erwarten Sie von der zweiten Saisonhälfte?
Einen spannenden Kampf an der Tabellenspitze. Es kommen jetzt einige Strecken, die mir gut liegen. Allen voran natürlich der Red Bull Ring, der schon wegen seines Namens ein gutes Pflaster für mich sein sollte. Auch am Nürburgring und in der Lausitz habe ich in der Vergangenheit schon Rennen gewonnen. Der Plan ist: ein wenig durchatmen in der kurzen Sommerpause und dann voll angreifen.


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