DTM - Wie wirkt sich das Wetter am Norisring aus?

Bremsen gut, Reifen gut

Audi hofft auf Regen, Mercedes wünscht sich zum Rennen am Norisring Sonnenschein. Doch wie wirken sich die Wetterkapriolen in Nürnberg auf die DTM-Boliden aus?
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Motorsport-Magazin.com - Eine beliebte Frage am Rande des fünften Saisonlaufes am Norisring: "Wie wird das Wetter am Sonntag?" Heiß, kühl, Sonne oder Regen - die Antwortmöglichkeiten sind vielfältig und kombinierbar. Am Samstag hatte es zwischen dem dritten und vierten Qualifying-Segment geregnet, auch Freitag war die Strecke zeitweise durchnässt.

In den vergangenen Jahren war der Norisring meist mit sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad gesegnet, doch an diesem Wochenende herrscht eher Herbstwetter. Viel mehr als 18 Grad waren auf dem Thermometer bislang nicht zu erblicken. "Das Wetter scheint ein bisschen komisch zu sein. In der einen Minute regnet es und in der nächsten ist es schon wieder trocken", fasste David Coulthard die Situation treffend zusammen.

Das Wetter scheint ein bisschen komisch zu sein. In der einen Minute regnet es und in der nächsten ist es schon wieder trocken.
David Coulthard

Wetter gut für die Bremsen

Wie wirken sich die kühlen Gegebenheiten auf dem 2,3 km langen Stadtkurs aus? "Es ist positiv, dass es nicht ganz so heiß ist", meinte etwa Timo Scheider im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. Gerade die Bremsen sind ein wichtiges Thema während des Rennens, werden sie doch extrem stark in den engen Kurven belastet. "In dieser Hinsicht sollte uns das Wetter unterstützen", glaubte Scheider.

Der Audi-Pilot würde sich im Gegensatz zu den Fans nicht über Regen ärgern. "Darüber wäre ich nicht unglücklich, denn im Regen waren wir recht schnell", so Scheider. Auch mit den Hankook-Reifen habe er keinerlei Probleme gehabt - ganz im Gegenteil: "Die waren bei mir heute perfekt. Sie funktionierten schon in der ersten Kurve nach der Boxenausfahrt gut."

Zu 85 Prozent Regen - oder nicht?

Unter trockenen Bedingungen laufen die Mercedes-Boliden gut. Regen brauchen wir nicht.
Jamie Green

Die Chancen auf Niederschlag stehen gut: Der Wetterbericht sagt eine 85-prozentige Wahrscheinlichkeit für Regen voraus. Dass es allerdings auch völlig anders laufen kann, haben die vergangenen Wochen und Tage gezeigt. Während Scheider ein wenig auf ein Rennen im Nassen hofft, würde die Konkurrenz eher anderes bevorzugen. "Es wäre gut, wenn es trocken bleibt", betonte Jamie Green. "Unter trockenen Bedingungen laufen die Mercedes-Boliden gut. Regen brauchen wir nicht."

Der Mercedes-Pilot waren sich in Sachen Reifen immerhin einig mit seinem Audi-Rivalen. "Ich bin von Hankook überrascht. Ich hatte überhaupt keine Probleme und erwarte auch keine im Rennen", so der dreimalige Norisring-Sieger. Markenkollege Maro Engel meinte, dass die niedrigen Temperaturen den Autos entgegen kommen würden. Viele Meinungen, viele Wünsche - doch am Ende macht das Wetter sowieso, was es will. Die Fahrer werden sich anpassen müssen.


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