Dakar - Rückschlag für De Villiers und Zitzewitz

Von Windlöchern und Reifendruck

Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz ließen auf der fünften Etappe ein wenig Zeit liegen und kamen als Fünfte ins Ziel.

Motorsport-Magazin.com - Rallye Dakar pur: Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz bleiben nach der berüchtigten Königsetappe mit den legendären weißen Dünen von Fiambalá auf Gesamtrang fünf weiter in der Spitzengruppe des härtesten Motorsport-Marathons weltweit.

Auf der fünften Tageswertung musste das Siegerduo von 2009, das seinerzeit genau hier sein Meisterstück ablieferte, jedoch einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Mit ihrem Toyota fuhren sich der Südafrikaner und der Norddeutsche in einer kniffligen Dünensektion nach einer unübersichtlichen Kuppe fest und verloren dabei etwa eine Viertelstunde. Weitere Zeit ging mit der Wahl eines zu niedrigen Luftdrucks auf den viel härter als erwarteten Abschnitten verloren.

Wir sind hinter einer Düne in eine Art Windloch geraten
Dirk von Zitzewitz

Gesamtrang fünf übertrifft dennoch alle Erwartungen an die Underdogs: Der in weniger als 100 Tagen für die Rallye Dakar privat aufgebaute und vorbereitete Toyota gilt technisch als unterlegen, bewies sein erstklassiges Potenzial aber auf den ersten vier Etappen der legendären Wüstenrallye. Gestern hatten de Villiers/von Zitzewitz überraschend auf der zweiten Gesamtposition gelegen. Ihr Abstand zur Spitze nach dem heutigen Teilstück, 21 Minuten und eine Sekunde, hält sie weiter auf Schlagdistanz.

"Fiambala ist ein Jahr gut, ein Jahr schlecht zu uns. 2009 haben wir hier die Rallye zu unseren Gunsten entschieden, 2011 haben wir hier den Etappensieg geholt. Heute sind wir hinter einer Düne in eine Art Windloch geraten, dass sehr weichen und tiefen Sand aufwies und dort haben wir uns kräftig eingegraben", erklärte Zitzewitz zur Lage. "Es hat lang gedauert, bis wir den Toyota wieder herausbekommen haben, der ansonsten wieder wie ein Uhrwerk lief. Zudem hatten wir vor der Etappe zu wenig Reifendruck gewählt, denn es gab viel weniger weichen Sand als wir erwartet hatten. So haben wir 19 Minuten verloren, weil wir auf dem Schlussstück nicht mehr attackieren konnten. Doch mit diesem Zeitverlust können wir leben. Denn die Dakar ist noch sehr lang."


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