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WRC-Saison 2010

Über Stock & Stein: WRC, Dakar, Rally Raid
Beitrag Donnerstag, 11. März 2010

Beiträge: 0
Super 2000 mit 1.6l Motor??
Das ist ja ein Widerspruch in sich :lol: :lol:

Beitrag Freitag, 12. März 2010

Beiträge: 3853
Mal sehen was daraus wird.

Das ganze hat natürlich den üblen Nachgeschmack dass die WRC wieder mal nach den Vorlieben der zwei Hersteller gebaut wird, aber sollte die FIA die WM nicht total ruinieren wollen, werden sie wohl ein paar Interessenten an den 1,6L Turbos haben.

Ich bleibe aber dabei, zu kurzfristig, undurchdacht, und jetzt scheinen sie sich gerade noch so retten zu können.

Beitrag Freitag, 12. März 2010

Beiträge: 163
Anarch hat geschrieben:
Mal sehen was daraus wird.

Das ganze hat natürlich den üblen Nachgeschmack dass die WRC wieder mal nach den Vorlieben der zwei Hersteller gebaut wird, aber sollte die FIA die WM nicht total ruinieren wollen, werden sie wohl ein paar Interessenten an den 1,6L Turbos haben.

Ich bleibe aber dabei, zu kurzfristig, undurchdacht, und jetzt scheinen sie sich gerade noch so retten zu können.



Der sogenannte „Weltmotor“, also ein 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung, der auf dem bestehenden S2000-Reglement basiert wird ab 2011 nicht nur in der WRC eingesetzt, sondern auch in WTCC und einigen weiteren Rennserien.

Damit sind wohl die Rahmenbedingungen geschaffen, dass einige neue Hersteller in die WRC einsteigen werden.

Dazu gehört wohl unter anderem auch VW. Denn es dürfte VW sehr entgegenkommen, dass nunmehr nur mit einem Motortyp in den verschiedensten Serien gefahren werden kann. Mit Skoda fährt VW ohnehin schon erfolgreich in der IRC. Also warum dann nicht auch ein Engagement in der WRC.

Auch Toyota soll mit einem Einstieg sowohl in die WRC als auch in die WTCC liebäugeln. Komponenten für einen S2000-Rallyeboliden von Toyota sollen bereits in der Fertigung sein.

Darüber hinaus hat man sich bei Subaru bereits im letzten Jahr entschlossen einen Widereinstieg in die WRC zu wagen. Grundvoraussetzung war wohl die Einführung des sogenannten „Weltmotors“. Um weitere Kosten zu reduzieren hat man sich unlängst mit Tommi Mäkinen darüber verständigt, dass „Tommi Mäkinen Racing“ das neue Subaru-Werksteam in der WRC sein wird. Es ist davon auszugehen, dass dann der neue Subaru Impreza STR 010 zum Einsatz kommen wird.

Damit dürften Citroën und Ford wohl genügend Konkurrenz bekommen ab der WRC Saison 2011.
susanne5660

Beitrag Freitag, 12. März 2010

Beiträge: 163
Matti1993 hat geschrieben:
Super 2000 mit 1.6l Motor??
Das ist ja ein Widerspruch in sich :lol: :lol:


Mit dem folgenden Artikel dürften auch für Dich deutlich werden, dass es keinen Widerspruch gibt.

http://www.rallye-magazin.de/r/wm/d/n/d ... index.html
susanne5660

Beitrag Freitag, 12. März 2010

Beiträge: 0
susanne5660 hat geschrieben:
Matti1993 hat geschrieben:
Super 2000 mit 1.6l Motor??
Das ist ja ein Widerspruch in sich :lol: :lol:


Mit dem folgenden Artikel dürften auch für Dich deutlich werden, dass es keinen Widerspruch gibt.

http://www.rallye-magazin.de/r/wm/d/n/d ... index.html



Nein, ich meine, dass ein Motor mit 1,6l Hubraum ja nichts mehr mit einem Super 2000 Motor (also einem Motor mit 2l Hubraum) zu tun hat.
Eigentlich müsste der jetzt Super 1600 heißen (sprich: sechzehnhundert).
Daher kommt ja der Name.
Sollte, um Verwirrung zu verhindern, geändert werden.

Beitrag Freitag, 12. März 2010

Beiträge: 3853
susanne5660 hat geschrieben:
Der sogenannte „Weltmotor“, also ein 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung, der auf dem bestehenden S2000-Reglement basiert wird ab 2011 nicht nur in der WRC eingesetzt, sondern auch in WTCC und einigen weiteren Rennserien.

Damit sind wohl die Rahmenbedingungen geschaffen, dass einige neue Hersteller in die WRC einsteigen werden.

Dazu gehört wohl unter anderem auch VW. Denn es dürfte VW sehr entgegenkommen, dass nunmehr nur mit einem Motortyp in den verschiedensten Serien gefahren werden kann. Mit Skoda fährt VW ohnehin schon erfolgreich in der IRC. Also warum dann nicht auch ein Engagement in der WRC.

Auch Toyota soll mit einem Einstieg sowohl in die WRC als auch in die WTCC liebäugeln. Komponenten für einen S2000-Rallyeboliden von Toyota sollen bereits in der Fertigung sein.

Darüber hinaus hat man sich bei Subaru bereits im letzten Jahr entschlossen einen Widereinstieg in die WRC zu wagen. Grundvoraussetzung war wohl die Einführung des sogenannten „Weltmotors“. Um weitere Kosten zu reduzieren hat man sich unlängst mit Tommi Mäkinen darüber verständigt, dass „Tommi Mäkinen Racing“ das neue Subaru-Werksteam in der WRC sein wird. Es ist davon auszugehen, dass dann der neue Subaru Impreza STR 010 zum Einsatz kommen wird.

Damit dürften Citroën und Ford wohl genügend Konkurrenz bekommen ab der WRC Saison 2011.


VW/Skoda gehört auch zu den Herstellern die auch andere Möglichkeiten was die Motorenformel anbelangt im Auge hatten...

Eine Rückkehr von Subaru wäre zwar was tolles, genauso wie bei Toyota, aber in kurzer Zeit ein Projekt aus dem Nichts zu stampfen, das ist bislang fast nie gelungen, vor allem innerhalb einer so kurzen Frist (ein Jahr ist auch schnell vorbei) das ist bei vielen schief gegangen. Ich sage nur Suzuki, die nach dem ersten vollen Jahr das ganze wieder begraben haben.

Mir ist auch ehrlich gesagt nicht bekannt, ob das Team von Mäkinen wirklich die Ressourcen hat, um ein Werksprojekt zu leiten, Prodrive war quasi eine Fabrik, gar kein Vergleich.

Ich denke, wenn die ISC wirklich zwei Hersteller im Köcher hat, dann werden es wohl Mini(Prodrive) und Proton sein. Vielleicht auch Skoda, wie du sagtest vllt. ist ihnen nur wichtig, diesen Weltmotor zu haben, mal sehen.

Beitrag Freitag, 12. März 2010

Beiträge: 163
Anarch hat geschrieben:
susanne5660 hat geschrieben:
Der sogenannte „Weltmotor“, also ein 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung, der auf dem bestehenden S2000-Reglement basiert wird ab 2011 nicht nur in der WRC eingesetzt, sondern auch in WTCC und einigen weiteren Rennserien.

Damit sind wohl die Rahmenbedingungen geschaffen, dass einige neue Hersteller in die WRC einsteigen werden.

Dazu gehört wohl unter anderem auch VW. Denn es dürfte VW sehr entgegenkommen, dass nunmehr nur mit einem Motortyp in den verschiedensten Serien gefahren werden kann. Mit Skoda fährt VW ohnehin schon erfolgreich in der IRC. Also warum dann nicht auch ein Engagement in der WRC.

Auch Toyota soll mit einem Einstieg sowohl in die WRC als auch in die WTCC liebäugeln. Komponenten für einen S2000-Rallyeboliden von Toyota sollen bereits in der Fertigung sein.

Darüber hinaus hat man sich bei Subaru bereits im letzten Jahr entschlossen einen Widereinstieg in die WRC zu wagen. Grundvoraussetzung war wohl die Einführung des sogenannten „Weltmotors“. Um weitere Kosten zu reduzieren hat man sich unlängst mit Tommi Mäkinen darüber verständigt, dass „Tommi Mäkinen Racing“ das neue Subaru-Werksteam in der WRC sein wird. Es ist davon auszugehen, dass dann der neue Subaru Impreza STR 010 zum Einsatz kommen wird.

Damit dürften Citroën und Ford wohl genügend Konkurrenz bekommen ab der WRC Saison 2011.


VW/Skoda gehört auch zu den Herstellern die auch andere Möglichkeiten was die Motorenformel anbelangt im Auge hatten...

Eine Rückkehr von Subaru wäre zwar was tolles, genauso wie bei Toyota, aber in kurzer Zeit ein Projekt aus dem Nichts zu stampfen, das ist bislang fast nie gelungen, vor allem innerhalb einer so kurzen Frist (ein Jahr ist auch schnell vorbei) das ist bei vielen schief gegangen. Ich sage nur Suzuki, die nach dem ersten vollen Jahr das ganze wieder begraben haben.

Mir ist auch ehrlich gesagt nicht bekannt, ob das Team von Mäkinen wirklich die Ressourcen hat, um ein Werksprojekt zu leiten, Prodrive war quasi eine Fabrik, gar kein Vergleich.

Ich denke, wenn die ISC wirklich zwei Hersteller im Köcher hat, dann werden es wohl Mini(Prodrive) und Proton sein. Vielleicht auch Skoda, wie du sagtest vllt. ist ihnen nur wichtig, diesen Weltmotor zu haben, mal sehen.


Wenn Du "Prodrive" als eine Fabrik ansiehst, als was bezeichnest Du dann bitte "Tommi Mäkinen Racing" nachdem Du dich mal etwas intensiver auf deren Web-Site umgeschaut hast?

http://www.tommimakinen.com/
susanne5660

Beitrag Freitag, 12. März 2010

Beiträge: 3853
Ich nehm's zurück. :D

Bleibe aber dabei, für nächstes Jahr zu diesem Zeitpunkt die Arbeit richtig zu beginnen wäre doch sehr kurzfristig.

Beitrag Samstag, 20. März 2010

Beiträge: 163
Nun wurde durch Lord March bekannt gegeben, dass sowohl Ken Block, als auch Sébastien Loeb am „Goodwood Festival of Speed“ vom 02.07.2010 bis zum 04.07.2010 teilnehmen werden.

Sébanstien Loeb wird seinen Citroën C4 WRC fahren. Dahin gegen wird Ken Block seinen neuen 800 PS starken "Gymkhana" Ford Fiesta fahren.

Ich bin mal gespannt, ob noch ein paar andere Fahrer aus der WRC am dies jährigen „Goodwood Festival of Speed“ teilnehmen werden.

http://www.rallybuzz.com/loeb-block-goodwood-fos-2010/
susanne5660

Beitrag Mittwoch, 24. März 2010

Beiträge: 163
Nun scheint wohl endlich Bewegung in die insgesamt verfahrene Situation innerhalb der WRC zu kommen.

Die FIA-Kommission prüft derzeit die Zusammenlegung der IRC und der WRC insgesamt. Also nicht nur für die gemeinsame Veranstaltung der "Monte" als Saisonauftakt 2011.

Die FIA-Kommission möchte bei einer möglichen Zusammenlegung der beiden Rennserien erreichen, dass die verfahrene Situation innerhalb der WRC sowohl in den Bereichen Marketing, Sponsoring, Berichterstattung und Veranstaltungskalender weitest gehend beseitigt wird.

Sollte es tatsächlich zu einer Verschmelzung der beiden Rennserien kommen, dürften wohl auf Seiten von NOS sehr harte Zeiten anbrechen.

Meiner Meinung nach könnte eine Verschmelzung der IRC und der WRC zu einer Rallye-WM sogar das Ende von NOS als Promoter bedeuten.

Bezüglich der Berichterstattung über die neue Rallye-WM wäre dann wohl der Weg frei für Sendezeiten im frei zugänglichen Fernsehen, wie z. B. EUROSPORT. Gleichzeitig wäre das wohl das Ende des "PAY-TV", also auch der Berichterstattung auf "MOTORS TV".

Mit der Verschmelzung der IRC und der WRC zu einer Rallye-WM wäre sowohl den Veranstaltern, den Zuschauern vor Ort, als auch den Fernsehzuschauern erheblich geholfen. Insbesondere im Zusammenhang mit der derzeitigen wirtschaftlichen und finanziellen Situation der Weltwirtschaft.

http://www.rallye-magazin.de/r/wm/d/n/d ... index.html
susanne5660

Beitrag Mittwoch, 24. März 2010

Beiträge: 163
Nun wurde offiziell auf MTV3 bestätigt, dass am 07.08. und 08.08.2010 im Bereich des "Helsinki Fish Port" ein Motorsportevent für alle Fans des Rallye-Sports stattfinden wird.


Bis jetzt haben folgende Fahrer ihre Teilnahme zugesagt:

Mikko Hirvonen, Jari-Matti Latvala, Matthew Wilson, Sébastien Ogier, Markko Märtin, Mika Kallio, Petter Solberg, Henning Solberg, Matti Rantanen, Emma Kimiläinen, Kristian Sohlberg, Patrik Sandell, Mattias Therman, Harri Rovanperä, Toni Gardemeister, Toni Vilander, Tommi Mäkinen, Eyvind Brynildsen
susanne5660

Beitrag Donnerstag, 25. März 2010

Beiträge: 163
Scheint wohl zu sein, dass das Citroën Team die letzten zwei Tage einen kleinen Betriebsausflug nach Südfrankreich unternommen hat. Besser bekannt auch als Testvorbereitungen für die "Jordan Rally 2010".

Mit von der Partie waren definitiv Dani Sordo/Marc Marti, Sébanstien Loeb/Daniel Elena und Kimi Räikkönen/Kaj Lindström.

Laut letzten Berichten konnte Kimi Räikkönen die beiden Test-Tage am Anfang dieser Woche ohne Beschwerden absolvieren.

Hier sind die ersten Aufnahmen von diesem Test: http://www.youtube.com/watch?v=ZUEU2Hn0LBs

Allerdings ist das Ford Team auch nicht ganz untätig gewesen und hat am 20.03.2010 auf Sardinien getestet.

Hier sind auch hier die ersten Aufnahmen von Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen: http://www.youtube.com/watch?v=5I-R8LFhcgI
susanne5660

Beitrag Donnerstag, 01. April 2010

Beiträge: 3853
So, der erste Tag hat das erwartere Taktikgeplänkel gebracht.

Latvala hat seine Startposition ausgenutzt um sich einen Vorsprung von 30 Sekunden für morgen herauszufahren. Hinter ihm eine geschlossene Meute mit Ogier, Loeb, P. Solberg, Hirvonen und Sordo innerhalb von 15 Sekunden.

Ehrlich gesagt hoffe ich dass Latvala diese Rallye gewinnt, denn mir geht das Taktieren richtig auf die Nerven. Dass dieses von sportlichem Wert befreite um die Wette bremsen auf den Mist der Sportobrigkeit wächst, soll nicht unerwähnt bleiben.

Jedenfalls stapelt Citroen jetzt tief, in dem man bei Interviews bereits den Sieg abschreibt. Dass man damit natürlich den Druck auf Latvala erhöhen will, ist klar. Schließlich hat Citroen den Vorteil, dass man an der Spitze in den Top6 mit 4 Autos vertreten ist. Die Kunden-Fords hingegen fahren dem Feld hinter her. Dahinter liegt nur noch Kimi Räikkönen, der in dieser Rallye klar auf Ankommen fährt.

In der S-WRC gab es dafür schon eine recht lange Ausfallsliste. So mussten (meinem Tipp sehr zuleide) heute schon Andersson, Al-Attiyah, Kosciuszko, Brynildsen, Sandell, Tuohino und Ketomaa groß in die Super-Rallye-Strafsekunden-Tasche greifen. Wer bleibt noch über? Der derzeitig in der SWRC führende Bernardo Sousa und Mexiko-Sieger Xavier Pons, der knapp 10 Sekunden hinter dem Portugiesen liegt.

Beitrag Freitag, 02. April 2010

Beiträge: 3853
Jetzt ist der Druck auf Ford erst recht gigantisch. Mikko Hirvonen ist heute nach einem Unfall ausgefallen.

Somit ist Jari-Matti Latvala der einzige, der den zweiten Citroen-Saisonsieg verhindern kann. Dies wird allerdings schwer, da Sébastien Loeb nur mehr 4 Sekunden hinter Latvala auf Position 2 liegt.

Beitrag Freitag, 02. April 2010

Beiträge: 3853
Und nun hat auch der von taktischen Spielereien geprägte zweite Tag sein Ende.

Wie erwartet ist Sébastien Loeb in Führung gegangen, bei Ford scheint man nun auf die gute Startposition zu spekulieren. Auf der letzten WP hat Latvala noch mal extra gebremst um hinter Ogier zurückzufallen. Er geht mit 27,7 Sekunden Rückstand in den letzten Tag. Morgen sind 8 Sonderprüfungen zu fahren, alle ungefähr 12-15 km lang. Die große Frage ist jetzt, ob es sich für Loeb ausgeht.

Auch dahinter lauern noch Petter Solberg und Dani Sordo, die noch in Reichweite des Podests sind. Wilson auf Platz 6 hat einen Respektabstand von 4 Minuten zum Spanier vor ihm. Kimi Räikkönen könnte seine ersten WM-Punkte holen. Derzeit hält er sich auf Platz 8, mit 2 Minuten Vorsprung auf Henning Solberg, der auf Platz 9 liegt nachdem er sich heute Früh eine Felge an einem Stein kaputt fuhr.

Im Zweikampf um den SWRC-Sieg ist nun Xavi Pons mit 40 Sekunden Vorsprung vor Bernardo Sousa. Die schnellsten Zeiten heute fuhr aber einmal mehr P-G Andersson.

Zwischenstand Tag2:
1. Loeb
2. Ogier +24,6
3. Latvala +27,7
4. P. Solberg +43,2
5. Sordo +48,8
6. Wilson +5:05,7
7. Villagra +6:51,0
8. Räikkönen +8:09,0
9. H. Solberg +10:04,0
10. Pons +10:17,7

Beitrag Samstag, 03. April 2010

Beiträge: 3853
Die Rallye wird also durch Teamtaktik entschieden. Citroen schickt Ogier 8 Minuten zu früh in die Sonderprüfung, was zwar den Citroen-Junior-Fahrer zurückwirft aber Loeb eine bessere Startposition gibt. Somit muss Ogier den Straßenkehrer für den Rest spielen.

Ford versucht die Chancen zu wahren und macht dasselbe mit Hirvonen. Der liegt mit 30 Minuten Rückstand ohnehin schon irgendwo im Nirgendwo und spielt die Kehrmaschine für Teamkollegen Latvala. Allerdings sind die Bedingungen für Loeb gut genug, sogar sehr gut, er hat seinen Vorsprung heute ausgebaut und wie es scheint, wird er ohne Eigenfehler nicht einholbar sein.

Ogier ist jetzt natürlich weit zurückgefallen, und wenn man sich seine Zeiten ansieht, dann hätte Loeb als Erster Latvala nicht halten können. Denn Ogier verliert konstant auf Loeb und Latvala, ungefähr 10 Sekunden pro Wertungsprüfung. Der Konjunktiv nervt mich auch, aber das hätte für Latvala unter fairen Bedingungen locker gereicht, auch Ogier wäre wohl vor Loeb gelandet.

Zumindest kann man sich hoffentlich auf die ersten WM-Punkte von Kimi Räikkönen freuen, der seinen achten Platz weiterhin hält.

Beitrag Samstag, 03. April 2010

Beiträge: 1894
4 Punkte für Kimi :D)
Bild
__Kimi olet paras__

Beitrag Samstag, 03. April 2010

Beiträge: 3853
Ja, war eine solide Fahrt. Keine groben Fehler und man sieht ja, er verbessert sich stetig. Jede Zielankunft ist ein Schritt in die richtige Richtung.

In 2 Wochen geht es weiter und für das Citroen Junior-Team gibt es dann ja sogar eine Frühlingspause von 1,5 Monaten, sofern man sich nicht doch noch für einen Start in Neuseeland entscheidet (aufgrund der Knappheit von C4s wird das aber wohl kaum der Fall sein).

In der WM ist jedenfalls jetzt Loeb weit, weit voraus, mit 25 Punkten Vorsprung auf Latvala, 31 auf Hirvonen. Natürlich ist das jetzt nur der Stand nach 3 von 13 WM-Läufen, aber ich denke intern bei Ford brodelt es ein wenig.

Außerdem glaube ich dass die FIA nach dieser Taktikorgie doch Bedarf hat, über das Regelwerk nachzudenken. Auch wenn es schmerzt, aber in der IRC wäre so etwas nicht passiert.

Vor allem wenn Citroen noch die Dreistheit hat, Ogiers Verspätung am Vormittag mit einem technischen Defekt zu begründen. Irgendwann fühlt man sich auch als Rallye-Fan für dumm verkauft, und so ein Spektakel ist die WRC nicht, dass man sich das öfter leisten kann.

Im Übrigen muss ich mich korrigieren, der Ablauf mit den Zeitstrafen war folgendermaßen:
- Ogier verspätet sich damit Latvala eine schlechtere Startposition hat
- Ford quetscht Hirvonen zwischen Loeb und Latvala, indem er zu früh startet
- Citroen schickt Ogier vor, der ebenfalls zu früh wegfährt, um vor Loeb zu bleiben.

Ganz, ganz toller Sport.

Beitrag Samstag, 03. April 2010

Beiträge: 1681
Lana hat geschrieben:
4 Punkte für Kimi :D)


super !!!! :wink:
Kimi Räikkönen ,Heikki Kovalainen ,Mikko Hirvonen ,Bruno Spengler ,Gary Paffett

Beitrag Sonntag, 04. April 2010

Beiträge: 3853
Wie erwartet ist die Aufregung nach der Taktikorgie in Jordanien groß. Sowohl Citroen als auch Ford sind vom aktuellen Stand der Dinge nicht gerade erfreut.

Allerdings sind die Lösungsvorschläge mindestens genauso bescheuert wie das aktuelle Regelwerk.

Ein Vorschlag der Fahrer wäre, für jede Rallye eine Art Qualifying zu haben (womöglich statt des Shakedowns) die die Startreihenfolge festlegt. Die Idee ist natürlich auch nicht das wahre, dann haben wir das um die Wette bremsen einfach schon vorher und die ganzen Kundenfahrer haben auch keine faire Chance denn wie wir ja gesehen haben werden sie vom Werksteam gnadenlos geopfert. Und sonst muss halt der Nr.2 Fahrer herhalten.

Die zweite Option ist dass der Rallye-Führende sich seine Startposition aussucht. Ist zumindest weniger hirnrissig, aber auch suboptimal imo. Eventuell wird somit ein Kampf an der Spitze entschieden, nur wegen der Startreihenfolge, angenommen die ersten 2 liegen nur knapp auseinander nach einem Tag und der Führende nimmt sich einfach die bessere Startposition. Dann ist der auf P2 natürlich der blöde der dann den Straßenkehrer machen darf.

Wieso lässt man die Fahrer nicht einfach in gestürzter Reihenfolge der "Seeding order" starten?

Beitrag Sonntag, 04. April 2010

Beiträge: 10919
Gabs dieses Theater nicht früher im alpinen Ski-Weltcup? wenn ich mich recht erinnere, waren die Lösungsansätze innerhalb der "Gruppe der ersten 15" ähnlich. Weiß aber nicht, wie das letzlich gelöst wurde, seit ein paar Jahren ist Ruhe. Wahrscheinlich innerhalb der Gruppe ausgelost - und der zweite Durchgang in umgekehrter Platzierungsreihenfolge...
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Sonntag, 04. April 2010

Beiträge: 3853
Ich kann mich nur an das Theater bei der Abfahrt erinnern, wo ja in der gestürzten Rangliste gestartet wurde. Der beste startete als 30. und irgendwann gab es so viele Startnummernrennen das man sich entschieden hat die ersten 7 der Rangliste einfach zwischen die Nummern 16 und 22 zu losen und der Rest nach Rangliste einfach um diese gesetzte Gruppe herum. Allerdings gibt es heute trotz dieses Modells noch immer das ein oder andere Startnummernrennen, was aber unvermeidbar ist. Irgendwann sind die Bedingungen einfach besser und bei der Dichte kann's eben passieren, dass der ein oder andere Glückspilz nach vorne gespült wird.

Bei der Rallye ist es ja so, dass oftmals die Strecke gekehrt werden muss und dann die erste Startposition ein klarer Nachteil ist. Allerdings kann sie bei einigen Rallyes auch ein Vorteil sein, wenn nämlich bei der Durchfahrt soviel Staub aufgewirbelt wird, dass außer dem ersten jeder eine schlechte Sicht hat. Es gibt wiederum auch Rallyes wo die Startposition eigentlich egal ist.

Im ersten Fall wäre der Vorschlag in der gestürzten Setzliste zu starten ideal.
Auch im zweiten Fall wäre es mit diesem System nicht so schlimm da der erste auf der Strecke dann meist ein Privater ist, der an keiner Meisterschaft teilnimmt. Dann hätten die WRCs eigentlich alle ähnliche Bedingungen.

Früher gab es ja das System, die ersten 15 in gestürzter Reihenfolge starten zu lassen. Wobei erwähnt werden muss, dass es damals das Trauerspiel mit zwei Werksteams und zwei WM-Anwärtern nicht hatten und die Dichte im Feld wesentlich größer war, womit hin und wieder mal einer wirklich ausschließlich wegen der Startposition die Nase vorne hatte. Heutzutage würde so etwas eigentlich schon Sinn machen, da ja die meisten Kundenfahrer vorne keine Rolle spielen. Der erste auf der Strecke wäre dann ein Wilson, Östberg, Villagra, Räikkönen, Al Qassimi oder Block und damit einer von ihnen mal eine Rallye gewinnt bräuchten sie schon ein anderes Auto, nicht nur eine andere Startposition.

Der Vorschlag, die ganze Setzliste umzukehren hätte wiederum den Vorteil, dass sie den Teilnehmern der kleineren Meisterschaften (PWRC/SWRC/JWRC) mehr Aufmerksamkeit verschafft.

A propos, hier mal der Zwischenstand der SWRC , da ja auf Adrivo über diese Wertung nicht Statistik geführt wird:

SWRC: (Anzahl der Teilnahmen in Klammern)
1. Pons 50 (2)
2. Andersson 40 (2)
3. Brynildsen 40 (3)
4. Prokop 33 (2)
5. Sandell 22 (2)
6. Tuohino 18 (2)
7. Kosciuszko 15 (2)
8. Al-Attiyah 12 (2)
9. Llovera 10 (1)
10. Sousa 8 (2)
11. Ketomaa 8 (1)
12. Sääv 6 (1)

Beitrag Donnerstag, 15. April 2010

Beiträge: 163
Hier sind die Shakedown Zeiten der "Rallye Türkei 2010":

1. LOEB. Citroen C4 WRC. 2:30.8
2. Sordo. Citroen C4 WRC. 2:31.1
3. HIRVONEN. Ford Focus RS WRC 09. 2:31.7
4. H. Solberg. Ford Focus RS WRC 08. 2:32.2
= 5. P. SOLBERG. Citroen C4 WRC. 2:32.5
= 5. Ogier. Citroen C4 WRC. 2:32.5
= 7. RAIKKONEN. Citroen C4 WRC. 2:33.1
= 7. Latvala. Ford Focus RS WRC 09. 2:33.1
9. Villagra. Ford Focus RS WRC 08. 2:33.7
10. WILSON. Ford Focus RS WRC 08. 2:35.2
11. BLOCK. Ford Focus RS WRC 08. 2:38.5
susanne5660

Beitrag Freitag, 16. April 2010

Beiträge: 3853
Es bahnt sich eine interessante Rallye an.

Nach 8 Wertungsprüfungen führt, sehr zu meinem Gefallen (siehe Tippspiel :D ) Sébastien Ogier, knapp vor Sordo und Hirvonen. Der WM-Führende Loeb liegt auf Platz 5 mit allerdings nur knappen 25 Sekunden Rückstand.

Interessant allerdings auch, weil die Rennleitung ein Memo rausgeschickt hat, dass jedes Taktikspielchen untersucht wird. Wie man natürlich etwas bestrafen möchte, dass laut Regelwerk nicht verboten ist, ist wohl das große FIA-Geheimnis. Mittlerweile wird es schon lächerlich, wie man von organisatorischer Seite mit dem Problem umgeht.

Beitrag Freitag, 16. April 2010

Beiträge: 163
Anarch hat geschrieben:
Es bahnt sich eine interessante Rallye an.

Interessant allerdings auch, weil die Rennleitung ein Memo rausgeschickt hat, dass jedes Taktikspielchen untersucht wird. Wie man natürlich etwas bestrafen möchte, dass laut Regelwerk nicht verboten ist, ist wohl das große FIA-Geheimnis. Mittlerweile wird es schon lächerlich, wie man von organisatorischer Seite mit dem Problem umgeht.


Für mich ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann die Taktik Spielchen der Teams auch bei der „Rally Turkey 2010“ erneut beginnen.

Es steht wohl jetzt schon fest, dass sich die FIA-Kommissare mit der Androhung des „Gummiparagraphen“ 151c des „Internationalen Sporting Codes (ISC)“ einfach nur lächerlich machen.

Darüber hinaus stellt sich für mich die Frage, wie die FIA-Kommissare beweisen wollen, dass ein Team tatsächlich absichtlich langsamer wurde? Welche Aktionen werden von den Stewards untersucht, welche nicht? Es würden willkürliche Entscheidungen der Stewards gefällt und fadenscheinige Begründungen der Crews zu Protokoll gegeben. Ein Unterschied zu den oft lächerlichen Urteilen in der F1 würde es nicht mehr geben.

Und es steht wohl jetzt auch schon fest, dass mit der Veröffentlichung des Bulletins und der Androhung des Artikels 151c des „Internationalen Sporting Codes (ISC)“ den Taktik Spielchen weder an diesem Wochenende, noch überhaupt ein Ende bereitet wird. Es wird lediglich besser getarnt und verschleiert.

Hoch lebe die Taktik! Allerdings geht es jetzt nicht mehr Team gegen Team, sondern alle Teams gemeinsam gegen die FIA-Kommissare.

Denn wie sagte auch Kimi Räikkönen angesprochen auf die Veröffentlichung des Bulletins: "Man kann Regeln machen, aber es finden sich immer viele Wege, um sie zu umgehen."
susanne5660

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